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rinder in der massentierhaltung
rinder in der massentierhaltung

„Massentierhaltung“ in Deutschland: Alles, was du wissen musst


Was ist „Massentierhaltung“? Für den Begriff existiert keine eindeutige Definition … Oft wird darunter die konventionelle Tierhaltung verstanden (im Gegensatz zur ökologischen) – verbunden mit dem Ziel, den Gewinn aus der Tierhaltung so weit wie möglich zu maximieren. Du wirst in diesem Artikel sehen, warum diese Unterscheidung zu kurz greift. Und du wirst sehen, was „Massentierhaltung“ in der Praxis für die Tiere bedeutet.

In diesem Artikel erfährst du alle Fakten und Zahlen, die du über die „Massentierhaltung“ in Deutschland kennen musst – in dieser leben mindestens 95 % der landwirtschaftlich genutzten Tiere. Die sogenannte Massentierhaltung ist also keine besonders „extreme“ oder überdurchschnittlich ausbeuterische Form der heutigen Tierhaltung in Deutschland: Sie ist nichts anderes als die landwirtschaftliche Tierhaltung.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wie viele Tiere werden weltweit pro Jahr geschlachtet?
    1. Wirbeltiere
    2. Krebse
  2. Wie viele Tiere werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet?
  3. Wie werden „Nutztiere“ in Deutschland gehalten?
  4. Wie werden Schweine in Deutschland gehalten?
    1. Kastenstandhaltung von Schweinen
    2. Weitere „Standards“ in der Schweinehaltung
      1. Werden Schweinen in Deutschland die Schwänze gekürzt?
      2. Werden Ferkel in Deutschland kastriert?
  5. Wie werden Hühner in Deutschland gehalten?
    1. Hühner in der Fleischproduktion
      1. Wie leben „Masthühner“ in Deutschland?
      2. Und die anderen Vögel? Wie werden Puten und Enten in Deutschland gehalten?
    2. Hühner in der Eierproduktion
      1. Wie viele Eier legt ein Huhn?
      2. Wie leben „Legehennen“ in Deutschland?
      3. Werden für die Produktion von Eiern Küken getötet?
  6. Wie werden Rinder in Deutschland gehalten?
    1. Rinder in der Milchindustrie
      1. Wie leben „Milchkühe“ in Deutschland?
      2. Geben „Milchkühe“ nur Milch, wenn sie schwanger sind?
      3. Wie viel Milch gibt eine „Milchkuh“?
      4. Warum werden „Milchkühe“ geschlachtet?
      5. Werden die Kälber geschlachtet?
    2. Rinder in der Fleischproduktion
  7. Wie werden Fische in Deutschland gehalten?
  8. Wie viel Fleisch wurde 2021 in Deutschland konsumiert?
  9. Status quo und Alternativen
    1. Politik und Industrie leugnen nicht, wie schlecht es den Tieren in „Massentierhaltung“ geht
    2. Die Alternativen zur „Massentierhaltung“
  10. Was du tun kannst, um Tieren in Deutschland zu helfen

Die „Massentierhaltung“, also die industrielle Tierhaltung, basiert im Wesentlichen auf der Vorstellung, dass – wie der Name schon sagt – das Konzept von Fabriken und Fließbändern auf die Tierhaltung übertragen werden kann.

Trotz der fehlenden Definition werden also in „Massentierhaltungsbetrieben“ oft viele Tiere auf sehr engem Raum gehalten, weshalb sie auch „Intensivtierhaltung“ oder „industrielle Tierhaltung“ genannt wird1. Es sind Betriebe, in denen die Tiere nur als Mittel zum Zweck, als Produktionsmittel gesehen werden und nicht als Individuen2. 

In Deutschland werden mindestens 94 % der landwirtschaftlich genutzten Tiere in sogenannter Massentierhaltung gehalten – doch dazu später mehr.

Du erfährst in diesem Artikel auch, dass es den wenigen Tieren, die nicht in der „konventionellen“ Landwirtschaft gehalten werden, nicht zwangsläufig besser geht, weil Krankheiten und Verletzungen bei Tieren in jeder Haltungsform weitverbreitet sind3.

Zu den Tieren, die in Deutschland derzeit in sogenannter Massentierhaltung gehalten und in Schlachthäusern getötet werden, gehören unter anderem Hühner, Schweine, Puten, Enten, Rinder und viele Fischarten.

Bevor wir zur Produktion von Fleisch, Eiern und Milch und den jeweiligen Zuständen in der Landwirtschaft in Deutschland kommen, eine kurze Einordnung über das Ausmaß, die Anzahl der Tiere, die für den Konsum durch Menschen geschlachtet, also getötet werden.

Fast alle Betriebe in der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland sind zu einem sehr hohen Grad spezialisiert und industrialisiert. Ein Beispiel: Die Produktion des Fleisches von Hühnern findet heutzutage in vier Etappen statt (oder sogar fünf, wenn die genetische Zucht der Tiere – etwa auf schnelles Wachstum – als eigene Etappe gesehen wird).

Für jede Etappe gibt es hochspezialisierte Betriebe, in denen die Tiere 

  • vermehrt,
  • geboren,
  • gehalten und „gemästet“, also fettgefüttert und zuletzt
  • getötet werden.

Auf diese Weise werden in Deutschland nahezu alle Hühner in der Fleischproduktion behandelt, bis sie in Schlachthäusern getötet werden4.
Die Spezialisierung und Industrialisierung in der „Massentierhaltung“ hat erhebliche Auswirkungen auf die Tiere. Sie werden in beengten Hallen untergebracht, können viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben, entwickeln erhebliche Gesundheitsprobleme und leiden darunter5,6 – auch dazu erfährst du später mehr in diesem Artikel.

Wie viele Tiere werden weltweit pro Jahr geschlachtet?

Wirbeltiere

Weltweit wurden 2024 rund 87,9 Milliarden Landwirbeltiere für Lebensmittel „geschlachtet“, also getötet7. Fische werden in den offiziellen Statistiken meist nicht als einzelne Tiere, sondern in Gewicht erfasst. Deshalb beruhen die Individuenzahlen auf Schätzungen: Für wild gefangene Fische liegt die aktuelle Spanne bei etwa 1,1 bis 2,2 Billionen Tieren pro Jahr. Zusätzlich wurden nach einer aktuellen Schätzung im Jahr 2022 rund 130 Milliarden Fische aus Aquakulturen getötet8

Somit werden weltweit über 13 Mal mehr Fische als Landwirbeltiere getötet.

Jedes Jahr werden mindestens rund 150-mal mehr Wirbeltiere für den menschlichen Verzehr getötet, als es Menschen auf der Erde gibt. Und mehr als 10-mal so viele , als es jemals Menschen auf der Erde gab9. Mindestens – weil das noch eine niedrige Schätzung ist.

Diese Zahlen sind kaum vorstellbar: Selbst wenn man nur die niedrigste Schätzung zugrunde legt, werden weltweit jedes Jahr mehr als 1,2 Billionen Wirbeltiere für den menschlichen Verzehr getötet. Das sind im Durchschnitt mehr als 3,4 Milliarden Tiere pro Tag – also mehr Tiere an einem einzigen Tag, als Menschen in China und Indien zusammen leben.

Und das ist noch nicht einmal alles …

Krebse

Auch Krebse werden in vielen Statistiken übersehen. Neben den Wirbeltieren in der Landwirtschaft – also Säugetieren, Vögeln und Fischen – werden in Aquakulturen auch enorme Zahlen an Krebstieren gehalten und getötet. Nach einer aktuellen Schätzung wurden im Jahr 2022 weltweit etwa 310 bis 950 Milliarden Krebstiere aus Aquakulturen für den menschlichen Verzehr getötet.

Darunter waren etwa 82 bis 170 Milliarden Flusskrebse, Krabben und Hummer sowie 230 bis 780 Milliarden Garnelen und Garnelenartige.

Diese Zahlen umfassen nur Krebstiere aus Aquakulturen – wild gefangene Krebstiere sind darin noch nicht enthalten8.

Insgesamt werden weltweit jedes Jahr mindestens 1,5 Billionen Tiere für den menschlichen Verzehr getötet. Diese Zahl umfasst Landwirbeltiere, wild gefangene Fische, Fische aus Aquakulturen sowie Krebstiere aus Aquakulturen – wild gefangene Krebstiere sind darin noch nicht einmal enthalten.

Das bedeutet: Jeden Tag werden rechnerisch mehr als 4 Milliarden Tiere getötet. Jede Stunde sind es über 170 Millionen, jede Minute fast 3 Millionen.

Und auch diese Zahlen sind noch eine niedrige Schätzung.

Und in Deutschland?

Wie viele Tiere werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet?

Über die Anzahl der in den Schlachthäusern getöteten Tiere geben die sogenannten „Schlachtzahlen“ Auskunft, die vom Statistischen Bundesamt erhoben werden10. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden 2025 in Deutschland rund 745,8 Millionen Landwirbeltiere in gewerblichen Schlachtbetrieben getötet. Das sind mehr als 2 Millionen Tiere pro Tag, rund 1.400 pro Minute und etwa 24 pro Sekunde10.

Dazu gehören unter anderem rund 44,9 Millionen Schweine und 2,8 Millionen Rinder. Allein bei den Hühnern wurden 640,3 Millionen sogenannte Jungmasthühner und 20,7 Millionen sogenannte Suppenhühner getötet. Hinzu kamen 27,6 Millionen Puten und 8,3 Millionen Enten10.

Einige dieser Tiere leben nur wenige Wochen, andere mehrere Jahre. Deshalb reicht es nicht, nur auf die jährlichen Schlachtzahlen zu schauen. Auch die Zahl der Tiere, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig in Deutschland gehalten werden, zeigt das Ausmaß der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Nach aktuellen amtlichen Daten werden in Deutschland zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa

  • 167 Millionen Vögel, darunter über 156 Millionen Hühner sowie rund 9 Millionen Puten und 1,6 Millionen Enten,
  • 21,5 Millionen Schweine,
  • 10,4 Millionen Rinder sowie
  • 1,5 Millionen Schafe gehalten.

Bei Hühnern in der Eierindustrie zeigen neuere Daten außerdem: Ende August 2025 wurden in Deutschland allein 44,6 Millionen Hühner zur Eierproduktion gehalten.
Diese Zahlen zeigen nur eine Momentaufnahme. Weil viele Tiere nach wenigen Wochen oder Monaten getötet und durch neue Tiere ersetzt werden, liegt die Zahl der Tiere, die innerhalb eines Jahres betroffen sind, deutlich höher. 12,13. Für Fische lässt sich diese Zahl schlecht ermitteln11.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Wie werden „Nutztiere“ in Deutschland gehalten?

Die große Mehrheit der sogenannten „Nutztiere“ wird in Deutschland in „Massentierhaltung“, also industriell gehalten. In Deutschland gibt es rund 161.700 landwirtschaftliche Betriebe, die Tierhaltung betreiben14

Darunter sind viele sehr große Betriebe:

  • In der Eierindustrie halten gut 1.100 Betriebe jeweils mehr als 10.000 Hühner. Auf diese Betriebe entfallen rund 87 % aller Hühner in der Eierindustrie in Deutschland.
  • 2023 zählte ein durchschnittlicher Betrieb mit Hühnern in der Eierindustrie in Deutschland rund 20.000 Tiere. Besonders deutlich wird die Konzentration bei den größten Betrieben: Nur 4,3 % der Betriebe hielten mehr als 100.000 Hühner – auf sie entfielen aber rund 35 % aller Hühner, die in der Eierindustrie gehalten werden.
  • Bei Hühnern in der Fleischproduktion ist die Konzentration noch stärker: 2023 wurden fast 80 % aller Hühner in der Mast in Betrieben mit mehr als 50.000 Haltungsplätzen gehalten. Betriebe mit weniger als 10.000 Plätzen hielten dagegen weniger als 1 % des deutschen Bestandes an Hühnern in der Mast.

Diese Zahlen zeigen: Gerade bei Hühnern ist die landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland hochgradig konzentriert und industriell organisiert.12.

Schätzungen des Statistischen Bundesamts, von Journalist*innen sowie Verbraucher*innen- und Tierschutzorganisationen nach hat Fleisch aus der „Massentierhaltung“ in Deutschland einen Anteil von mindestens 94 % (und für den Rest der EU sieht es ähnlich aus)15,16,17,18,19.

Diese Zahl spiegelt umgekehrt die Produktion von Fleisch aus sogenannter „ökologischer Haltung“ wider. Denn nur Produkte, die unter konventionellen Bedingungen hergestellt wurden, gelten hier als Produkte aus der „Massentierhaltung“.

Und wie viele Tiere leben unter dieser Annahme in Deutschland in „Massentierhaltung“? Denn es gibt ja noch andere Produkte außer Fleisch, die aus der Ausbeutung von Tieren stammen. Eier haben sogar den höchsten Bio-Anteil in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, nämlich etwa 14,6 %20. In geringerem Maße gilt das auch für Milch(-produkte), wo der Bio-Anteil bei etwa 4,5  % liegt21.

Legt man das und die Annahme zugrunde, dass nur konventionell gehaltene Tiere in „Massentierhaltung“ leben, werden in Deutschland etwa 94 % der Tiere unter Bedingungen gehalten, die als „Massentierhaltung“ gelten22. 

Es stimmt, dass Produkte aus konventioneller Haltung in der Regel auch aus größeren Betrieben stammen. Umgekehrt stammen allerdings Produkte, die unter Bio-Bedingungen hergestellt werden, oft auch aus „Massentierhaltung“.
Bio-Betriebe müssen den Tieren zwar Auslauf bieten. Zudem werden dort weniger Tiere gehalten. Das führt allerdings nicht zwangsläufig zu besseren Bedingungen für die Tiere.

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) der Bundesregierung und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sehen keine Anhaltspunkte, dass es Tieren in kleineren Betrieben automatisch besser geht als Tieren in größeren Betrieben1.

Krankheiten und Verletzungen der Tiere finden sich bei allen sogenannten Nutztieren und in jeder „Haltungsform“3.

Außerdem dürfen beispielsweise in der Eierindustrie auch unter Bio-Bedingungen bis zu 3.000 Hühner in einer Halle gehalten werden – oft werden in noch größere Hallen Trennwände eingezogen und mehrere „3.000-Einheiten“ als „Herden“ nebeneinander geschaltet; in der konventionellen Haltung sind es bis zu 6.000 Tiere pro „Herde“23,24

Hühner in einem Bio Betrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Hühnerhaltungsbetrieb in Deutschland. Das Bild stammt aus einem deutschen Bio-Betrieb: Auch dort werden Tiere dicht an dicht gehalten.

Als „angenehme Herdengröße“ für Hühner werden eigentlich 5 bis 20 weibliche und ein männliches Huhn angegeben25.

Weil über 90 % der landwirtschaftlich genutzten Tiere in Deutschland so gehalten werden, finden wir von Animal Equality den Begriff „Massentierhaltung“ irreführend und sehen die Formulierung „landwirtschaftliche Tierhaltung“ als passender an – weil nahezu alle Tiere in der Landwirtschaft in Deutschland davon betroffen sind.

Unabhängig davon nimmt auch die Anzahl an Rindern, Schweinen und Hühnern pro Tierhaltungsbetrieb seit Jahren immer weiter zu14,26. Unter anderem wegen der Spezialisierung der Betriebe, durch die „Massentierhaltung“ unter anderem charakterisiert werden kann. Das gilt insbesondere auch für Betriebe, in den Schweine gehalten werden27.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Wie werden Schweine gehalten?

Etwa 44,9 Millionen  Schweine wurden 2025 allein in Deutschland getötet10. Fast alle von ihnen wurden vorher in „Massentierhaltung“ gehalten. Auch der Bio-Anteil ist in der sogenannten „Schweinemast“, im Vergleich zu anderen Tieren, am niedrigsten. 2023 wurden nur etwa 1 % der Schweine ökologisch gehalten.27.


Die Schweinehaltung findet in Deutschland fast immer in geschlossenen Ställen statt. Nach der letzten Landwirtschaftszählung standen 96 % der Schweine auf Spaltenböden; 79 % wurden auf sogenannten Vollspaltenböden gehalten. Diese Böden bestehen meist aus Beton, teils auch aus Metallgittern.28. Die Spalten sollen Kot und Urin nach unten ableiten – für die Tiere bedeuten sie jedoch harte, reiz- und strukturarme Böden, auf denen sie ihre natürlichen Verhaltensweisen kaum ausleben können. Schweine werden für etwa 6 Monate fettgefüttert („gemästet“), bis sie bei einem „Schlachtgewicht“ von etwa 120 kg getötet werden29.

Schwein in einem Mastbetrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Schweinehaltungsbetrieb in Deutschland: Fast alle Schweine in Deutschland werden auf Spaltenböden gehalten.

Nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung müssen Schweine, die für ihr Fleisch gehalten werden, nur sehr wenig Platz haben:

  • 0,5 m², wenn sie zwischen 30 und 50 kg wiegen,
  • 0,75 m², wenn sie zwischen 50 und 110 kg wiegen,
  • 1,0 m², wenn sie mehr als 110 kg wiegen.

Eine gesetzliche Pflicht zu Auslauf oder Freilandhaltung gibt es für Schweine in der konventionellen Haltung nicht. In der Bio-Haltung gelten zwar höhere Mindestflächen und Auslaufvorgaben: Bei Schweinen zwischen 85 und 110 kg sind es mindestens 1,3 m² Stallfläche plus 1,0 m² Auslauf, bei Tieren über 110 kg 1,5 m² Stallfläche plus 1,2 m² Auslauf. Auch das bleibt jedoch weit entfernt von einem Leben, in dem Schweine ihre Bedürfnisse wirklich ausleben könnten.

Freilandhaltung bei Schweinen kommt in Deutschland nur sehr selten vor. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft schreibt dazu, dass Schweine heute „nur noch sehr selten“ auf der Weide gehalten werden.
Gleichzeitig konzentriert sich die Schweinehaltung immer stärker auf größere Betriebe. 2025 hielt ein schweinehaltender Betrieb in Deutschland im Durchschnitt gut 1.400 Schweine. In der Schweinemast zeigt sich die Konzentration besonders deutlich: Rund 58 % der Schweine standen 2025 in Betrieben mit mehr als 1.000 Schweinen. Rund 27 % standen sogar in Betrieben mit mehr als 2.000 Schweinen.27.

Kastenstandhaltung von Schweinen

Die Mutterschweine, von der Industrie „Zuchtsauen“ genannt, werden häufig – trotz eines weitgehenden Verbots im Zuge der siebten und achten Änderung der TierSchNutztV aus dem Jahr 2021 – für lange Zeit in Kastenständen gehalten. Das Verbot beinhaltet nämlich sehr lange Übergangsfristen:

Noch bis mindestens Anfang 2029 dürfen die Mutterschweine für 70 Tage pro Geburtsvorgang in Kastenständen gehalten werden. Bei durchschnittlich 2,3 Geburten pro Schwein und Jahr (fast ausschließlich nach künstlicher Besamung) macht das ca. 161 Tage, also über 5 Monate, und damit ca. 44 % eines Jahres, aus.

Die Kastenstandhaltung ist in Deutschland seit Jahren weit verbreitete Praxis und betrifft ca. 1,42 Millionen weibliche Schweine32.

Weitere „Standards“ in der Schweinehaltung

Kastenstände, kaum Platz, in den wenigsten Fällen Auslauf. Schweine in der „Massentierhaltung“ – also nahezu alle der 21,5 Millionen in Deutschland gehaltenen Schweine – können ihre Grundbedürfnisse und Instinkte nicht ausleben.

Darüber hinaus haben Untersuchungen gezeigt, dass viele Schweine krank oder verletzt sind. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat die Daten verschiedener Studien zur Gesundheit von Tieren zusammengetragen. Viele Schweine haben:

  • Abszesse (das sind Eiteransammlungen)
  • Lungenentzündungen 
  • offene Wunden.

Fast 40 % der untersuchten Schweine in der konventionellen Tierhaltung wiesen solche Erkrankungen oder Verletzungen auf3. Und das können wir bestätigen: Viele Schweine, denen wir bei unseren Recherchen begegnet sind, weisen solche Verletzungen auf.

Aber in der Bio-Haltung, die ja angeblich keine „Massentierhaltung“ ist, muss es doch wesentlich besser sein, oder nicht? Nein: in der Bio-Haltung sind es etwa 35 %3.

Werden Schweinen in Deutschland die Schwänze gekürzt?

Dazu werden Schweine routinemäßig verstümmelt. Tierhalter*innen wenden dabei brutale Praktiken an: So ist es erlaubt, Ferkeln ohne Betäubung

  • ihre Zähne abzuschleifen, bis sie acht Tage alt sind und
  • ihre Schwänze abzuschneiden, bis sie vier Tage alt sind.

So steht es im Tierschutzgesetz (TierSchG)33.

Aber das routinemäßige Abschneiden der Schwänze ist doch verboten?

Ja, eigentlich schon. Das ist in der EU seit Anfang der 1990er-Jahre nicht mehr erlaubt, bzw. nur noch in Ausnahmefällen34. Das TierSchG behandelt also lediglich die Frage, ob mit oder ohne Narkose. 

Dennoch hat ein Audit der EU-Kommission 2018 ergeben, dass 95 % der in Deutschland geborenen oder nach Deutschland importierten Schweine die Schwänze entfernt wurden35. 

Auch 2026 heißt es auf der Webseite des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BIZ): 

Gesetzlich ist das Kupieren der Schwanzspitze von Schweinen […] nur im Ausnahmefall zulässig, wenn durch andere Maßnahmen Schwanzbeißen nicht verhindert werden kann. Da das in sehr vielen Betrieben der Fall ist, ist aus der Ausnahme aber eher eine Standardmaßnahme geworden.

Aus Artikel „Schweine – am besten mit Ringelschwanz“ auf landwirtschaft.de36

Der Grund: fehlendes Wohlbefinden und Stress, ausgelöst etwa durch Langeweile oder nicht ausreichend Bewegungsfreiheit36

Viele Schweine entwickeln auch eine Reihe anderer Verhaltensstörungen, wie

  • „Weben“ (grundloses, rhythmisches Kopfschütteln),
  • „Trauern“ (apathisches Sitzen mit gesenktem Kopf),
  • „Leerkauen“ (Essbewegungen ohne Futter),
  • „Stangenbeißen“ (in Käfigstangen beißen, häufig in Kastenständen),
  • „Vulva- und Ohrenbeißen“ und eben das „Schwanzbeißen“.

Diese Verhaltensstörungen können in vielen Fällen auf die Lebensbedingungen – insbesondere Platzmangel und fehlende Beschäftigung – zurückgeführt werden37.

Dicht aneinander gedrängte Schweine in einem deutschen Schweinehaltungsbetrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Schweinehaltungsbetrieb in Deutschland: Die Schweine sind dicht aneinander gedrängt. Im Bild ist auch eine sogenannte Beschäftigungsmöglichkeit zu sehen, die Verhaltensstörungen der Tiere vorbeugen soll.

Mit anderen Worten heißt das, dass die Schwänze der Tiere vorbeugend abgeschnitten werden, weil die Tiere so gestresst sind, dass sie einander die Schwänze abbeißen.

Dabei handelt es sich um ein wiederkehrendes Muster, das wir immer wieder sehen, wie auch dieser Artikel zeigt und zeigen wird: Tiere in der Landwirtschaft werden in katastrophalen Zuständen gehalten, aber sie werden lieber verstümmelt, als dass die katastrophalen Zustände behoben werden. Und das hilft nicht einmal wirksam, die Tiere davor zu schützen, einander im Zuge von Verhaltensstörungen zu verletzen.

Es geht darum, finanzielle Gewinne zu maximieren und Verluste zu verringern. Die Tiere werden dabei nur als Kostenfaktor betrachtet, als Produktionsmittel, als Waren. Sowohl in der konventionellen als auch der ökologischen Tierhaltung.

Werden Ferkel in Deutschland kastriert?

Eine weitere, auch heute noch gängige Praxis: Männlichen Ferkeln werden die Hoden abgeschnitten, weil das Fleisch männlicher Schweine anderenfalls den sogenannten Ebergeruch entwickeln kann, der von manchen Menschen als unangenehm empfunden wird38

Die Kastration von Ferkeln ist in Deutschland zwar seit dem 01.01.2021 nicht mehr ohne Narkose erlaubt, bleibt aber weitverbreitet39.

Für die Operation wird in der Regel keine Narkose durch eine Injektion gewählt, sondern die sogenannte Isoflurannarkose, da sie ohne Spritze auskommt – und deshalb die Betäubung und Kastration von Landwirt*innen selbst ausgeführt werden darf. Dafür brauchen sie lediglich einen „Sachkundenachweis“39.

Dabei gäbe es Alternativen, die ohne chirurgische Entfernung der Hoden auskommen. Die Immunokastration spielt in Deutschland jedoch weiterhin nur eine geringe Rolle. Nach einem Branchenbeitrag von 2026 machen Immunokastraten etwa 5 % und unkastrierte Eber etwa 15 % aller Schlachtschweine aus. Der überwiegende Teil der männlichen Ferkel wird demnach weiterhin durch Entfernung der Hoden kastriert.39,40. Diese Form der Kastration wird aus Kostengründen bevorzugt40.

Ferkel wird ohne Narkose kastriert
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Schweinehaltungsbetrieb in Mexiko.

2024 haben wir unsere bis dahin längste Undercover-Recherche veröffentlicht: Für 120 Tage arbeitete ein verdeckter Ermittler von Animal Equality in einem der größten Schweine-Zuchtbetriebe Deutschlands. In dem Betrieb wurden rund 25.000 Schweine gehalten. Die Aufnahmen zeigen ein System aus Gewalt, Vernachlässigung und wiederkehrenden Verstößen gegen Tierschutzvorgaben: Ferkel und Mutterschweine wurden misshandelt, unzureichend versorgt und teils durch illegale Praktiken getötet. Die Recherche zeigt, dass das Leid der Tiere kein Einzelfall ist, sondern tief in der industriellen Schweinehaltung verankert ist.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Wie werden Hühner gehalten?

Hühner in der Fleischproduktion

Etwa 640,3 Millionen „Masthühner“ wurden 20251 allein in Deutschland für die Produktion von Fleisch gehalten und geschlachtet, also getötet10. Sie werden mit Tausenden anderer Hühner in riesigen Hallen gehalten – weiter oben haben wir ja schon einige Beispiele aus der Hühnerhaltung gesehen.

Zur Erinnerung: Hühner in der Fleischproduktion leben in Deutschland fast nie in kleinen Gruppen. Fast 80 % werden in Betrieben mit mehr als 50.000 Mastplätzen gehalten.12.

Wie leben „Masthühner“ in Deutschland?

Die meisten Hühner in der Fleischproduktion leben in geschlossenen Hallen ohne Auslauf ins Freie. Die gesetzlichen Mindestvorgaben verlangen lediglich Tageslichteinfall, eine Mindestbeleuchtung und trockene, lockere Einstreu; Sitzstangen, erhöhte Ebenen oder ein Außenbereich gehören in der niedrigsten Haltungsform-Stufe nicht zum Standard.41,42

Da – wie wir gleich sehen werden – die Tiere bis zu ihrer Tötung nur kurz gehalten werden, wird die Einstreu in der Regel nicht gewechselt und von den Ausscheidungen der Tiere getränkt.

Hühner in der Fleischproduktion stammen im Lebensmitteleinzelhandel weiterhin fast ausschließlich aus niedrigen Haltungsstufen. Nach den Haltungsform-Jahreszahlen für 2024 entfielen 88,6 % des Hähnchenfleischs im Selbstbedienungssortiment auf Haltungsform 2 „Stallhaltung Plus“. Bei Putenfleisch lag der Anteil bei 78,0 %. Diese Haltungsform geht zwar etwas über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus, bleibt aber Stallhaltung: Die Tiere leben ohne Auslauf ins Freie und mit sehr wenig Platz.44

Hinter „Stallhaltung Plus“ steht also weiterhin eine sehr intensive Stallhaltung: Gegen Ende der Mast teilen sich häufig 16 bis 26 Hühner einen Quadratmeter Stallboden. Einen Auslauf ins Freie haben sie nicht.42.

Und das heißt fast immer: schnell wachsende „Rassen“, also Zuchtlinien, die gezüchtet wurden, um besonders schnell ein sehr hohes Gewicht zu erreichen. Das schnelle Wachstum belastet ihre Körper so sehr, dass sie an Herzinfarkten, Organversagen und schmerzhaften Deformationen ihrer Beine leiden41,45.
Hühner, die in Deutschland für ihr Fleisch gehalten werden, leben fast ausschließlich in Bodenhaltung auf Einstreu. In der Regel bedeutet das: geschlossene Stallhaltung ohne Auslauf ins Freie. Auslauf- oder Freilandhaltung gibt es in der Hühnermast nur in sehr geringem Umfang46.

Totes Huhn in einem Mastbetrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Hühnerhaltungsbetrieb in Deutschland. Das extrem schnelle Wachstum führt zu schweren körperlichen Belastungen. Die Tiere erleiden oft Herzinfarkte, Organversagen oder haben körperliche Deformationen.

Die heute eingesetzten schnell wachsenden Zuchtlinien sind darauf ausgelegt, in kürzester Zeit möglichst viel Körpermasse anzusetzen. Eine Studie, die Hühnerlinien aus den Jahren 1957, 1978 und 2005 verglich, zeigte: Das Wachstum moderner Masthühner hatte sich gegenüber 1957 um mehr als 400 % erhöht. In der konventionellen Haltung erreichen diese Tiere ihr Schlachtgewicht nach nur etwa 28 bis 42 Tagen. Hühner könnten dagegen mehrere Jahre alt werden – häufig drei bis fünf Jahre, einzelne Tiere auch sieben Jahre.47.

Wir haben schon detailliert berichtet, was in der Hühnerhaltung wirklich passiert48, und Undercover-Recherchen in über 30 Hühnerhaltungsbetrieben aus verschiedenen Ländern veröffentlicht. Drei davon waren aus Deutschland. Wir haben gesehen, wie Menschen die Tiere absichtlich treten oder denen ihre Genicke brechen, die sie für „nicht profitabel“ halten.

Und die anderen Vögel? Wie werden Puten und Enten in Deutschland gehalten?

Die Bedingungen für die anderen Vögel in der Landwirtschaft in Deutschland, den Puten, Enten und Gänsen sehen nicht besser aus. Tatsächlich gibt es keine spezifischen Vorschriften für die Haltung von Puten, Enten und Gänsen in Deutschland, sie sind in der TierSchNutztV nicht gesondert aufgeführt49.

Besonders deutlich wird diese Lücke bei Puten: Ihre Haltung orientiert sich in der Praxis seit Jahren an den sogenannten „Bundeseinheitlichen Eckwerten“. Diese sind jedoch keine rechtsverbindliche Verordnung, sondern beruhen auf einer freiwilligen Vereinbarung. Nach diesen Eckwerten können bei Putenhennen bis zu 52 kg Lebendgewicht pro Quadratmeter Stallfläche und bei Putenhähnen bis zu 58 kg pro Quadratmeter vorgesehen sein. Zum Vergleich: Bei Hühnern in der Fleischproduktion liegt die gesetzliche Obergrenze bei 39 kg pro Quadratmeter.

Im April 2026 hat das Bundesverwaltungsgericht diese Praxis zusätzlich unter Druck gesetzt: Es entschied, dass die Haltungsbedingungen in einem konkreten Putenmastbetrieb nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar waren. Dabei ging es unter anderem um sehr große Gruppen, hohe Besatzdichten und kaum strukturierte Ställe. Das Urteil zeigt: Freiwillige Branchenstandards reichen nicht aus, um die Bedürfnisse der Tiere wirksam zu schützen.42.

Puten in einem Haltungsbetrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Putenhaltungsbetrieb im Vereinigten Königreich.

Das gilt nur in den höchsten Haltungsformen nicht: In der Haltungsform 5 „Bio“ liegt die Besatzdichte bei Hühnern und Puten bei maximal 21 kg pro Quadratmeter42. Höhere Haltungsformen spielen bei Geflügelfleisch jedoch weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. 2024 entfielen bei Hähnchen 88,6 % des Selbstbedienungssortiments auf Haltungsform 2; Haltungsform 5 „Bio“ erreichte 4,8 %. Bei Puten blieb Haltungsform 2 mit 78,0 % ebenfalls die häufigste Haltungsform43.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hatte bereits Ende 2022 Eckpunkte für Mindestanforderungen an die Haltung von Puten in der Mast vorgelegt. Bislang sind Puten in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung jedoch weiterhin nicht mit eigenen spezifischen Haltungsvorgaben geregelt. 2026 stellte das Bundesverwaltungsgericht zudem klar, dass fehlende Detailvorgaben in der Verordnung Behörden nicht daran hindern sollten, bei tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen einzuschreiten. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland etwa 27,6 Millionen Puten geschlachtet, also getötet.10.

Eine unserer Recherchen in einem der größten Entenhaltungsbetriebe in Deutschland hat gezeigt, dass die Bedingungen für Enten ebenso katastrophal sind. 

Recherche in einem Entenmastbetrieb
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Entenhaltungsbetrieb in Deutschland.

Qualzucht, Brutalität gegen die Tiere und offensichtliche Verletzungen. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland etwa 8,3 Millionen Enten geschlachtet, also getötet.10.

Hühner in der Eierproduktion

Etwa 45,2 Millionen Hühner wurden im Jahr 2025 in Deutschland zur Eierproduktion gehalten12.

Wie viele Eier legt ein Huhn?

Auch diese Hühner wurden auf „Hochleistung“ gezüchtet. Wie viele Eier legt so eine „Legehenne“? Die jahrzehntelange Zucht hat dazu geführt, dass jedes Huhn im Jahr 2025 im Schnitt 304 Eier gelegt hat50.

Begriffe wie „Legehenne“ oder „Masthuhn“ transportieren den Gedanken, dass Tiere für Menschen nutzbar sind und reduzieren die Tiere sogar auf diesen Nutzen. Wir von Animal Equality vermeiden deshalb die Verwendung solcher Begriffe und nutzen bevorzugt Formulierungen wie „Hühner in der Eierindustrie“ oder „Hühner, die für ihr Fleisch gehalten und getötet werden“.

Um sprachlich zu vereinfachen, setzen wir die Begriffe manchmal in Anführungszeichen, wie wir es auch mit anderen gängigen Begriffen aus der Landwirtschaft machen, die den Umgang mit Tieren beschönigen.

Wie viele Eier haben Hühner vor der Zucht gelegt? Also, wie viele Eier legt die Stammform, das Bankivahuhn, aus der alle sogenannten Haushühner gezüchtet wurden? Etwa 8 Eier pro Jahr51, also fast 40 Mal weniger.

Durch die Zucht auf „Legeleistung“, also die Produktion möglichst vieler Eier, werden viele Hühner krank:

  • Das betrifft die Legeorgane, die nicht an diese Eiablage angepasst sind – die Hühner erleiden oft Eileiterentzündungen
  • Die hohe Eierproduktion bringt den Kalzium-Haushalt durcheinander. Die Hühner brechen sich oft die Knochen und erkranken an Osteoporose52,53,54,55.
  • Dazu kommen Verhaltensstörungen wie das Federpicken bei sich selbst oder anderen Hühnern sowie Kannibalismus55.

Die Eierproduktion verbraucht so viel Kalzium, dass die Knochen der Hühner regelmäßig brechen. Eine Studie hat das untersucht:

  • 150 Hühner wurden über 10 Monate beobachtet. 
  • 97 % der Hühner haben sich in dieser Zeit das Brustbein gebrochen.
  • Im Schnitt wies jedes Huhn 3 Knochenbrüche auf.
  • Einzelne Tiere hatten bis zu elf Knochenbrüche52

Andere Studien, auch mit mehr Hühnern, bestätigen das grundsätzlich, auch wenn anteilig weniger Tiere betroffen waren53,54

In der Studie wird jedoch auch angegeben, dass es möglich ist, dass in anderen Studien viele Knochenbrüche – vor allem länger zurückliegende – möglicherweise nicht festgestellt werden konnten: Die Hühner wurden oft nur abgetastet, in dieserStudie wurden sie geröntgt52.

Die Studie zeigt damit, dass Brustbeinbrüche bei Hühnern in der Eierindustrie ein massives Problem sind: In dieser Untersuchung erlitten 97 % der Hühner im Laufe ihres Lebens mindestens einen Knochenbruch.

Um noch einmal auf Unterschiede zwischen „Massentierhaltung“ und „ökologischer Tierhaltung“ zu kommen: Diese hohe Zahl an Knochenbrüchen gibt es sowohl in konventioneller als auch in Bio-Haltung.

Das überrascht auch nicht sonderlich: Denn die Haltungsform macht für die „Legeleistung“ kaum einen Unterschied. 

Im Jahr 2025 hat jedes Huhn in Deutschland durchschnittlich 304 Eier gelegt50. Aufgeteilt in verschiedene Haltungsformen waren das im Schnitt

  • 298 Eier in ökologischer Erzeugung,
  • 301 Eier in Freilandhaltung,
  • 306 Eier in Bodenhaltung und
  • 317 Eier in sogenannten Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen50.

Bei den heute dominierenden Haltungsformen Bodenhaltung, Freilandhaltung und Bio-Haltung liegt der Unterschied damit nur bei wenigen Prozent.

Im Jahr 2020 haben wir im Vereinigten Königreich in Hühnerhaltungsbetrieben für die Eierproduktion in „ausgestalteten Käfigen“ ermittelt. In einem Betrieb in West Sussex haben wir Hühner mit starkem Federverlust dokumentiert, die teilweise fast vollständig kahl waren. Andere haben nicht überlebt. Unsere Aufnahmen zeigen auch verwesende Körper in Käfigen neben noch lebenden Hühnern.

Die Haltung in „Kleingruppen“ und „ausgestalteten Käfigen“ war eine Art Nachfolge der in Deutschland bereits verbotenen klassischen Käfighaltung. Auch diese letzte Form der Käfighaltung ist in Deutschland seit dem 1. Januar 2026 verboten. Bis Ende 2025 wurden jedoch noch Hühner in Kleingruppenkäfigen gehalten; 2025 entfielen 3,1 % der Eierproduktion auf Kleingruppen und ausgestaltete Käfige, die durchschnittliche Zahl der dort gehaltenen Hühner lag bei knapp 1,4 Millionen Tieren.12.

Wie leben „Legehennen“ in Deutschland?

Was wie ein großer Fortschritt für die Hühner in Deutschland klingt – und es mag sogar ein Fortschritt sein – verbessert die Zustände für die Hühner in der Eierproduktion jedoch längst nicht ausreichend. Ganz abgesehen davon, dass die Ausbeutung von Tieren für Menschen an sich inakzeptabel ist.

Obwohl ein weibliches Huhn bis zu 7 Jahre alt werden könnte47, lebt sie in der Eierindustrie in Deutschland durchschnittlich nur 12 bis 18 Monate12. Die Hühner wachsen auf, müssen in einer ihrer „Legeperioden“ so viele Eier legen, wie es geht, und werden getötet, weil sie in die Mauser kommen und dann erst einmal keine Eier mehr legen. Diese aus der Eierproduktion aussortierten Hühner werden als „Suppenhühner“ vermarktet57.

Sie erleben in ihrer kurzen Lebenszeit 5 Etappen, die wir hier schon im Detail dargestellt haben56:

  • Vermehrung,
  • „Brüterei“, also Hühnerschlupfbetrieb,
  • „Junghennenaufzucht“,
  • „Legebetrieb“ und
  • Schlachthaus23,56,57,58

Auch über die Schlachtung von Hühnern haben wir bereits ausführlich berichtet58. Insgesamt müssen die Tiere also 3 Lebendtransporte überstehen – dabei sterben bereits viele Tiere.

Fast alle Hühner in Deutschland – ob für die Produktion von Fleisch oder Eiern benutzt – werden in nur wenigen Betrieben geboren. Im Jahr 2024 gab es in Deutschland 44 Brütereien, oder besser gesagt: Hühnerschlupfbetriebe. Im selben Jahr schlüpften dort etwa 672,5 Millionen Hühnerküken für die Fleischproduktion und 20,9 Millionen Hühnerküken aus Legerassen zum Gebrauch. Zusammen waren das rund 693 Millionen Hühnerküken.

Rein rechnerisch bedeutet das pro Brüterei im Schnitt:

  • fast 15,8 Millionen geschlüpfte Hühnerküken pro Jahr,
  • über 43.000 Küken pro Tag,
  • rund 1.800 Küken pro Stunde59.
  • Bei Zuchtlinien, die für die Produktion von Fleisch benutzt werden, sind die Zahlen besonders hoch: 2024 schlüpften in Deutschland rund 672,5 Millionen Hühnerküken aus Mastrassen. Das sind rechnerisch mehr als 76.000 Küken pro Stunde.
  • Bei Zuchtlinien, die für die Eierproduktion benutzt werden, waren es deutlich weniger: 2024 schlüpften rund 20,9 Millionen Küken aus Legerassen – immer noch fast 2.400 Küken pro Stunde. Seit dem Verbot des Kükentötens werden männliche Küken aus Legerassen in Deutschland nicht mehr wie früher unmittelbar nach dem Schlupf getötet; die Zahl der geschlüpften Legeküken ist seitdem deutlich zurückgegangen59.

Die Lebensbedingungen der meisten Hühner in der Eierindustrie entsprechen grob denen der Hühner in der Fleischproduktion. Mit der Ausnahme, dass wesentlich weniger Hühner pro Quadratmeter erlaubt sind und dass es oft Sitzmöglichkeiten gibt. Wie bei Hühnern in der Fleischproduktion müssen mindestens 3 % der Grundfläche der Halle als Fenster vorhanden sein – das gilt für alle Haltungsformen, bei der Kunstlicht ausreicht57.

Sowohl in Bodenhaltung als auch Freilandhaltung werden etwa 9 Hühner pro Quadratmeter gehalten. In der Bio-Haltung sind es etwa 6 Hühner pro Quadratmeter52. Im Jahr 2025 verteilte sich der durchschnittliche Bestand der Hühner in der Eierindustrie in Deutschland ungefähr wie folgt:

  • etwa 57 % in Bodenhaltung,
  • knapp 25 % in Freilandhaltung,
  • knapp 15 % in ökologischer Erzeugung,
  • rund 3 % in Kleingruppen- und Käfighaltung.20,57.

In der Bodenhaltung gibt es oft Sitzmöglichkeiten – denn dann dürfen, auf mehreren Etagen, bis zu 18 Hühner pro Quadratmeter gehalten werden.

Unter Bio-Bedingungen werden etwa 6 Hühner pro Quadratmeter gehalten57. Dabei ist zu beachten, dass diese Hühner (verglichen mit Hühnern, die für die Produktion von Fleisch benutzt werden) wesentlich länger unter diesen Bedingungen gehalten werden – und sie, wie oben beschrieben, durch die Zucht auf Hochleistung unter Krankheiten und Verletzungen leiden. Das gilt auch für Hühner in Bio-Haltung, weil sie im Schnitt nur unwesentlich weniger Eier legen50.

Auch die Anzahl der Tiere, die vorzeitig im Betrieb sterben – die sogenannte Verlustrate – unterscheidet sich kaum zwischen konventioneller und ökologischer Haltung: Die Ergebnisse einer Untersuchung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ergaben folgende „Verlustraten“:

  • 11,6 % der Hühner in konventionellen Betrieben und
  • 9,7 % der Hühner in Bio-Betrieben sind vorzeitig gestorben60.

Wir haben darüber berichtet: Auch für Eier sterben Hühner60,61. Demnach überlebt bis zu jedes zehnte Huhn die Bedingungen in der Eierproduktion nicht.

Wir haben sowohl in konventionellen als auch in Bio-Betrieben in der deutschen Eierindustrie ermittelt. Und wir sehen es also auch in unseren Undercover-Recherchen: Die Lebensrealitäten der Tiere in verschiedenen „Haltungsformen“ sind – wenn überhaupt – kaum zu unterscheiden.

Werden für die Produktion von Eiern Küken getötet?

Etwa die Hälfte der Embryonen in befruchteten Bruteiern aus Zuchtlinien für die Eierproduktion entwickelt sich männlich. Für die Eierindustrie gelten diese Tiere als „unprofitabel“: Sie können keine Eier legen und wachsen zugleich langsamer und mit weniger Fleischansatz als Hühner aus Zuchtlinien, die für die Fleischproduktion genutzt werden.

Früher wurden männliche Küken aus Legelinien in Deutschland kurz nach dem Schlupf getötet, in der Regel noch am ersten Tag. Meist wurden sie mit CO₂ vergast. Dadurch wurden in Deutschland jährlich etwa 45 Millionen männliche Küken aus rein kommerziellen Gründen getötet. Seit dem 01.01.2022 ist das Töten männlicher Küken wegen ihres Geschlechts in Deutschland verboten.

Heute werden männliche Tiere aus Legelinien entweder als sogenannte „Bruderhähne“ aufgezogen oder bereits vor dem Schlupf aussortiert, wenn ihr Geschlecht im Brutei bestimmt wurde. Die In-ovo-Geschlechtsbestimmung hat stark zugenommen: Anfang 2024 wurden nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft bereits rund 70 % der männlichen Embryonen im Ei erkannt. Gleichzeitig sank die Zahl der Bruderhähne von 10,6 Millionen im Jahr 2022 auf 4,9 Millionen im Jahr 2024.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Wie werden Rinder gehalten?

Im Jahr 2025 wurden allein in Deutschland etwa 2,8 Millionen Rinder geschlachtet, also getötet10.

Etwa ein Drittel davon waren weibliche Rinder: 2025 wurden in Deutschland rund 938.000 weibliche Rinder geschlachtet. Viele von ihnen waren Rinder, die in der Milchindustrie genutzt und anschließend „aussortiert“ wurden.62.

Rinder in der Milchindustrie

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 3,6 Millionen „Milchkühe“ gehalten63. Also Rinder, die für ihre Milch ausgebeutet werden.

Wie leben „Milchkühe“ in Deutschland?

Obwohl viele Menschen das Bild von grasenden Rindern im Freien im Kopf haben, leben die meisten Rinder in Deutschland in der „Massentierhaltung“. 91 % der Rinder leben nicht einmal unter Bio-Bedingungen22.

Die Rinder, die überhaupt Zugang zu Weiden haben, haben ihn in der Regel auch recht begrenzt. Zum Beispiel schreiben nur höhere Haltungsformen überhaupt Außenklima, Auslauf oder Weidezugang vor. Für sogenannte „Weidemilch“ gilt als übliches Mindestkriterium, dass Kühe an mindestens 120 Tagen im Jahr für jeweils mindestens 6 Stunden auf der Weide stehen können64,65.

2024 verarbeiteten in Deutschland 137 Molkereien insgesamt rund 34,2 Millionen Tonnen Rohmilch66. „Weidemilch“ bleibt dabei ein Nischenprodukt: Der Begriff ist in Deutschland lebensmittelrechtlich nicht einheitlich definiert oder geschützt. Aktuelle Abfragen großer Molkereien zeigen jedoch, dass nur wenige Anbieter Milch aus Weidehaltung in relevantem Umfang vertreiben.

Und selbst wenn die Kriterien von „Weidemilch“ eingehalten werden, bedeutet es, dass die Tiere für 8 Monate im Jahr ganztags in „Laufställen“ gehalten werden dürfen. Rinder mit Weideauslauf haben ihn in Deutschland im Schnitt für 6 Monate65.

In der Realität sehen aber die meisten Tiere niemals eine Weide: 

  • Im Jahr 2020 hatten mehr als 2 von 3 Rindern in der Milchindustrie keinen Weidegang: Nur 31 % der Tiere hatten Weidegang, 69 % hatten ihn nicht.
  • Mehr als 4 von 5 Rindern in der Milchindustrie (89 %) wurden in Laufställen gehalten.
  • Etwa jedes zehnte Rind in der Milchindustrie wurde weiterhin in Anbindehaltung gehalten; 35 % der Betriebe mit Rindern in der Milchindustrie hielten die Tiere in einem Anbindestall, die Mehrzahl davon in ganzjähriger Anbindehaltung.67.

In der „Anbindehaltung“ werden die Rinder wegen extremer Platzbegrenzung fest angebunden – mit Metallstangen, Ketten oder Seilen um den Hals. Bis zu 24 Stunden am Tag dürfen Rinder in der „Anbindehaltung“ angebunden sein. Sie können sich dabei weder fortbewegen noch umdrehen68.

Geben „Milchkühe“ nur Milch, wenn sie schwanger sind?

Rinder sind Säugetiere und Säugetiere geben nur Milch, wenn sie Kinder bekommen69. Dafür werden die Rinder in der Milchindustrie künstlich besamt70.

„Milchkühe“ geben also nicht erstmals Milch, wenn sie schwanger sind, sondern sie geben für etwa 10 Monate Milch, wenn sie ein Kind bekommen haben69. Deshalb werden sie wieder und wieder dazu gezwungen, Kälber zu gebären, weil sie sonst aufhören würden, Milch zu produzieren.

Die künstliche Besamung ist für die Tiere stressig und findet erstmals im Alter von etwa 15 Monaten statt71. Nach der Geburt wird einem Rind für etwa 10 Monate ihre Milch genommen. Damit die Milchproduktion sich nicht verringert, wird sie 6 bis 8 Wochen nach der Geburt erneut künstlich besamt und gebärt so etwa ein Kind pro Jahr69

künstliche besamung von kühen
Symbolbild: Fast alle „Milchkühe“ in Deutschland werden künstlich besamt.

​​Ab der Geburt ihres erstens Kindes wird ihr – bis auf die zwei Monate vor der Geburt jedes weiteren Kindes – konstant ihre Milch genommen69. Sie wird im Schnitt nach 5 bis 6 Jahren getötet72 und hat 2 bis 3 Kinder bekommen73. Die Rinder in der Milchindustrie wurden in den vergangenen Jahren immer jünger und es gibt immer weniger alte Tiere – die Rinder werden also immer früher getötet74.

Bis zu 25 Jahre alt können Rinder eigentlich werden72.

Die Rinder in der Milchindustrie werden ab der ersten Besamung einem Zyklus aus

  • Schwangerschaft,
  • Geburt und
  • Milchproduktion

ausgesetzt – für den Rest ihrer Leben.

Zusammen mit der langjährigen Zucht auf immer höhere Milchproduktion belastet das ihre Körper stark und führt oft zu schweren Krankheiten.

Wie viel Milch gibt eine „Milchkuh“?

2.400 Liter Milch im Jahr. So viel hat ein Rind in der Milchindustrie in Deutschland im Durchschnitt ungefähr produziert – im Jahr 195075. Und das entspricht auch ungefähr der Menge, die ein Rind braucht, um ihr Kind zu ernähren76. Das sind etwa 8 Liter am Tag (bezogen auf die 10 Monate, in denen sie Milch produzieren).

9.200 Liter Milch im Jahr. So viel produziert ein Rind in der Milchindustrie in Deutschland im Durchschnitt ungefähr – heute75. Das sind etwa 30 Liter am Tag (ebenfalls auf 10 Monate bezogen). Diese Rinder gehören zu Zuchtlinien, die seit 1900 so hochgezüchtet wurden, dass ihnen heute fast 4 Mal mehr Milch genommen werden kann als damals75.

kühe an melkmaschinen
Symbolbild: „Milchkühe“ geben heute fast 4 Mal mehr Milch als noch vor 100 Jahren.

Diese Zucht, neben den Lebensbedingungen in der Milchindustrie, führt bei vielen der Tiere zu schweren gesundheitlichen Problemen: Die Tiere sind vergleichsweise jung – dennoch werden 3 von 4 der Rinder krank, während sie Milch geben. 

In einem frühen Artikel haben wir bereits dargestellt, dass auch für Milch Rinder sterben77,78: Etwa 6 % der Rinder sterben direkt in den Betrieben der Milchindustrie, vorzeitig.

Die Rinder, die an den Krankheiten nicht sterben, werden wegen dieser Krankheiten (und aus anderen Gründen) „ausgesondert“, „aussortiert“ oder „gemerzt“. Kranke Rinder werden also in der Regel getötet, nichts anderes bedeuten diese Begriffe. 

Und das ist keine Seltenheit. Aktuelle Auswertungen aus deutschen Milchbetrieben zeigen: 2024 mussten in den erfassten Betrieben im Mittel 29,1 % der Rinder in der Milchindustrie den Betrieb verlassen – also rechnerisch fast jedes dritte Tier. Häufige Gründe sind Krankheiten, Fruchtbarkeitsprobleme oder andere Folgen der hohen körperlichen Belastung. Für viele dieser Tiere endet der Weg im Schlachthof.77.

Aber werden „Milchkühe“ nicht hauptsächlich getötet, weil sie immer weniger Milch geben?

Warum werden „Milchkühe“ geschlachtet?

Es wird zwar immer wieder behauptet, aber nein, die Tiere werden nicht getötet, weil sie weniger Milch geben: Die wesentlichen Gründe, warum „Milchkühe“ getötet werden, sind

  • Krankheiten und
  • Unfruchtbarkeit.
  • Die „Milchleistung“ oder das Alter spielen nur eine sehr kleine Rolle79,80.

Die Rinder werden also in der Regel getötet, obwohl sie rein körperlich noch viel Milch produzieren könnten. Denn die maximale Milchproduktion erreichen die Rinder erst viel später, ungefähr nach der Geburt ihres 6. Kindes81,82.

Da wären sie etwa 8 Jahre alt – die meisten Rinder in der Milchindustrie wurden da jedoch schon längst getötet, nach 2 bis 3 Geburten mit anschließender Milchproduktion73.

Und an was für Krankheiten leiden die Rinder? Die für die „Aussortierung“ wesentlichsten Krankheiten sind Euter-Krankheiten77,79,80. Sie stehen also im direkten Zusammenhang mit der Zucht auf extrem hohe Milchproduktion und den Lebensbedingungen der Tiere.

Und es ist noch erschreckender: etwa 25 % der „Milchkühe“ werden bereits nach der ersten Periode der Milchproduktion getötet, also nachdem sie ihr erstes Kind bekommen haben83.

Grundsätzlich werden ebenfalls fast 25 % aller Rinder in der Milchindustrie innerhalb der ersten 30 Tage nach der Geburt eines Kalbes getötet, hauptsächlich wegen Eutererkrankungen83. 20 bis 30 % der Rinder entwickeln während der Milchproduktion eine (oft chronische) Euterentzündung (Mastitis)84.

Foodwatch berichtet, dass selbst in Bio-Betrieben bis zu 54 % der Rinder Euterentzündungen aufweisen3.

Euterentzündungen könnten mit Antibiotika behandelt werden. Dann würde jedoch die Milch der Rinder nicht ohne Weiteres für den menschlichen Verzehr zugelassen werden, was die Gewinne der Betriebe reduzieren würde.

Einerseits enthält Milch deshalb oft Eiter. Andererseits ist das Töten der Tiere – sie durch „gesündere“ Rinder zu ersetzen – für die Betriebe oft die „wirtschaftlichere“ Entscheidung.

Neben den Euter-Erkrankungen weisen laut Foodwatch bis zu 39 % der „Milchkühe“ schmerzhafte Krankheiten an ihren Füßen auf, die zu Lahmheit führen3.

rind mit lahmheit
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Milchproduktionsbetrieb im Vereinigten Königreich. Bis zu 39 % der Rinder in der Milchindustrie in Deutschland leiden unter Lahmheit.

Der andere Hauptgrund für die vorzeitige Tötung der Rinder in der Milchindustrie ist Unfruchtbarkeit77,79,80. Denn wenn ein Rind in der Milchindustrie nicht mehr (so leicht) künstlich befruchtet werden kann, dann kann ihr auch keine Milch mehr genommen werden. Und auch dann wird sie getötet.

Die getöteten „Milchkühe“ – rund 938.000 Tiere pro Jahr62 – werden meistens als billiges „Hackfleisch“ verkauft85,86 – wenn sie für den menschlichen Verzehr zugelassen werden, also nicht extrem krank waren und/oder vor Kurzem mit Medikamenten behandelt wurden.

Denn trotz der Einschränkungen für die Vermarktung der Milch ist auch die Vergabe von Antibiotika in der Milchindustrie wegen der vielen Eutererkrankungen weit verbreitet87.

Dass die „aussortierten Kühe“ noch für die Fleischproduktion verkauft werden, ist ein weiterer Grund, weshalb sie in so jungem Alter „geschlachtet“ werden: Das Fleisch älterer Tiere hat einen weniger geeigneten „Schlachtkörper“ und lässt sich deshalb schlechter verkaufen88.

Und was passiert mit ihren vielen Kälbern?

Werden die Kälber geschlachtet?

Wie gesagt, müssen Rinder in der Milchindustrie, um Milch zu geben, wieder und wieder künstlich besamt werden, Kälber austragen und ihre Kinder gebären. Aber was passiert mit diesen Kindern? Männliche Kälber sind für die Tierhaltungsindustrie unerwünscht, weil

  • sie keine Milch produzieren können. Sie gelten daher für die Milchindustrie als nicht profitabel. 
  • sie langsam wachsen – im Vergleich zu den auf schnelleres Muskelwachstum gezüchteten Zuchtlinien, die für die Produktion von Fleisch benutzt werden. Sie gelten daher auch für die Fleischindustrie als nicht profitabel.

Diese Kälber sind unerwünscht und werden deshalb geschlachtet, also getötet.

Weibliche Kälber werden entweder auch für die Milchproduktion benutzt oder – bei „Überschuss“ – auch kurz für die Produktion von Fleisch „gemästet“, also fettgefüttert, und getötet.

Meistens werden Kalb und Mutter schon wenige Stunden nach der Geburt voneinander getrennt. Das Kalb wird der Mutter weggenommen89. Vorher trinken die meisten Kälber nur ein Mal die Milch ihrer Mutter – lediglich eine einmalige Gabe ist gesetzlich vorgeschrieben30

Nachdem Mutter und Kälber voneinander getrennt wurden, erhalten Kälber künstliche „Milchaustauscher“. Die Milch der Mutter, die eigentlich für das Kalb bestimmt ist, soll ja abgefüllt und vermarktet werden. 

Die Trennung von Rindern und Kälbern, von Müttern und Kindern, muss für beide schmerzhaft sein. Denn wir haben diese Szenen oft dokumentiert. Unsere Aufnahmen zeigen, wie verzweifelt Mutter und Kind nacheinander suchen und rufen90,91,92,93.

Die von ihrer Mutter zwanghaft getrennten Kälber werden zuerst in sogenannten Kälberboxen oder Kälberiglus gehalten – allein, und in Deutschland in der Regel für die ersten 8 Wochen ihres Lebens. Erst ab der 9. Woche schreibt die Gesetzgebung, die TierSchNutztV, eine Gruppenhaltung vor30.

Vor der Gruppenhaltung werden den meisten Kälbern die Hornanlagen entfernt. Das darf nach TierSchG bis zu ihrer sechsten Lebenswoche ohne Betäubung (mit Schmerzlinderung) geschehen33. Meistens werden die Hornanlagen mit heißen Eisen abgebrannt. Landwirt*innen dürfen die Hornanlagen selbst entfernen33.

abbrennen von hornanlagen bei einem rind
Aus einer Recherche von Animal Equality in einem Betrieb der Milchindustrie in den USA. Der Betrieb gehörte zu „Tuls Dairy“ und belieferte unter anderem den Konzern „Bel Brands USA“, der die Käsemarke „Babybel“ vermarktet. Das Bild zeigt ein Kalb, dem – wie es auch in Deutschland erlaubt ist – ohne Betäubung die Hornanlagen ausgebrannt werden.

Die jungen Rinder werden insgesamt für ungefähr 22 Wochen „gemästet“, bevor sie geschlachtet werden – sie werden also fettgefüttert, und nach ihrer Tötung als Kalbfleisch vermarktet76. 2025 wurden etwa 265.000 Kälber geschlachtet10.

Unsere Recherche in der „Madox Farm“ im Vereinigten Königreich hat für Aufsehen gesorgt: Die Aufnahmen unserer Ermittler*innen wurden im Vereinigten Königreich über BBC Panorama ausgestrahlt. Sie zeigen unter anderem, wie Rindern ins Gesicht geschlagen und in den Bauch getreten wird. Solche Grausamkeit gegenüber den Tieren dokumentieren wir immer und wieder in unseren Undercover-Recherchen – gegenüber allen landwirtschaftlich genutzten Tieren.

Rinder in der Fleischproduktion

Im Gegensatz zu den Rindern in der Milchindustrie werden „Mastrinder“ meistens mit weniger Auslauf und in der Regel auf „Vollspaltenböden“ gehalten63.

Nach aktuellen Haltungsform-Zahlen für 2024 entfielen im Selbstbedienungsregal 62,4 % des Rindfleischs auf Haltungsform 1; an der Bedientheke waren es **42,2 %**43

Das heißt in fast allen Fällen:

  • Entfernung der Hörner,
  • weniger als 2 Quadratmeter Platz pro Rind (wenn die Tiere weniger als 400 kg wiegen) und
  • sogar Anbindehaltung ist erlaubt42.

Die für die Produktion von Fleisch genutzten Rinder könnten bis zu 25 Jahre alt werden, sind aber im Schnitt kaum älter als 1,5 Jahre, wenn sie in die Schlachthäuser transportiert und getötet werden72.

rind in einem schlachthaus
Aus einer Recherche von Animal Equality in Schlachthäusern in Mexiko. Rinder werden in Deutschland für die Produktion von Fleisch bereits in sehr jungem Alter getötet. Sie könnten über 10 Mal älter werden.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Wie werden Fische gehalten?

In Deutschland werden jedes Jahr Millionen Fische in sogenannten „Aquakulturen“ gehalten und getötet. Die öffentliche Statistik macht dabei schon sprachlich sichtbar, wie wenig Fische als einzelne Tiere wahrgenommen werden: Ihre Zahl wird in der Regel nicht als Anzahl von Individuen angegeben, sondern als Gewicht. 2024 wurden in deutschen Aquakulturbetrieben rund 16.700 Tonnen Fisch erzeugt – je nach Fischart und Körpergewicht entspricht das grob einer Zahl im zweistelligen Millionenbereich.

Noch deutlich mehr Fische werden gefangen und getötet. Die deutsche Hochsee- und Küstenfischerei gab 2024 rund 162.530 Tonnen Fisch an – nach Gewicht also fast zehnmal so viel wie die Fischmenge aus deutscher Aquakultur.

Für den Verzehr in Deutschland ist das Ausmaß noch größer, weil ein großer Teil der hier gegessenen Fische und Meerestiere importiert wird. Nach vorläufigen Zahlen lag der Nahrungsverbrauch 2025 bei rund 1,3 Millionen Tonnen Fisch einschließlich Krebs- und Weichtieren. Umgerechnet auf einzelne Tiere bedeutet das: In Deutschland werden jedes Jahr mindestens hunderte Millionen, sehr wahrscheinlich aber über eine Milliarde Fische und andere Wassertiere für den menschlichen Verzehr getötet.11.

Viele Untersuchungen haben längst gezeigt, dass Fische auf ähnliche Weise wie Säugetiere, Vögel und Reptilien Stress und Schmerz empfinden94,95,96,97,98. Und doch werden auch sie wie Waren behandelt.

Ob aus Gewässern gefangen oder aus „Aquakulturen“: Obwohl es diese deutlichen wissenschaftlichen Hinweise darauf gibt, dass Fische Schmerzen empfinden, werden sie immer noch deutlich weniger geschützt als andere Wirbeltiere.

Das heißt: Dem TierSchG nach sind Fische, wie alle Tiere, 

  • vor „unnötigem Leiden“ zu schützen,
  • sie müssen ihren „Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht“ werden und
  • „die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden“33.

Des Weiteren sieht das TierSchG vor, dass Tiere, die getötet werden sollen, vorher wirksam betäubt werden bzw. Schmerzen vermieden werden müssen33.

Erlaubte Betäubungsverfahren für Fische – nach der Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) – sind etwa Elektrobetäubung oder ein stumpfer Schlag auf den Kopf99. Wie alle Betäubungsverfahren sind auch diese fehleranfällig, sodass viele Fische bei Bewusstsein geschlachtet werden.

Das klingt zunächst ähnlich wie bei anderen landwirtschaftlich genutzten Tieren. Aber: Die TierSchlV gilt bei einem „Massenfang von Fischen“ nicht, soweit es nach dem Stand der Wissenschaft nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich wäre, eine Betäubung durchzuführen. Außerdem gibt es Ausnahmen vom Betäubungsgebot für bestimmte Fischarten, etwa für Plattfische und – unter bestimmten Voraussetzungen – Aale11.

Auch in der Bevölkerung wird das Fleisch von Fischen oft nicht als „Fleisch“ wahrgenommen.

Die verschiedenen Fischarten brauchen den Schutz aber nicht weniger: Die Bedingungen in den „Aquakulturen“ sind oft katastrophal100.

Bei der Tötung erleiden diese Fische oft auch großes Leid: Im Februar 2021 haben wir eine Recherche aus einem schottischen Lachsschlachthaus veröffentlicht, das von „The Scottish Salmon Company“ betrieben wird.

Unser Filmmaterial zeigt, wie Lachse in den letzten Momenten ihrer kurzen Leben deutliche Anzeichen von anhaltendem Leiden zeigen. Obwohl in der Anlage ein Betäubungsgerät vorhanden war, deuten die Aufnahmen darauf hin, dass viele Lachse zum Zeitpunkt ihrer Tötung noch bei Bewusstsein waren. 

Vielen wurden die Kiemen abgeschnitten, während sie noch bei Bewusstsein waren; andere sind zu Boden gefallen und wurden dort dem Erstickungstod überlassen.

Wie viel Fleisch wurde 2025 in Deutschland konsumiert?

Der Fleischverzehr in Deutschland liegt weiterhin deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren. Nach vorläufigen Zahlen lag er 2025 bei 54,9 kg pro Kopf – allerdings ist er gegenüber dem Vorjahr wieder um 1,4 kg gestiegen99

Damit liegt Deutschland weiterhin deutlich über dem globalen Durchschnitt: Weltweit lag die verfügbare Fleischmenge 2023 bei durchschnittlich 45,3 kg pro Kopf100.

Dazu kamen im Jahr 2025 nach vorläufigen Zahlen etwa 15,2 kg Fisch sowie Krebs- und Weichtiere pro Person. Diese Tiere werden in der offiziellen Fleischstatistik nicht als „Fleisch“ ausgewiesen.

Die 54,9 kg setzen sich zusammen aus etwa

  • 28,3 kg Fleisch von Schweinen,
  • 14,7 kg Fleisch von Vögeln – vor allem Hühnern, aber auch Puten, Enten und Gänsen –,
  • 9,7 kg Fleisch von Rindern und Kälbern sowie
  • rund 2,2 kg sonstigem Fleisch, etwa von Schafen, Ziegen, Wildtieren und anderen Tieren99.

Das beschreibt den „Verzehr“. Zusätzlich hat jede Person in Deutschland 2025 durchschnittlich 21 kg Fleisch „verbraucht“. Das sind Teile der Tierkörper, die nicht gegessen werden: etwa Knochen und Bestandteile von Tieren, die für Tierfutter oder industriell verarbeitet werden – und „Verluste“, wie Verderb im Handel oder privaten Haushalten. Insgesamt lag der rechnerische Fleischverbrauch 2025 damit bei rund 76 kg pro Person101.

Die „Massentierhaltung“ in Deutschland: Status quo und Alternativen 

Obwohl die „Massentierhaltung“ den Tieren vermutlich das meiste Leid zufügt, basieren alle Formen der landwirtschaftlichen Tierhaltung – also der Tierhaltung zur Herstellung von Produkten für den menschlichen Verzehr – auf der Ausbeutung von Tieren. Und Ausbeutung bedeutet eine ungerechte Nutzung von Tieren durch Menschen.

Von diesem Grundsatz abgesehen, hat Animal Equality darüber hinaus in Betrieben aller möglichen „Haltungsformen“ ermittelt und immer wieder vermeidbares Tierleid dokumentiert: Auch kleine „Bauernhöfe“ sind also keine Lösung.

Politik und Industrie leugnen nicht, wie schlecht es den Tieren in „Massentierhaltung“ geht

Diese katastrophalen Zustände für die Tiere in der Landwirtschaft werden nicht einmal geleugnet: 2015 hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (WBAE) veröffentlicht, das sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz der „Nutztierhaltung“ beschäftigt. 

Dort heißt es, dass in deutschen Betrieben „im Durchschnitt eher unbefriedigende Situationen im Hinblick auf das Tierwohl vorherrschen“105. Deutschland nehme entgegen der allgemeinen Vorstellung keine Vorreiterrolle ein, sondern befinde sich, was den Tierschutz angeht „im gehobenen Mittelfeld“ Europas105.

Auch spätere Fachgremien bestätigten den erheblichen Reformbedarf. Die Zukunftskommission Landwirtschaft verwies 2021 auf das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, wonach die Tierhaltung in der Landwirtschaft aus Tierschutzsicht dringender Änderungen bedarf103

Auch das sogenannte „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“ – ein Fachgremium am BMEL aus Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Verbänden – stellte 2020 einen „erheblichen Handlungsbedarf zur Verbesserung des Tierwohlniveaus in der Nutztierhaltung“ fest103.

Das heißt: Auch die Tierhaltungsindustrie leugnet die katastrophalen Zustände nicht grundsätzlich.

Das hat 2020 auch den Ethikrat auf den Plan gerufen, der die Ausbeutung von Tieren durch Menschen nicht prinzipiell ablehnt. Doch heißt es in einer Stellungnahme zum „Umgang mit Nutztieren“:

Unter den heute gängigen Zucht-, Haltungs-, Schlacht- und Verwertungsbedingungen werden Tieren oft routinemäßig Schmerzen und Leid zugefügt […] Daraus ergibt sich ein erheblicher Bedarf an praktischen Reformen.

Aus der Stellungnahme zum „Umgang mit Nutztieren“ des Ethikrats, 2020108 (Hervorhebungen durch Animal Equality)

So wundert es auch nicht, dass 2022 die EU-Kommission mit Hinblick auf die EU-Tierschutzvorschriften eingeräumt hat, dass es grundsätzlich „in der EU jedoch nach wie vor ein suboptimales Tierschutzniveau“ gibt109a und „die derzeitigen EU-Tierschutzvorschriften den aktuellen und künftigen Bedürfnissen nicht in vollem Umfang gerecht“ werden109b. Auch 2026 ist die umfassende Reform der EU-Vorschriften für die landwirtschaftliche Tierhaltung noch nicht abgeschlossen.

Die Alternativen zur „Massentierhaltung“

Und selbst wenn eine Form der Haltung „besser“ wäre: Unabhängig davon, wo die Tiere gehalten werden, landen sie alle in denselben „Schlachthöfen“ – also Schlachtfabriken, wo sie allzu oft einen schmerzhaften Tod sterben. Und selbst wenn der Tod nicht qualvoll wäre … die Ausbeutung von Tieren kann nicht ethisch gerechtfertigt sein.

Die Einhaltung von Regeln reicht niemals aus, weil in einem Schlachthaus, ob man es will oder nicht, immer das Leid herrscht. Dass das Töten von Tieren dort „ethisch“ sein könnte, oder an einem Ort „besser“ als an einem anderen … das ist ein Widerspruch in sich.

Matteo Cupi – Animal Equality, Vizepräsident Europa

Der beste Weg, Tieren zu helfen, ist daher, sie von deinem Teller zu streichen, dich pflanzlich zu ernähren und keinerlei Produkte zu nutzen, für deren Herstellung Tiere ausgebeutet werden.

Was kannst du tun, um Tieren zu helfen? 

Du hast bereits damit begonnen! 

Jedes Mal, wenn du unsere Nachrichten und Recherchen auf Social Media teilst, unsere Petitionen unterzeichnest und für die Arbeit unserer mutigen Ermittler*innen spendest, hilfst du den Tieren. 

ermittlerin mit einem ferkel auf dem arm
Aus einer Recherche von Animal Equality in Italien.

Und wenn du dich dafür entscheidest, Fleisch und andere Produkte von Tieren von deinem Speiseplan zu streichen, trägst du dazu bei, dass ca. 105 Tiere pro Jahr weniger getötet werden müssten, um die Nachfrage nach Produkten von Tieren zu decken106. Denn das ist die durchschnittliche Anzahl an Tieren, die für den Verzehr pro Person jährlich geschlachtet werden.

Jedes Mal, wenn du eine Petition unterschreibst, die ein Verbot fordert oder den Verkauf und die Herstellung eines grausamen Produkts wie der Stopfleber beendet, hilfst du, die Grausamkeit gegen Tiere in der Landwirtschaft und letztlich deren Ausbeutung allgemein zu beenden. 

Jetzt ist es an der Zeit, für ein Ende der industriellen Tierhaltung zu unterschreiben.

Und genau deshalb brauchen wir deine Hilfe jetzt mehr denn je. Denn das Ausmaß dessen, was wir erreichen wollen, ist enorm.

Gemeinsam mit den Unterzeichner*innen unserer Petition werden wir Unternehmen und Gesetzgebung dazu auffordern, ihre Politik zu ändern und Gesetze zum Schutz der Tiere und zur Beendigung der landwirtschaftlichen Tierhaltung umzusetzen.

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere gemeinsam mit uns das Ende der Ausbeutung von Tieren.

hund und ferkel auf einer wiese
Symbolbild: Alle Tiere verdienen Freiheit.

Damit unterstützt du uns, aktiv die Interessen der Tiere zu vertreten. Wir werden deine Unterschrift – zusammen mit allen anderen Unterschriften – an die Bundesregierung überreichen und sie daran erinnern, ihrer selbst zugeschriebenen Vorreiterrolle in Bezug auf den Tierschutz gerecht zu werden. 

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere gemeinsam mit uns Unternehmen und Gesetzgebung auf, dringend ihre Unternehmenspolitik zu ändern und Gesetze zu erlassen, die zur Abschaffung der industriellen Tierhaltung führen.

Wir werden deine Unterschrift – zusammen mit allen anderen Unterschriften – an die Bundesregierung überreichen und sie daran erinnern, ihrer selbst zugeschriebenen Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz gerecht zu werden. Damit unterstützt du uns, aktiv die Interessen der Tiere zu vertreten und die industrielle Tierhaltung in Deutschland zu beenden.


Quellen:

  • 1https://www.landwirtschaft.de/diskussion-und-dialog/tierhaltung/reizwort-massentierhaltung
  • 2https://animalequality.de/blog/sind-bauernhoefe-die-loesung
  • 3https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/foodwatch-report-auch-bio-tiere-massenhaft-krank/
  • 4https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaftliche-produkte/wie-werden-unsere-lebensmittel-erzeugt/tierische-produkte/gefluegelfleisch
  • 5https://animalequality.de/unsere-themen
  • 6https://animalequality.de/undercover-recherchen
  • 7https://faunalytics.org/global-animal-slaughter-statistics-and-charts/
  • 8 https://fishcount.org.uk/fish-count-estimates-2
    https://fishcount.org.uk/fish-count-estimates-2/numbers-of-farmed-decapod-crustaceans
  • 9https://www.prb.org/news/how-many-people-have-ever-lived-on-earth/
  • 10https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_049_413.html
    Ergänzend für detaillierte Schlachtzahlen nach Tierkategorien 2025:
    https://www.statistikportal.de/de/deutschland-insgesamt/land-und-forstwirtschaft
  • 11 Die amtlichen Statistiken zu Fischen weisen überwiegend Gewichte aus, nicht Individuenzahlen. Grundlage der aktualisierten Einordnung: 2024 wurden in deutschen Aquakulturbetrieben rund 16.700 Tonnen Fisch erzeugt; die deutsche Hochsee- und Küstenfischerei gab 2024 rund 162.530 Tonnen Fisch an; der Nahrungsverbrauch 2025 lag nach vorläufigen Zahlen bei rund 1,3 Millionen Tonnen Fisch einschließlich Krebs- und Weichtieren. Quellen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_187_41362.html
    https://www.bmel-statistik.de/fischerei/anlandungen
    https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung/versorgungsbilanzen/fisch
  • 12https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/gefluegelhaltung
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_N062_41.html
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_086_413.html
  • 13https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/viehbestand
  • 14https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_123_41.html
  • 15https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/oekologischer-landbau/oekologische-tierhaltung
  • 16https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_136_41.html
  • 17https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_086_413.html
  • 18https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/landwirtschaft-fischerei/tierhaltung-fleischkonsum/_inhalt.html
  • 19Eigene Berechnung/Einordnung auf Basis aktueller amtlicher Daten zu Tierbeständen und ökologischer Tierhaltung; insbesondere Quellen 12, 13, 15, 16, 17, 20, 21 und 22.
  • 20https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_086_413.html
  • 21https://www.landwirtschaft.de/einkauf/lebensmittel/tierische-lebensmittel/milch
  • 22Eigene Berechnung, basierend auf aktuellen Tierbeständen und Anteilen ökologischer Tierhaltung. Quellen:
    https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/viehbestand
    https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/oekologischer-landbau/oekologische-tierhaltung
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_086_413.html
    https://www.landwirtschaft.de/einkauf/lebensmittel/tierische-lebensmittel/milch
  • 23https://www.nutztierhaltung.de/gefluegel/legehennenhaltung-in-deutschland/
  • 24https://www.thuenen.de/de/themenfelder/nutztierhaltung-und-aquakultur/haltungsverfahren-in-deutschland/konventionelle-legehennenhaltung
  • 25https://www.mdr.de/wissen/faktencheck/faktencheck-bio-eier-100.html
  • 26hhttps://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn070783.pdf
  • 27https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/schweinehaltung
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_465_413.html
    https://www.thuenen.de/media/ti-themenfelder/Nutztierhaltung_und_Aquakultur/Haltungsverfahren_in_Deutschland/Schweinehaltung/Steckbrief_Schweine_2025.pdf
  • 28https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/08/PD21_N051_41.html
  • 29https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/nutztiere/schweine/schweine.html
  • 30https://www.gesetze-im-internet.de/tierschnutztv/BJNR275800001.html
  • 31https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/schweine/warum-werden-schweine-nur-selten-auf-der-weide-gehalten
  • 32https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/schweine/kastenstaende-in-der-schweinehaltung
    https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/tierschutz/tierhaltung/schweine/tierschutzrechtliche-anforderungen-an-die-haltung-von-sauen-225591.html
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_465_413.html
  • 33https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
  • 34https://www.ringelschwanz.info/weitere-infomationen/aktionsplan-kupierverzicht.html
  • 35https://www.ringelschwanz.info/services/files/aktionsplan-kupierverzicht/2018%20EU-Audit%20Report%20Deutschland%20%28DE%29.pdf
  • 36https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/schweine/schweine-am-besten-mit-ringelschwanz
  • 37https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/bitv/dk037183.pdf, S. 18ff.
  • 38https://www.topagrar.com/themen/ferkelkastration-10107508.html
  • 39https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/schweine/ferkelkastration-nur-noch-mit-betaeubung
  • 40https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/kastration-isofluran-in-der-praxis-etabliert
  • 41https://www.masthuhn-initiative.de/
  • 42https://haltungsform.de/kriterien-5stufig/
  • 43https://haltungsform.de/wp-content/uploads/PM_Haltungsform_Zahlen-2025.pdf
    https://www.greenpeace.de/publikationen/Greenpeace_Supermarkt_Check_2025.pdf
  • 44https://haltungsform.de/im-ueberblick/
  • 45https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032579119385505
    https://animalequality.de/kampagnen/haehnchenmast
  • 46https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/tierhaltung/gefluegel/dlg-merkblatt-406
  • 47https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/nutztiere-allgemein/wie-lange-leben-rind-schwein-schaf-und-huhn
  • 48https://animalequality.de/blog/die-wahrheit-uber-huhner-in-deutschland/
  • 49https://www.bverwg.de/pm/2026/28
    https://dserver.bundestag.de/btd/20/090/2009027.pdf
    https://haltungsform.de/kriterien-5stufig/
  • 50https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_086_413.html
  • 51https://ethologisch.de/huehner-verdienen-mehr-respekt/
  • 52https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/neue-studie-roentgenbilder-mit-schock-resultat-97-prozent-aller-legehennen-haben-ein-gebrochenes-brustbein-ld.2254714
  • 53https://www.openagrar.de/receive/openagrar_mods_00077074
  • 54https://www.foodwatch.org/fileadmin/Themen/Tierhaltung/Schweinesystem/2016-09-22_Ausgewaehlte-Studien-zur-Tiergesundheit.pdf
  • 55https://d-nb.info/983455848/34
  • 56https://animalequality.de/blog/von-ei-zu-ei/
  • 57https://www.nutztierhaltung.de/gefluegel/legehennenhaltung-in-deutschland/
    https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/tierschutz/haltung-legehennen.html
  • 58https://animalequality.de/blog/die-schlachtung-von-huhnern/
  • 59https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?sequenz=tabelleErgebnis&selectionname=41321-0001#abreadcrumb
    Ergänzend für die Einordnung der Entwicklung nach dem Kükentötungsverbot:
    https://www.gefluegelnews.de/article/kukentotungsverbot-zahl-der-legekuken-fast-halbiert
  • 60https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/p_44420.pdf
  • 61https://animalequality.de/blog/huehner-muessen-leben-um-eier-zu-geben/
  • 62https://www.statistikportal.de/de/deutschland-insgesamt/land-und-forstwirtschaft
    Hinweis: Für 2025 die Schlachtungsstatistik nach Kategorien „Kühe“/weibliche Rinder bzw. Kälber heranziehen.
  • 63https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/rinderhaltung
    https://www.thuenen.de/media/ti-themenfelder/Nutztierhaltung_und_Aquakultur/Haltungsverfahren_in_Deutschland/Milchviehhaltung/Steckbrief_Milchkuehe_2025.pdf
    https://www.thuenen.de/media/ti-themenfelder/Nutztierhaltung_und_Aquakultur/Haltungsverfahren_in_Deutschland/Rindermast/Steckbrief_Mastrinder_2025.pdf
  • 64https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/weidemilch-bedeutet-das-auch-mehr-tierwohl-35574
  • 65https://www.landwirtschaft.de/einkauf/einkaufstipps/kennzeichnung/weidemilch
  • 66https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/251119_Molkereistruktur.html
  • 67https://www.thuenen.de/media/ti-themenfelder/Nutztierhaltung_und_Aquakultur/Haltungsverfahren_in_Deutschland/Milchviehhaltung/Steckbrief_Milchkuehe_2025.pdf
    Ergänzend:
    https://www.thuenen.de/de/themenfelder/nutztierhaltung-und-aquakultur/haltungsverfahren-in-deutschland/konventionelle-milchviehhaltung
  • 68https://animalequality.de/blog/angebunden-ausgebeutet/
  • 69https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/haetten-sies-gewusst/tierhaltung/gibt-die-kuh-auch-ohne-kalb-milch
  • 70https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-funktioniert-landwirtschaft-heute/warum-werden-kuehe-kuenstlich-besamt
  • 71https://die-fruchtbare-kuh.ch/aufzucht/rinder-besamen/
  • 72https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/nutztiere-allgemein/wie-lange-leben-rind-schwein-schaf-und-huhn
  • 73https://www.nutztierhaltung.de/rind/milch/
  • 74https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rinderhaltung-deutschland-zahlen-1.4682585
  • 75https://www.landwirtschaft.de/einkauf/lebensmittel/tierische-lebensmittel/milch
    Ergänzend für aktuelle Milchleistungsdaten:
    https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/rinderhaltung
  • 76https://taz.de/Milchproduktion-in-Niedersachsen/!5548912/
  • 77https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/darum-leiden-viele-kuehe-fuer-unsere-milch/
  • 78https://animalequality.de/blog/rinder-muessen-leben-um-milch-zu-geben/
  • 79https://web.archive.org/web/20060623153946/http://etteldorf-metterich.de/pdf/deuka-remontierung.pdf, S. 4
  • 80https://mediatum.ub.tum.de/doc/971499/971499.pdf
  • 81https://www.journalofdairyscience.org/article/S0022-0302(50)91909-6/pdf
  • 82https://www.milchhessen.de/peak?layout=print
  • 83https://q-check.org/presse/nationales-tierwohlmonitoring-brs-mit-neuen-zahlen-zum-tierwohl-in-der-milchviehhaltung/
    https://infothek.q-check.org/wp-content/uploads/2020/06/BRS-Richtlinie-1.16.1-DefinitionenundBerechnungenvonTierwohlIndikatorenundNationalesMonitoring.pdf
  • 84https://q-check.org/presse/milchkontrolljahr-2024-leistung-und-gesundheit-im-einklang/
    https://milchindustrie.de/milkipedia/mastitis/
  • 85https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/lebensmittelcheck/fakten-rund-ums-rindfleisch-100.html
  • 86https://www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/rindfleisch/rindfleisch-einkauf/
  • 87https://milchindustrie.de/milkipedia/mastitis/
    https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/tier/rinder/was-passiert-mit-den-kaelbern-von-milchkuehen
  • 88https://animalequality.de/neuigkeiten/2017/03/28/so-leiden-kaelber-fuer-milch-in-zulieferbetrieb-von-marks-und-spencer/
  • 89https://animalequality.de/neuigkeiten/2018/08/27/brutale-zwangsernaehrung-von-kaelbern-fuer-bio-milch/
  • 90https://animalequality.de/neuigkeiten/2017/03/16/milchindustrie-in-mexiko/
  • 91https://animalequality.de/wahrheit-ueber-kuehe/
  • 92LeRoith D, Liotta A, Roth J, Shiloach J, Lewis E, et al.: Coricotropin andendorphin-like materials are native to unicellular organisms? Proc Natl Acad Sci USA 1982; 79: 2086-2090.
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  • 97https://www.gesetze-im-internet.de/tierschlv_2013/BJNR298200012.html
    Ergänzend zur rechtlichen Einordnung von Betäubung/Ausnahmen bei Fischen:
    https://www.bundestag.de/resource/blob/1058908/WD-8-010-25-pdf.pdf
  • 98https://www.focus.de/wissen/videos/schaedlich-fuer-die-umwelt-tierqueaelerei-so-grausam-sind-die-bedingungen-auf-fischfarmen_id_5792287.html
  • 99https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/260407_Fleischbilanz.html
    https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung/versorgungsbilanzen/fleisch
  • 100https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/landwirtschaft-fischerei/tierhaltung-fleischkonsum/_inhalt.html
  • 101https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung/versorgungsbilanzen/fleisch
    https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/260407_Fleischbilanz.html
  • 102https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/agrarpolitik/GutachtenNutztierhaltung.pdf?__blob=publicationFile&v=2, S. 118
  • 103https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/abschlussbericht-zukunftskommission-landwirtschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=16, S. 43f.
    https://www.bmel.de/SharedDocs/Archiv/Downloads/200211-empfehlung-kompetenznetzwerk-nutztierhaltung.pdf?__blob=publicationFile&v=4
    https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/abschlussbericht-zukunftskommission-landwirtschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=16
  • 104https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-tierwohlachtung.pdf, S. 57
  • 105ahttps://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12400-Tierschutz-Bewertung-der-EU-Vorschriften-Eignungsprufung-_de, S. 2
    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A52022SC0328
  • 105bhttps://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12400-Tierschutz-Bewertung-der-EU-Vorschriften-Eignungsprufung-_de, S. 4
    https://food.ec.europa.eu/animals/animal-welfare/eu-animal-welfare-legislation_en
  • 106 https://faunalytics.org/how-many-animals-does-a-vegn-spare/
    https://animalcharityevaluators.org/research/reports/dietary-impacts/effects-of-diet-choices/

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