Die Eierindustrie

Animal Equality macht das Leid der Tiere in der Eierindustrie sichtbar.

WAS SPRICHT GEGEN EIER?


Hühner sind sehr soziale Tiere. Sie scharren liebend gerne nach Futter, nehmen ausgedehnte Staubbäder und kümmern sich um ihren Nachwuchs. Doch in der Massentierhaltung können sie diese Bedürfnisse nicht ausleben. Stattdessen sind sie darauf gezüchtet, möglichst viele Eier zu legen. Zumeist sind die Hennen nach nur 12 bis 15 Monaten körperlich völlig ausgezehrt. Sobald ihre Legeleistung nachlässt, werden sie geschlachtet.

EIN TÖDLICHER START

Männliche Küken legen keine Eier. Da die in der Eierindustrie verwendeten Hühnerrassen nicht zur Fleischgewinnung taugen, gelten die kleinen Hähne somit als wertlos. Kurze Zeit nach dem Schlüpfen werden sie von den weiblichen Küken getrennt und bei vollem Bewusstsein geschreddert oder durch Gas getötet.

EINGESPERRT

In Deutschland ist die grausame Käfighaltung zwar fast abgeschafft, doch den Tieren steht auch in Bodenhaltung nur wenig Platz zur Verfügung. Ca. 63 % der Hühner leben hierzulande in dieser Haltungsform, oft in riesigen Hallen mit bis zu 6.000 Tieren. Neun Hennen müssen sich dabei einen einzigen Quadratmeter teilen. Wegen der enormen Enge kommt es unter den Tieren zu Federpicken und Kannibalismus. Oft bleiben tote Hühner lange mitten unter den lebenden liegen.

KANNIBALISMUS

Die beengten Haltungsbedingungen führen zu Stress, Frustration und Verhaltensstörungen. Hühner sind eigentlich äußerst soziale Tiere, doch in der Massentierhaltung verletzen sie sich gegenseitig durch Picken. Teilweise kommt es sogar zu Kannibalismus.

IN ZAHLEN


30

Stunden leidet eine Henne im Durchschnitt für ein einziges Ei.

92 %

aller Legehennen in Deutschland leben in Betrieben mit 10.000 oder mehr Tieren.

44 MILLIONEN+

männliche Küken werden jedes Jahr geschreddert oder vergast.

39 MILLIONEN

Hühner werden in Deutschland für die Eierproduktion gehalten.

NEBEN DEM TIERLEID


Die Eierindustrie schadet unserer Gesundheit und dem Planeten.

EIER UND UMWELT


Wie die gesamte Nutztierhaltung hat auch die Eierindustrie enorme Auswirkungen auf die Umwelt. 28,7 kg Kohlenstoffdioxid stößt die Eierproduktion pro Jahr und Person aus. Neben CO2 produziert die Eierindustrie zudem große Mengen Ammoniak, welches Böden und Gewässer versauert, Trinkwasservorkommen belastet und zur Bildung von Feinstaub beiträgt.

EIER UND GESUNDHEIT


Der Verzehr von Eiern birgt verschiedene Risiken für unsere Gesundheit. Viele Eier enthalten Salmonellen – ein Erreger, der für Menschen sehr gefährlich werden kann. Häufig sind Hühner selbst Überträger der Bakterien. Diese können das Innere der Eier kontaminieren, noch bevor sich die Schale bildet. Auch über den Kot der Vögel gelangen die Erreger auf die Eier, die in Deutschland vor dem Verkauf nicht gewaschen werden. Beim Menschen lösen Salmonellen heftigen Durchfall, Fieber, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen aus.

Foto: Rido / Shutterstock.com

KAMPAGNEN


Die Hühner in der Eierindustrie leiden immens. Durch Veröffentlichungen von Undercover-Recherchen hat Animal Equality dieses Leid in Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Mexiko, Brasilien und Indien wiederholt an die Öffentlichkeit gebracht.

WELTWEITER WANDEL ZUM ENDE DER KÄFIGHALTUNG


In Deutschland ist die Käfighaltung von Hühnern seit 2010 verboten. Doch in vielen anderen Ländern vegetieren noch immer unzählige Hennen in winzigen Käfigen vor sich hin. Animal Equality arbeitet weltweit daran, das Leid dieser Hühner zu verringern. Durch Unternehmenskampagnen konnten wir bereits erfolgreich das Leben von über 10 Millionen Hennen pro Jahr verbessern.

Spanien

Huevos Guillen


Der spanische Eierproduzent, Huevos Guillen, hat sich nach Gesprächen mit Animal Equality dazu verpflichtet, Käfigeier bis 2025 aus seinen Lieferketten zu verbannen. Diese Richtlinie wird künftig das Leid von 5 Millionen Hennen verringern.

Brasilien

Starbucks


Nach Verhandlungen mit Animal Equality, hat sich die Kaffeehauskette Starbucks dazu verpflichtet Eier aus Käfighaltung bis 2025 aus seinen Lieferketten in Brasilien zu verbannen. Diese Richtlinie wird das Leid von 10.000 Hennen jedes Jahr verringern.

Italien

Carrefour


Das französische Einzel- und Großhandelsunternehmen Carrefour wird ab 2020 käfigfrei sein. Das gab der internationale Konzern nach Gesprächen mit Animal Equality bekannt. Diese Richtlinie wird das Leid von 500.000 Hennen jedes Jahr verringern.

WIE KANN ICH HELFEN?


AKTIV WERDEN


Animal Equalitys Arbeit wäre nicht möglich ohne den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz zahlloser Freiwilliger. Nehmen Sie teil an Aktionen, verteilen Sie Flyer und Broschüren oder holen Sie das Virtual-Reality-Projekt iAnimal in Ihre Stadt. Tragen Sie sich hier in das kostenlose Freiwilligennetzwerk ein. Ihr Einsatz für eine bessere Welt!

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TIERFREUNDLICH ESSEN


Hühnern zu helfen ist heute einfacher denn je. Eier lassen sich beim Kochen und Backen bestens durch pflanzliche Alternativen ersetzen – ein einfacher Weg, den Tieren, der Umwelt und sich selbst etwas Gutes zu tun.

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