Fortschritt in Brasilien erreicht: Nur noch ein Schritt bis zum Ende der Zwangsmast
Die brasilianische Abgeordnetenkammer hat jetzt einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Produktion und den Handel von Lebensmitteln verbietet, die durch Zwangsmast von Tieren hergestellt werden. Jetzt fehlt nur noch die Bestätigung durch den Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Damit wäre Brasilien das zweite Land der Welt, das nicht nur die Herstellung selbst, sondern auch die Vermarktung auf Bundesebene verbietet.
Auch in Deutschland kämpfen wir für ein Verbot der Zwangsmast und des Handels mit Foie gras – und zwar in der gesamten Europäischen Union. Hilf uns, diese grausame Praktik zu beenden. Unterschreibe und teile jetzt unsere Petition:

Der Fortschritt in Brasilien ist das Ergebnis von mehr als sechs Jahren Engagement unter der Führung von Animal Equality. Seit 2020 arbeiten wir mit politischen Initiativen, öffentlichen Aktionen und institutionellem Druck an einem entsprechenden Verbot. Ein Weg, der die Verabschiedung im Senat, die Behandlung in drei Ausschüssen der Abgeordnetenkammer und die Aufhebung eines ablehnenden Gutachtens im Ausschuss für Verfassung, Justiz und Staatsbürgerschaft selbst umfasste. Mehr als 288.000 Menschen unterschrieben unsere brasilianische Petition, die auch von anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt wurde, um das Thema auf der öffentlichen Agenda zu halten.
Unser Team wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Gesetzesentwurf vom Präsidenten bestätigt und wirksam umgesetzt wird.
„Dies ist ein historischer Moment für Lateinamerika. Brasilien könnte das erste Land der Region werden, das die Produktion und den Verkauf von Foie gras eindeutig verbietet und damit ein klares Signal für den Tierschutz sendet. Dieser Schritt beeinflusst nicht nur das Leben von Tausenden Tieren direkt, sondern ebnet auch den Weg für legislative Fortschritte in anderen Ländern.“
Dulce Ramírez, Vizepräsidentin für Lateinamerika bei Animal Equality
Wie weit sind wir mit einem Verbot in Deutschland und der EU?
In Deutschland ist die Zwangsmast selbst zwar verboten, aber der Import und Verkauf sind noch erlaubt. So wird diese tierquälerische „Delikatesse“ weiterhin in deutschen Restaurants und Supermärkten angeboten. Das trifft auch auf die meisten anderen EU-Länder zu. Obwohl eine EU-weite Verordnung die Zwangsmast untersagt, werden rund 90 Prozent aller Foie gras in der Europäischen Union produziert. Möglich macht das eine Ausnahmeregelung, die von fünf EU-Ländern genutzt wird.
Deswegen ist ein konsequentes EU-weites Verbot für die Herstellung und den Handel so entscheidend. Mit unserer Kampagne „Das Ende der Zwangsmast“ setzen wir uns für die Millionen Enten und Gänse ein, die in der Stopfleberproduktion leiden. Mach mit:
Unser gesellschaftlicher Einsatz ist entscheidend! Erst 2025 hat die europäische Stopfleber-Industrie die Gesetzgebung durch Lobbyarbeit beeinflusst. Das sorgte dafür, dass die hohen Mindestlebergewichte – die nur durch Zwangsmast erreicht werden können – weiterhin in der Verordnung zu Vermarktungsstandards für Geflügelprodukte erhalten blieben.
Doch es gibt auch politisches Engagement gegen die Zwangsmast. Ende März 2026 richteten 40 Abgeordnete des EU-Parlaments einen Brief an die EU-Kommission, in dem sie ein Verbot fordern.
In unserem Artikel erfährst du mehr.

Zwangsmast – was das für die Tiere bedeutet:
Zur Herstellung von Stopfleber werden Enten und Gänse zwei- bis dreimal täglich zwangsgemästet. Dazu wird den Vögeln ein 20 bis 30 cm langes Metallrohr durch den Hals bis in den Magen gewaltvoll eingeführt und dann unnatürlich große Mengen Nahrung hineingepumpt. Die Leber schwillt dadurch bis auf das Zehnfache ihrer natürlichen Größe an. Viele Tiere leiden unter Verletzungen und Infektionen. Unsere Aufnahmen aus Undercover-Recherchen zeigen Tiere mit gebrochenen Schnäbeln und blutverschmiertem Gefieder. Es sterben bis zu 25 Mal mehr Enten und Gänse in der Zwangsmast als nicht zwangsgemästete Tiere.
Was du tun kannst:
Setze dich mit einer pflanzlichen Ernährung gegen die Ausbeutung von allen landwirtschaftlich genutzten Tieren ein. Auf Love Veg findest du komplett kostenfrei zahlreiche Tipps und leckere Rezepte, wie diese tierfreundliche Alternative zu Stopfleber.

SCHÜTZE DIESE FAMILIEN
Schon bevor sie aus ihren Eiern schlüpfen, kommunizieren Entenküken mit ihren Eltern. Trage dazu bei, diese Familien zu schützen, indem du pflanzliche Lebensmittel wählst.





