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Tierschützer*innen protestieren gegen Käfigeier – Sodexo sichert Gespräche zu

Die Aktivist*innen haben sich am Hauptsitz von Sodexo in Paris angekettet und das Unternehmen zum Handeln aufgefordert. Denn Sodexo hatte sein Versprechen gebrochen, die Käfighaltung von sogenannten Legehennen in seinen internationalen Lieferketten zu beenden. Nach fast fünf Stunden beendeten die Tierschützer*innen die Protestaktion, nachdem Sodexo zugesagt hatte, mit Animal Equality in den Dialog zu gehen.
9. Juli 2026 Aktualisiert: 9. Juli 2026
Protest bei Sodexo
Protest bei Sodexo

Fast 30 Aktivist*innen aus Europa haben sich der von Animal Equality organisierten Aktion am 9. Juli 2026 angeschlossen. Der Hintergrund: Sodexo wollte bis 2025 seine internationale Lieferkette umstellen – doch das ist nicht passiert. Stattdessen hat Sodexo die Frist auf 2035 verschoben. Mit dem Protest haben die Tierschützer*innen den Druck zu handeln auf Sodexo erhöht und klargemacht: Wir akzeptieren die Verzögerungen nicht! Nach fast vier Stunden verpflichtete sich das Unternehmen zu Gesprächen mit Animal Equality – daraufhin beendeten die Aktivist*innen ihren Protest.

Protest bei Sodexo

Animal Equality fordert Sodexo jetzt auf, einen konkreten Zeitplan für den Ausstieg aus der Käfighaltung von Hühnern zu veröffentlichen. Dabei soll das Unternehmen Fortschritte in den Ländern priorisieren, in denen es am weitesten zurückliegt.

„Wir haben heute einen ersten Fortschritt für die Hühner in den Lieferketten von Sodexo erreicht. Aber unser Engagement geht weiter, bis das Unternehmen sein Versprechen einhält und vollständig auf käfigfreie Eier umstellt. Sodexo muss jetzt nachholen, was es schon längst hätte tun müssen – die Zeit drängt. Wir fordern Transparenz und einen konkreten Zeitplan für die Umstellung.“

Sharon Nuñez, Präsidentin von Animal Equality

Sodexo ist eines der weltweit größten Unternehmen für Gebäudemanagement sowie Catering und betreibt Kantinen in Krankenhäusern, Schulen und Konzernen. Es ist in rund 43 Ländern tätig und versorgt täglich über 100 Millionen Verbraucher*innen. Millionen Hühner verbringen in den Lieferketten des Unternehmens den Großteil ihres Lebens weiterhin in Käfigen, die so eng sind, dass sie nicht einmal ihre Flügel ausbreiten können. Die Tiere haben keine Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Sie können nicht nisten, im Staub baden oder nach Futter suchen.

Ein klares Signal

Solche Protestaktionen machen Unternehmen wie Sodexo klar: Wir beobachten, was ihr tut. Wir stellen sicher, dass Tierschutzversprechen nicht einfach stillschweigend verschoben werden. Und wer seine Versprechen bricht, muss mit öffentlichem Druck und Widerstand rechnen.

Wir ziehen nicht nur Unternehmen, sondern auch die Politik zur Verantwortung. Deshalb tragen wir unsere Forderung nach einem Käfigverbot direkt nach Brüssel – zur EU-Kommission. Bist du dabei? Mehr zur Kampagne und unseren Protesten findest du hier:

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