Vogelgrippe und Afrikanische Schweinepest in Europa

Während die Folgen der derzeitigen Corona-Pandemie die ganze Welt beschäftigen und unseren Alltag verändern, ist Europa zudem von Ausbrüchen der Vogelgrippe und der Afrikanischen Schweinepest  betroffen. In den vergangenen Wochen mussten alleine in Deutschland zehntausende Vögel einen vorzeitigen Tod erleiden. Sie wurden gekeult, um eine Ausbreitung der Seuchen zu vermeiden.

Vogelgrippe (H5N8)

Bereits Mitte März dieses Jahres war die sogenannte Aviäre Influenza vom Typ H5N8, auch Vogelgrippe genannt, in einem kleinen Geflügelhaltungsbetrieb in Bad Lausick bei Legehennen nachgewiesen worden. Auch in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wurde die Ausbreitung in mehreren Ställen verschiedener Landkreise festgestellt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wurden alle Tiere in den betroffenen Betrieben getötet. Nachdem das Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) den Verdacht auf Vogelgrippe in einem Putenzuchtbetrieb in Aurich bestätigte, wurden alleine in einem Unternehmen 10.000 Puten geschlachtet.

Als Reaktion auf die Gefahr einer rasanten Verbreitung des Virus wurden Restriktionszonen, Sperrgebiete und besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhaltungsbetriebe eingerichtet. Nach weiteren Kontrollen und Untersuchungen, soll es derzeit nach Behördenangaben keine Anzeichen für eine weitere Ausbreitung der Krankheit geben. Erste Sperrbezirke, wie das Gebiet um den betroffenen Betrieb in Aurich, wurden bereits wieder aufgehoben, andere sollen voraussichtlich bis Mai bestehen bleiben. 

Im Nachbarland Polen wies der Verband der polnischen Geflügelproduzenten darauf hin, dass die Nachfrage nach Fleisch in den letzten Wochen infolge von Ausbrüchen der Vogelgrippe und der Corona-Pandemie einen massiven Rückgang verzeichnete. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen, sollen sich nun bereits erste Zucht- und Mastbetriebe dazu entscheiden, alle Tiere in ihren Ställen zu töten. 

Afrikanische Schweinepest (ASP): Wildschweine und Zuchtbetriebe betroffen

Ende März wurde in der Region Nowosolski in Polen erstmals die Afrikanische Schweinepest bei Schweinen in “Nutztierhaltung” nachgewiesen – nur circa. 75 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Ursprünge der Afrikanischen Schweinepest sind auf Wildschweinpopulationen zurückzuführen, deren Krankheitserreger auf Tiere in Mast- und Zuchtbetrieben überspringen können. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, wurden in dem polnischen Betrieb 24.000 Schweine getötet. Am 7. April meldeten die amtlichen Veterinärdienste in Polen einen neuen Ausbruch, der zweite festgestellte Ausbruch innerhalb nur eines Monats. Das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Wildtiere nach Deutschland gilt nach wie vor als hoch, eine Eindämmung der Seuche auf der polnischen Seite der Grenze zur Zeit nur schwer absehbar. Seit Beginn des Jahres, nachdem in Grenznähe tote Wildschweine positiv auf das ASP getestet worden waren, wird durch elektronische Abwehrzäune versucht, eine Ausbreitung nach Deutschland zu verhindern. Insgesamt wurden in Europa in den ersten 3 Monaten des Jahres 2020 216 positive Fälle in Schweinezuchtbetrieben getestet, die meisten davon in Rumänien.

GEFAHREN DER INDUSTRIELLEN TIERHALTUNG

Die Art und Weise, wie Tiere heute in industrieller Landwirtschaft ausgebeutet werden, hat ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. In der Industrie gelten Tiere als Wirtschaftsfaktor und werden wie Waren behandelt. Weltweit müssen Milliarden Tiere Tag für Tag unter schrecklichen Bedingungen für die Produktion tierischer Lebensmittel leiden. 

Darüber hinaus sind in der Vergangenheit immer wieder Krankheiten entstanden, die auch die öffentliche Gesundheit gefährden, da sie auf den Menschen übertragbar sind. Zoonotische Krankheiten wie der sogenannte „Rinderwahnsinn“ (BSE), die Schweinegrippe und auch die aktuelle COVID-19-Pandemie sind einige Beispiele, die als unmittelbare Bedrohung für Menschen und Tiere eine kritische Hinterfragung des zerstörerischen Systems der Tiernutzung fordern. 

WAS SIE TUN KÖNNEN

BEWUSSTE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Mit jeder tierleidfreien Mahlzeit können Sie sich gegen das Leid der Tiere und die Folgen des Handels und Konsum von Tieren entscheiden. Probieren Sie eine pflanzliche Ernährung aus – für Tiere, unsere Umwelt und all ihre Bewohner*innen!

AKTUELLE KAMPAGNE UNTERSTÜTZEN

Lebendtiermärkte sind nicht nur eine Bedrohung für Tiere, sondern auch eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlicher*innen vermuten, dass die Ursprünge tödlicher Viren wie SARS, MERS und auch COVID-19 auf solche Märkte zurückzuführen sind. Im Rahmen einer internationalen Kampagne fordert Animal Equality die Vereinten Nationen dringend dazu auf, grausame Lebendtiermärkte auf der ganzen Welt endgültig zu verbieten. 

UNTERSTÜTZEN SIE UNS UND UNTERZEICHNEN SIE DIE PETITION NOCH HEUTE!