TIERQUAL, FEHLBETÄUBUNGEN, KRANKHEITEN -13 SCHOCKIERENDE FAKTEN ÜBER SCHLACHTHÖFE

Massentierhaltung geschieht größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch wer Tierprodukte konsumiert, sollte vor den Geschehnissen in den Schlachthöfen nicht die Augen verschließen. Clevere Marketingstrategien lassen viele Menschen glauben, dass die Tiere, die auf ihren Tellern landen, aus artgerechter Haltung stammen und in den Schlachthöfen auf möglichst schmerzlose Art und Weise getötet werden. In der Realität erleiden Schweine, Kühe, Rinder und Hühner jedoch vor und während der Tötung unvorstellbare Qualen. Die hygienischen Verhältnisse in deutschen Schlachthöfen sind oft mangelhaft und ohnehin unzureichende Tierschutzvorschriften werden häufig nicht richtig eingehalten. Bevor die toten Tiere als Steak, Wurst oder Filet in Supermärkten und Ladentheken zu finden sind, müssen sie Grausamkeiten erleiden, die die Industrie vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten versucht. 

1. Krankheiten und Verletzungen

Chronische Gelenkerkrankungen bei Schweinen, entzündete Euter bei Kühen, Knochenbrüche bei eierlegenden Hühnern – haltungsbedingte Krankheiten gehören in der industriellen Tierhaltung zum Alltag. Jedes vierte Tierprodukt stammt mittlerweile von kranken Tieren. Schlechte Hygienebedingungen in den Massentierhaltungsbetrieben fördern die Ausbreitung von Viren und Bakterien. Um schwerwiegende Ausbrüche zu vermeiden, werden oft Antibiotika in das Tierfutter gemischt. Dennoch kommt es häufig zu Krankheiten und Infektionen, die durchaus auch für Konsument*innen gefährlich werden können. Immer wieder kommt es zum Beispiel dazu, dass Spuren eitriger Abszesse in gekauften Fleischwaren gefunden werden, die oftmals Fäkalbakterien enthalten. Falls sie nicht aus Zeitgründen oder Personalmangel übersehen werden, werden die kranken Organe oder Körperteile einfach abgeschnitten, der Rest wird von Fleischesser*innen unbemerkt mit verzehrt. Aufnahmen aus einem polnischen Schlachthof zeigen, wie wiederholt kranke Tiere in den Schlachthof geschmuggelt, ohne tierärztliche Inspektion geschlachtet, zerlegt und für den Verkauf als “unbedenklich” deklariert wurden. Ein Großteil des polnischen Fleisches wird in andere EU-Länder exportiert. 

Das Bundeslandwirtschaftsministerium gab 2019 zudem bekannt, dass bereits jedes zweite Hühnerfleischprodukt im deutschen Lebensmittelhandel von Durchfallerregern befallen ist. Direkt an den Schlachthöfen wurden die Keime sogar bei 79 % der Tiere nachgewiesen. Die Infektion durch den Durchfallerreger Campylobacter ist in Deutschland mittlerweile die häufigste meldepflichtige Krankheit. 

2. Fehlbetäubungen bei der Schlachtung

Aufgrund des hohen Zeitdrucks und des zum Teil nicht ausreichend ausgebildeten Schlachthofpersonals kommt es viel zu häufig vor, dass Tiere vor der Tötung nicht richtig betäubt werden. Oftmals haben die Arbeiter*innen pro Tier nur wenige Momente Zeit, Hühner kopfüber in den Vorrichtungen einzuhängen, Schweine mit der Elektrozange oder Rinder mit dem Bolzenschussgerät zu betäuben. Die betroffenen Tiere erleiden bei diesen Vorgängen starke Schmerzen. Oft kommt es zu Verletzungen wie Knochenbrüchen, wenn sie sich in Todesangst dem gewaltsamen Umgang der Schlachthofmitarbeiter*innen zu wehren versuchen. Zur Betäubung werden häufig kostengünstige und platzsparende Methoden wie die elektrische Wasserbadbetäubung bevorzugt. Kopfüber hängend werden die Hühner dabei in das Wasserbad getaucht und elektrischem Strom ausgesetzt. Ob das Tier dabei richtig eintaucht und welche Strommenge durch jeden Vogel fließt, ist nicht kontrollierbar. Bei vielen von ihnen schlägt die Betäubung fehl. 

Erschreckend hoch ist die Fehlbetäubungsrate auch bei anderen Tieren: etwa 12 von 100 Schweinen, die manuellen elektrischen Betäubungsverfahren unterzogen wurden, zeigen unmittelbar vor der Tötung durch den Bruststich noch Anzeichen für Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen. 

In Deutschland wird die Mehrheit der Schweine mit CO2-Gas betäubt. Sie werden einzeln oder in Gruppen mit in eine Betäubungskammer befördert, in der sich Kohlenstoffdioxid befindet. In der Regel dauert es circa 30 Sekunden, bis die Tiere bewusstlos werden, bei einigen jedoch auch länger, sodass viele von ihnen nicht vollständig betäubt sind, wenn sie getötet werden.

Fehlgeschlagene Betäubungsversuche durch den Bolzenschuss führen jährlich auch bei 200.000 Rindern dazu, dass sie bei vollem Bewusstsein wahrnehmen müssen, wie sie geschlachtet werden.

3. Auch Bio-Siegel schützen nicht vor Tierqual

Immer wieder greifen Menschen, denen das Wohl der Tiere am Herzen liegt, bei ihrem Einkauf zu Bio-Produkten, als vermeintlich bessere Alternative. Unterschiedlichste Bio-Siegel werben mit glücklichen Tiere und einer „artgerechten“ Haltung. Jedoch stimmen diese Versprechungen nicht mit der Realität überein.

Denn auch in Bio-Haltung ist das Leben der Tiere durch unnatürliche und entfremdete Abläufe geprägt. Um die Milch der Kühe für den menschlichen Konsum zu verkaufen, werden beispielsweise neugeborene Kälber in der Milchindustrie schon kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Ein äußerst dramatische Erfahrung für Mutter und Kind. Die Bio-Standards unterscheiden sich zudem meist nur unmerklich von jenen der konventionellen Haltung. Für die Tiere bedeutet das häufig, nur ein paar Zentimeter mehr Platz zu haben. Für ein Schwein mit über 110 kg Gewicht, sehen Bio-Betriebe nur 1,5 m² Platz im Stall und 1,2 m² Auslauffläche vor. Dies ist alles andere als artgerecht – in der freien Natur nutzen z. B. Wildschweine mindestens 1000 Hektar Fläche.

Zudem gab es in den letzten Jahren in Deutschland vermehrt Fälle von Schlachthöfen mit Bio-Zertifizierung, die aufgrund gravierender Verstöße gegen das Tierschutzgesetz schließen mussten. Videoaufnahmen dokumentierten, wie Rinder und Schweine mit Starkstromzangen oder Elektroschockern gequält und ohne ausreichende Betäubung bei vollem Bewusstsein getötet wurden. Auch die vermeintlich “glücklichen” Bio-Tiere leiden und werden dann, viel zu jung, ihres Lebens beraubt – mit den gleichen Schlachtmethoden und in den gleichen Schlachthöfen wie jene aus konventioneller Haltung. 

4. Unnötige Tierqual

Um den reibungslosen Ablauf der Industrie nicht zu stören, müssen sich die Tiere möglichst zügig von einem Ort zum anderen bewegen. Doch es gibt verschiedene Gründe, weshalb manche von ihnen sich auf dem Weg zum Schlachter nicht fortbewegen können oder wollen. Eine Vielzahl der Tiere hat nie richtig gelernt, mit ihrem Körper umzugehen. Rindern aus Anbindehaltung zum Beispiel, fällt deshalb selbst einfaches Gehen oft schwer. Da viele Tiere ahnen, was auf sie zukommt, geraten sie in Panik: sie weigern sich, weiterzugehen oder versuchen wegzulaufen. Gewalttätige Reaktionen der Schlachthofmitarbeiter*innen sind keine Seltenheit. Unzählige Videoaufnahmen aus verschiedenen Schlachthöfen zeigen, wie die Tiere zum Vorantreiben geschubst, getreten oder geworfen werden. Sie müssen unnötige Qualen erleiden, während man sie an Seilwinden aus den Transportfahrzeugen zerrt, mit scharfen und spitzen Gegenständen quält oder mit Elektroschocks misshandelt. 

5. Tötung schwangerer Tiere

Seit dem 1. September 2017 ist es in Deutschland verboten, trächtige Tiere (ausgenommen von Ziegen und Schafen) im letzten Schwangerschaftsdrittel zu schlachten. Es sei denn, ein Tierarzt genehmigt die Tötung aus krankheitsbedingten Gründen. Eine Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts hat gezeigt, dass ungeborene Kälber bei der Schlachtung schwangerer Kühe minutenlang um ihr Leben kämpfen und qualvoll ersticken. Es ist jedoch schwierig, das genaue Trächtigkeitsstadium zu bestimmen und ohne wissenschaftliche Bestätigung herrscht immer noch keine Klarheit darüber, ob die Föten bereits in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft Schmerzen empfinden. Zudem werden schwangere Tiere häufig anstrengenden und qualvollen Transporten ausgesetzt.

6. Jungtiere

Tiere, die in industrieller Tierhaltung aufwachsen, erreichen meist nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung, wenn sie wegen ihres Fleisches geschlachtet werden. Oder ihr Leben wird viel zu früh beendet, weil ihre ausgezehrten Körper in der wirtschaftlich orientierten Industrie nicht mehr als rentabel gelten. Während zum Beispiel sogenannte “Masthühner” schon nach etwa 42 Tagen sterben müssen, kann ein Huhn in natürlicher Umgebung bis zu acht Jahre alt werden. Viele Tiere, die für unseren Konsum leiden und sterben, sind im Grunde noch im Kindesalter.

7. Tiere wissen, was in den Schlachthöfen mit ihnen geschieht

Schweine, Rinder und Hühner sind emotionale Lebewesen. In der industriellen Tierhaltung erleiden sie große Angst und müssen miterleben, wie andere Tiere neben ihnen verenden oder vor ihren Augen geschlachtet werden. Es gibt immer wieder Berichte von Tieren, die aus dem Schlachthof oder von Transporten zum Schlachthof geflohen sind. Wie zum Beispiel Ferdinand, der kleine Bulle, über den wir bei Animal Equality vor einiger Zeit berichteten. In Todesangst hatte er das Unmögliche geschafft und konnte aus der Tötungsbox und aus dem Schlachthof entkommen. Nach einer aufregenden Rettungsaktion, konnte er auf dem Erdlingshof in Bayern ein neues Zuhause finden und kann dort mit anderen geretteten Tieren sein Leben genießen.

Die meisten Tiere haben allerdings nicht solches Glück, ihr kurzes Leben endet qualvoll im Schlachthof.

8. Tierärzt*innen stehen unter Druck, Tierschutzverstöße werden nicht gemeldet

In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichterstattungen darüber, wie Tierärzt*innen unter Druck gesetzt wurden, Verstöße gegen Tierschutzverordnungen nicht zu melden. Falls sie es doch wagten, wurden sie von Schlachthofbetreibenden gemobbt oder erhielten teilweise sogar Morddrohungen von Mitarbeiter*innen, die um ihren Job fürchteten. Aufgrund dieser Umstände ist es schwierig, Personen zu finden, die bereit sind, die Missstände vor Gericht zu bezeugen. Da die Anklageverfahren sich derart schwierig gestalten, nervenzehrend sind und meist ins Leere verlaufen, entscheiden sich die Tierärzt*innen oftmals dagegen, die Verstöße zu melden.

9. Verhalten der Mitarbeiter*innen: Urinieren in der Fleischproduktion

Ein im Jahr 2018 veröffentlichtes Video zeigt, wie ein US-amerikanischer Schlachthofmitarbeiter direkt neben ein Fließband voller Fleisch uriniert und ungehindert weiterarbeitet. Bereits 2016 deckte ein Bericht von Oxfam auf, dass Mitarbeiter*innen amerikanischer Fleischunternehmen keine Toilettenpausen gewährt werden, um die effiziente Produktion nicht zu stören. Auch aus deutschen Betrieben sind Videoaufnahmen bekannt, die Schlachthofmitarbeiter*innen dabei zeigen, wie sie unmittelbar vor dem Schlachtbereich direkt neben Schweine urinieren. Unabhängig davon, welche Gründe die Mitarbeiter*innen zu solchen Taten bewegen: derartige Bedingungen in den Schlachthöfen bieten kein würdevolles Umfeld für die Tiere und Menschen. Die grobe Vernachlässigung grundlegender Hygienevorschriften und Verhaltensregeln birgt letztendlich auch gesundheitliche Gefahren für die Verbraucher*innen.

Schlachthof: Ausbeutung von Mensch und Tier

Seit es in den vergangenen Wochen in deutschen Schlachthöfen vermehrt zu Ausbrüchen des Corona-Virus kam, sind die Missstände in der Fleischindustrie verstärkt in den Fokus öffentlicher Debatten gerückt. In der Kritik stehen vor allem die schlechten Arbeitsbedingungen, die Arbeíter*innen ausnutzt und gesundheitlichen Gefahren aussetzt. Expert*innen sprechen bereits von “sklavenähnlichen” Zuständen.  Die Corona-Pandemie verschärft Probleme, die in der Fleischindustrie keineswegs neu sind: Tierqual, mangelnde Hygiene und hohe Gesundheitsrisiken. 

10. Krankheiten

Als Hot-Spots für die Ausbreitung des Coronavirus sind deutsche Schlachthöfe in den vergangenen Wochen in die Medien geraten. Die hohen Infektionszahlen sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass erforderliche Sicherheitsmaßnahmen vor Ort nicht eingehalten werden. Generell begünstigen die Bedingungen in den Schlachthöfen den Ausbruch von Krankheiten. Die kühlen und feuchten Hallen der Schlachthöfe bieten genau das richtige Klima für die Ausbreitung von Viren. Da die Körper der Tiere an den Fließbändern ständig in Bewegung sind, steht auch die Luft nie still, wodurch sich das Virus stärker verbreiten kann. Die Beschäftigten stehen an den Fließbändern eng beieinander und tragen aufgrund der schlechten Luft und der körperlichen Anstrengung oft keine Schutzmaske, um besser atmen zu können. Arbeiter*innen erzählen, dass es beim Fließband und den Umkleiden nahezu unmöglich sei, den Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. 

Auch nach der Arbeit ist das Risiko sich anzustecken sehr hoch. Oftmals sind die Beschäftigten in Sammelunterkünften untergebracht, wo sie auf engstem Raum mit anderen Arbeiter*innen leben müssen und dazu gezwungen sind, ihre Wohn- und Schlafräume, sowie sanitäre Anlagen zu teilen.

Wer im Schlachthof arbeitet, ist auch anfällig für andere gefährliche Krankheiten. Das Immunsystem der Mitarbeiter*innen leidet, denn sie sind ständigem Stress und Kälte ausgesetzt. In den letzten Jahren wurden immer mehr Tuberkulosefälle in Deutschland bekannt. 2018 wurde offiziell die Erkrankung von drei Schlachthofmitarbeitern im Landkreis Cloppenburg bestätigt, von denen eine Person sogar an der tödlichen Infektionskrankheit verstorben war. Ausreichende Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen wie Mundschutz und Kopfbedeckungen sind oft nur provisorisch vorgeschrieben, die allgemeine Hygienesituation bleibt in vielen Schlachthöfen unzureichend. 

11. Psychische Auswirkungen

Wer im Schlachthof arbeitet, tötet Tiere in Akkordzeit. Auch wenn der Fokus auf den reibungslosen Produktionsprozess im Umgang mit Blut und toten Körperteilen abstumpfend wirken kann: die tägliche Konfrontation mit den Qualen und dem Tod tausender Lebewesen ist für die Mitarbeiter*innen extrem belastend. Viele werden unter dem Druck gewalttätig und lassen ihren Frust schließlich an den Tieren aus, trinken Alkohol oder nehmen Drogen.

12. Schlechte Bezahlung, unsichere Arbeitsverhältnisse

Schlachthofmitarbeiter*innen müssen mittlerweile nach dem Mindestlohn bezahlt werden. Dabei wird häufig von ihnen verlangt, selbst für Arbeitsmittel, Schutzkleidung und überteuerte Unterkünfte aufzukommen. Die Arbeitszeiten sind ungesetzmäßig lange. Auf dem Arbeitsmarkt erscheinen Berufe in der Fleischbranche deshalb wenig attraktiv, auch in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. Die Nachfrage nach Fleischprodukten ist da, doch immer weniger junge Menschen in Deutschland bewerben sich in diesem Bereich für eine Ausbildung. Um die Lücken zu füllen und ihre Wirtschaftlichkeit zu erhalten, greifen einige Betriebe bereits auf Auszubildende aus fernen Herkunftsländern, beispielsweise Vietnam zurück. Aufgrund des erheblichen Fachkräftemangels übernehmen größtenteils bereits ungelernte Lohnarbeiter*innen aus Osteuropa die Arbeit. Viele Schlachthofbetreibende geben ihre Verantwortung ab, indem sie ihr Personal an Subunternehmen auslagern, welche wiederum andere Unternehmen beauftragen. So entstehen unüberschaubare Vertragsverhältnisse ohne gesicherte Arbeitnehmer*innenrechte. Die Werkvertragsarbeiter*innen erhalten ihren Lohn nur nach erbrachter Leistung, weshalb sie in Krankheitsfällen häufig auch mit  Symptomen zur Arbeit gehen und die Ansteckungsgefahr unter Angestellten erhöhen. 

Im Rahmen eines Arbeitsschutzprogramms plant die Bundesregierung jetzt, Werkverträge und Leiharbeit in der Branche ab 2021 zu verbieten. Schlachtung  und die Verarbeitung von Fleisch  sollen dann nur noch vom Personal des eigenen Betriebs zulässig sein. Vertreter*innen der Tierindustrie deuteten jedoch bereits an, gegen die Pläne juristisch vorzugehen.

13. Unzureichende Kontrollen

2018 hatte der deutsche Bundestag ein „Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft“ verabschiedet. Durch strengere Vorschriften sollte den Arbeiter*innen damit mehr Schutz zugestanden und wieder mehr Verantwortung auf die Schlachthofbetreibenden übertragen werden. Die Daten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zeigten allerdings, dass seit dem Gesetz sogar nur noch die Hälfte der notwendigen Kontrollen durchgeführt wurde, obwohl die Prüfungen der vorangegangen Jahre eine zunehmende Anzahl von Gesetzesverstößen aufgedeckt hatten. Als Antwort auf die Corona-Ausbrüche in Fleischbetrieben fordert Arbeitsminister Heil schärfere Kontrollen und Bußgelder. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will sich nun für höhere Strafen einsetzen. 

Um den menschlichen Hunger nach Fleisch zu stillen und daraus Profite zu schlagen, werden Tiere in Massentierhaltung gezüchtet, gequält und auf grausame Weise getötet. Auch die Rechte der Menschen, die in der Fleischproduktion arbeiten, werden jeden Tag auf unfassbare Weise missbraucht. 

WAS SIE TUN KÖNNEN:

Mit einer pflanzlichen Ernährung können wir dazu beitragen, ein bessere Welt zu schaffen, in der alle Lebewesen Schutz und Respekt erfahren. Mit jeder veganen Mahlzeit entscheiden wir uns gegen ein System der unnötigen Ausbeutung. 

Probieren Sie es aus und retten Sie Leben!