VEGANISMUS IN FILM UND LITERATUR

In Filmen und Büchern begegnen uns oft tierische Held*innen, mit denen wir mitfiebern und denen wir nur das Beste wünschen. Wie kommt es, dass wir uns einerseits ein Happy End für diese Tiere wünschen, sie aber andererseits in der Realität ausbeuten und töten?

VEGANISMUS IN ANIMATIONSFILMEN

Disney, Pixar & Co. schauen viele Menschen nicht nur in ihrer Kindheit gern. Die spannenden Geschichten mit ihren lustigen, mutigen und fiesen Charakteren ziehen auch Erwachsene in ihren Bann. Prinzessinnen wie Schneewittchen werden als überaus tierlieb dargestellt, wohingegen böse Charaktere immer wieder dabei erwischt werden, wie sie Tiere quälen. Ein Beispiel ist hier die Meerjungfrau Arielle, deren bester Freund ein Fisch ist. Die böse Hexe Ursula wirkt umso schrecklicher, weil sie Meerestiere lebendig verspeist. Auch in der Menschenwelt muss Arielle feststellen, dass ihre Freund*innen aus der Unterwasserwelt ihr hier nur tot auf den Tellern begegnen. Erschrocken hilft sie der Krabbe Sebastian, diesem schrecklichen Schicksal zu entgehen. Auch bei “Findet Nemo” feuern wir innerlich die Fische an, die sich schon im Schleppnetz eines Fischerbootes befinden und um ihr Leben kämpfen. Tiere werden in den Filmen als individuelle Charaktere gezeigt, die Schutz und Respekt verdienen. 

VEGANISMUS IN BÜCHERN

In Büchern werden Figuren oft ebenfalls von einer*m tierischen Freund*in begleitet. In Klassikern wie “Schwein gehabt, Knirps!” und “Wilbur und Charlotte” betrachten wir die Welt aus Sicht der Tiere. Wenn wir uns auf diese Geschichten einlassen, versetzen wir uns in die Lage der Tiere – wir fühlen mit ihnen mit und verstehen sie besser. Es wird deutlich gemacht, dass Menschen zu Unrecht zwischen Hunden und Schweinen (und anderen Tieren der Nutztierindustrie) unterscheiden bzw. sie so verschieden behandeln. Das Mädchen Fern geht sogar noch weiter und konzentriert sich darauf, was sie und das Schwein Wilbur gemeinsam haben. Als ihr Vater Wilbur töten will, fragt sie ihn, wo denn der Unterschied zwischen ihr und dem Schweinekind sei. Auch in der Geschichte von Babe gibt es einen Menschen, der sich letztendlich dafür einsetzt, dass Babe weiterleben darf: Farmer Hoggett ist im Gegensatz zu Fern schon ein erwachsener Mann. Aber nachdem er sich eine Zeit lang mit dem Schweinchen Babe beschäftigt hat, kann auch er keinen Unterschied mehr zu seinen Hunden erkennen. Wenn wir uns “im wirklichen Leben” intensiv mit einem sogenannten “Nutztier” beschäftigen würden, würde es uns nicht anders ergehen als Fern und Farmer Hoggett. Wir würden über ihren ganz eigenen Charakter und ihre Intelligenz staunen, so wie wir es jetzt schon bei unseren Hunden tun. 

NACH DEM HAPPY END

Obwohl ein glückliches Ende der Geschichten mit unseren ethischen Werten übereinstimmt, entscheiden wir uns in der Realität oft gegen ein Happy End für die Tiere. Wir wollen, dass es den Tieren gut geht, handeln aber nicht danach. Diese Gegensätzlichkeit zwischen unserer Moralvorstellung und unserem Handeln kommt unter anderem dadurch zustande, dass wir die Milliarden Tiere der Nutztierindustrie nie zu Gesicht bekommen. Es fällt leicht, nicht an die leidenden Tiere zu denken, wenn wir ihr Leid nicht sehen. 

WIE WIR BABE & CO. WIRKLICH RETTEN

Doch das Ignorieren des Leids wird immer schwieriger. Mehr und mehr Menschen informieren sich über die Nutztierindustrie und fangen an, mit einer Ernährungsumstellung Tiere und Umwelt zu schützen. Tierschutzorganisationen wie Animal Equality nutzen die Chance, die soziale Medien uns geben und teilen Bilder aus der Nutztierindustrie mit der Öffentlichkeit. Lassen Sie das Happy End nicht in der fiktionalen Welt, sondern tragen Sie aktiv dazu bei, auch für die unzähligen Tiere in Massentierhaltung eine bessere Welt zu gestalten.

Entscheiden Sie sich noch heute für eine pflanzenbasierte Ernährung!