FISCHE: WIE SIE MIT IHREN OHREN KORALLENRIFFE RETTEN

Korallenriffe sind als Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere unersetzbar für die Erhaltung des empfindlichen Ökosystems in den Meeren. Fische helfen dabei, die bunten Korallenriffe sauber zu halten und Nährstoffe zu verwerten; sie sind sozusagen die Gärtner der Korallenriffe. Infolge der globalen Erwärmung wird es aber nicht nur an Land immer wärmer, auch die Meerestemperaturen steigen. Vielen Korallen wird es zu warm und sie sterben. Nach und nach verschwinden die Fische aus der immer trister werdenden Korallenwelt und damit die letzte Hoffnung, die Korallen wieder aufzupäppeln. Einige Forscher*innen überlegten, wie sie die Fische wieder zurückholen und die Erholung des Korallenriffes beschleunigen könnten. 

Eine brillante Idee

Ein normales Korallenriff ist alles andere als still: Die Meerestiere kommunizieren miteinander, es tschilpt und zirpt, man hört Grunzen und Knistern. Ohne diese Geräusche ist es unwahrscheinlich, dass Fische angelockt werden – selbst wenn neue Korallen gepflanzt wurden. Forscher*innen hatten nun die Idee, die Fische mit eben diesen Geräuschen zu überzeugen: An abgestorbenen Riffen installierten sie Unterwasserlautsprecher, die gesunde Riffgeräusche abspielten, und schufen so einen für die Fische akustisch ansprechenden Lebensraum. Tatsächlich stieg an den beschallten Korallenriffen die Artenvielfalt in den folgenden Wochen um 50 Prozent, die Zahl der Fische verdoppelte sich. Fische können so aktiv dazu beitragen, Unterwasserwelten zu schützen. 

Fische haben Ohren?!

Manch eine*r wird sich beim Lesen der letzten Zeilen sicherlich gewundert haben. Fische können Geräusche wahrnehmen und diese sogar unterscheiden? Ganz recht! Die schuppigen Meerestiere besitzen nämlich gute Ohren: Hinter den Augen befinden sich kleine Röhrchen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und funktionell dem Innenohr von Landwirbeltieren ähneln. So können sie mit ihren Artgenossen kommunizieren oder eben eine passende neue Heimat finden. Das Hauptsinnesorgan der Fische ist allerdings das Seitenliniensystem, welches bei einigen äußerlich als dünner Längsstreifen gut erkennbar ist. Mithilfe dieses Sinnes sind sie in der Lage, Druck, Erschütterungen und Strömungen sowie deren Ursprungsort wahrzunehmen. Sobald das Wasser, welches der Fisch vor sich herschiebt, auf ein Hindernis stößt, trifft die Druckwelle das Seitenlinienorgan und warnt den Fisch auf diese Weise rechtzeitig. Auch der Geruchs- und Geschmackssinn ist bei Fischen sehr gut entwickelt – bei den Forellen zum Beispiel ist dieser eine Million mal feiner als bei uns Menschen.

Die Fische beim Weltretten unterstützen

Obwohl die Fische so wichtig für den Schutz unserer Umwelt sind, zerstören wir weiterhin deren Lebensräume und töten unzählige von ihnen für unseren Genuss. Dabei könnten wir auch ohne ihr Fleisch eine leckere fischige Mahlzeit haben – und das alles rein pflanzlich. Fische können genau wie wir Schmerzen empfinden, dennoch müssen sie unseretwegen grausame Qualen erleiden. Helfen Sie uns, eine bessere Welt für die Fische zu gestalten, indem Sie sich für eine pflanzliche Ernährung entscheiden. LoveVeg steht Ihnen mit leckeren Rezepten und Tipps zur Seite. So retten Sie nicht nur das Leben der schuppigen Meeresbewohner, sondern helfen ihnen auch dabei, Unterwasserwelten und damit auch ein gewaltiges Stück unserer Welt zu schützen.

Quellen:
Deutschlandfunk (10.02.2020): “Lautsprecher locken Fische an Korallenriffe”
Faunalytics (25.02.2020): “Reef Sounds – Music To Fishes’ Ears?”
Planet Wissen (30.09.2019): “Die Sinne der Fische”