Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
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Verräter der Tie­re mit beeindruckenden Protest­aktionen in Brüssel entlarvt

Mit mehr als 100 Aktivist*innen haben wir am 20. bis 22. Mai in Brüssel gegen die gebrochenen Versprechen der Europäischen Kommission protestiert. Mit einem symbolischen Protestzug durch die Stadt haben wir den institutionellen Verrat an Millionen Tieren und EU- Bürger*innen sichtbar gemacht.
21. Mai 2026 Aktualisiert: 22. Mai 2026
Protest in Brüssel
Protest in Brüssel

Mit unseren regelmäßigen Aktionen verstärken wir unsere Forderungen für eine konsequente EU-Tierschutzreform, inklusive Verbote der Käfighaltung und des Kükentötens. Die EU-Kommission muss noch in 2026 entsprechende Gesetzesvorschläge und einen konkreten Fahrplan vorlegen. Denn seit Jahren versprechen die verantwortlichen Politiker*innen Maßnahmen, die sie immer wieder verschieben und ihre Verpflichtungen ignorieren. Diesen Verrat an hundert Millionen Tieren und den europäischen Bürger*innen haben wir erneut auf eindrucksvolle Weise sichtbar gemacht. Am ersten Protesttag haben wir lautstark mit mehr als 100 Aktivist*innen an der DG SANTE, dem Sitz von Tierschutzkommissar Olivér Várhelyi, deutlich gemacht, dass wir seine Ignoranz nicht akzeptieren.

Protest in Brüssel

Am zweiten Protesttag zogen wir vom Place du Luxembourg zum Berlaymont-Gebäude, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission. Einige Aktivist*innen an der Spitze des Protestzugs trugen Masken von Ursula von der Leyen, Olivér Várhelyi und Christophe Hansen und ein Banner mit der Aufschrift: „Wer wird Bürger*innen und Tiere verraten?“ Dahinter weitere Protestierende mit Plakaten, die das Leid der Tiere zeigten und Botschaften wie „Stop This Suffering“ (Beendet dieses Leid) trugen.

Protest in Brüssel

Am dritten Protesttag machten wir vor dem Berlaymont-Gebäude mit Schildern in Form von Mülltonnen auf das Leid von männlichen Küken in der Eierindustrie aufmerksam: Sie werden noch immer in einigen EU-Ländern direkt nach der Geburt getötet und wie „Abfall entsorgt“, weil sie keine Eier legen können. Wir fordern ein Ende dieser grausamen Praxis.

Protest in Brüssel

Am Nachmittag entrollten wir am Place de la Monnaie, einem der zentralen Plätze Brüssels, ein großes Banner: „Democracy – Protect What Matters“ (Demokratie – Schütze, was zählt). Diesen Slogan nutzt die EU-Kommission selbst für eine aktuelle Kampagne. Wir zeigen, was das in Bezug auf den Tierschutz bedeutet. Denn was die Kommission tatsächlich schützt, sind nicht die Interessen der Bürger*innen oder das Wohl der Tiere – sondern die Profite der Tierhaltungsindustrie, wie unsere Datenanalyse zeigt. Demokratie wird zu einem leeren Wort, wenn nur einer Seite zugehört und nur wirtschaftlichen Interessen nachgegangen wird.

Protest in Brüssel

Sechs Jahre gebrochene Versprechen

2020 kündigte die EU-Kommission im Rahmen der „Farm to Fork“-Strategie (Vom Hof auf den Tisch) an, die Tierschutzgesetzgebung bis Ende 2023 umfassend zu überarbeiten. 2021 folgte nach der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age“ mit über 1,4 Millionen Unterschriften die konkrete Zusage, die Käfighaltung schrittweise zu beenden – mit einem Legislativvorschlag bis Ende 2023. Im aktuellen Arbeitsprogramm der EU-Kommission 2026 findet sich stattdessen lediglich eine unverbindliche „Nutztierstrategie mit Elementen zum Tierschutz“ für das zweite Quartal 2026 – kein Gesetzentwurf.

Währenddessen leiden noch immer mehr als 300 Millionen Tiere in der EU jährlich in Käfigen. Ebenso werden weiterhin jedes Jahr Millionen männliche Küken in der EU direkt nach der Geburt getötet. Das muss endlich und endgültig enden! Unterschreibe und teile jetzt unseren Offenen Brief an die EU-Kommission:

Protest in Brüssel

Tierhaltungsindustrie dominiert den Zugang zur Kommission

Unsere aktuelle Analyse legt zudem ein alarmierendes Ungleichgewicht und das systematische Ausmaß von Einflussnahme offen: Von Dezember 2024 bis März 2026 haben die Kommissare Várhelyi und Hansen sowie ihre Kabinette laut Register der Europäischen Kommission insgesamt 708 öffentliche Treffen abgehalten. In mindestens 46 dieser Treffen diskutierten die Fleisch-, Geflügel- und Milchindustrie das Thema Tierschutz mit den beiden Kommissaren und ihren Kabinetten. Mit Tierschutzorganisationen fanden im selben Zeitraum nur sieben Treffen statt – ein Verhältnis von knapp 7:1. Erfahre hier mehr darüber, wie die Tierindustrie die EU-Politik beeinflusst.

LEBE DEIN MITGEFÜHL

Einer der effektivsten Wege, um das Leben landwirtschaftlich genutzter Tiere nachhaltig zu verbessern, ist der Umstieg auf pflanzliche Alternativen. Besuche Love Veg und starte noch heute mit einer pflanzlichen Ernährungsweise.


Aktuellste Neuigkeiten
16. Juli 2026

Seit fünf Jahren verspricht die EU-Kommission einen schrittweisen Ausstieg aus der Käfighaltung. Ein verbindlicher Zeitplan oder konkrete Gesetzesvorschläge liegen bis heute nicht vor. Und das, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig belegen, wie leidvoll die Käfighaltung ist, und auch EU-Bürger*innen seit Jahren ein Verbot fordern. Was hält die Politik also vom Handeln ab? Unsere neue Auswertung zeigt jetzt, welche Rolle die Agrarlobby dabei spielt.
9. Juli 2026

Die Aktivist*innen haben sich am Hauptsitz von Sodexo in Paris angekettet und das Unternehmen zum Handeln aufgefordert. Denn Sodexo hatte sein Versprechen gebrochen, die Käfighaltung von sogenannten Legehennen in seinen internationalen Lieferketten zu beenden. Nach fast fünf Stunden beendeten die Tierschützer*innen die Protestaktion, nachdem Sodexo zugesagt hatte, mit Animal Equality in den Dialog zu gehen.
8. Juli 2026

Seit Monaten kämpfen wir gemeinsam für die Tiere in der EU. Jetzt hat die Europäische Kommission die lang erwartete Nutztierstrategie vorgestellt. Darin verpflichtet sich die Kommission, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der unter anderem den schrittweisen Ausstieg aus der Käfighaltung sowie ein Ende der Tötung männlicher Küken vorsieht. Das ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir sind noch nicht am Ziel.