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Animal Equality deckt Tiertransporte in Mexiko auf

Dezember 21, 2022
kühe auf einem tiertransport kuh auf einem tiertransport

Animal Equality deckt die Zustände bei Transporten lebender Tiere in Mexiko auf. Die Bilder der Recherche von Animal Equality zeigen die Bedingungen, unter denen Schweine, Hühner und Rinder zwischen Haltungsbetrieben und sogenannten „Schlachthöfen“ transportiert werden, wo sie für den menschlichen Verzehr getötet werden.

Die Aufnahmen zeigen unter anderem Verstöße gegen offizielle mexikanische Richtlinien, die den Transport von Tieren regeln und dafür sorgen sollen, ihr Leid zu verringern. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Beschäftigte die Tiere mit Schlägen zur Bewegung zwingen oder beim Entladen keine Rampe benutzen, sodass die Tiere stürzen und sich verletzen können. Außerdem sind viele der LKWs deutlich überladen.

Schlachthausmitarbeiter tritt auf Schweine ein

Die Zustände bei Tiertransporten

Während des Transports sind die Tiere verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt, die ihnen Schaden zufügen: Trennung von der Tiergruppe und der ihnen wenigstens vertrauten Umgebung, Misshandlungen durch Arbeiter*innen, laute Geräusche, Erschütterungen, mögliche Verkehrsunfälle, Hunger, Durst und widrige Wetterbedingungen. All dies verschlimmert sich für die Tiere, wenn sie krank, verletzt oder schwanger sind – insbesondere, wenn der Transport sehr lange andauert.

Die von unserem Ermittlungsteam aufgenommen Bilder dokumentieren folgendes Tierleid:

  • Die Beschäftigten laufen über die Körper der Tiere, treten und schlagen sie, um sie zur Bewegung zu zwingen.
  • Die Tiere haben nicht genug Platz und werden in überfüllten LKWs transportiert.
  • Die Tiere müssen während der Transporte inmitten ihrer Fäkalien und ihrem Urin stehen.
  • Beim Aussteigen zwingen Arbeiter*innen die Tiere, aus dem Fahrzeug zu springen, da es keine Rampe gibt.
  • Hühner werden beim Einfangen an den Gliedmaßen gegriffen und festgehalten, was zu Knochenbrüchen führen kann.
  • Die Fahrzeugböden sind rutschig, was zu Verletzungen der Tiere führen kann.
  • Es werden auch verletzte und verwundete Tiere transportiert. Das ist unvereinbar mit offiziellen mexikanischen Bestimmungen und Standards zum Schutz von Tieren.
  • Fahrzeuge ohne ein Dach, das die Tiere vor Sonne, Regen oder Hagel schützen könnte.

Tiere fühlen und wir müssen das anerkennen

Tiere, die für den menschlichen Verzehr gehalten und getötet werden – wie Hühner, Schweine und Rinder –, sind fühlende Individuen. Das bedeutet, dass sie ihre Umgebung wahrnehmen und Schmerzen, Hunger, Hitze oder Kälte sowie Angst, Frustration und Leid empfinden können.

Trotzdem werden sie bei ihrer Haltung, bei Transporten und bei der Schlachtung rücksichtslos behandelt, wie Animal Equality wiederholt dokumentiert hat – nicht nur in Mexiko, sondern auch in Deutschland und vielen anderen Ländern.

Animal Equality setzt sich weiterhin dafür ein, dass Gesetze erlassen werden, die es ermöglichen, derartige Grausamkeiten anzuprangern und zu beenden. Gleichzeitig können jedoch auch Verbraucher*innen den Tieren helfen: Wir alle haben es in der Hand, unsere Ernährung so zu ändern, dass sie unserem Mitgefühl mit den Tieren entspricht.

Bitte denke darüber nach, Tiere von deinem Teller zu streichen. Wenn es keine Nachfrage nach ihrem Fleisch, ihren Eiern oder ihrer Milch gibt, müssen sie auch nicht mehr diese grausamen Transporte durchmachen. In unserem kostenlosen Ernährungsprogramm LoveVeg findest du Hunderte von Rezepten und Tipps, die es so einfach machen, pflanzliche Alternativen zu wählen.

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns schon einmal LKWs begegnet sind, die Tiere auf der Straße transportieren. Manchmal ist das, was wir da sehen, so überwältigend, dass wir die Augen abwenden und uns so der Realität und den schwerwiegenden Folgen des Konsums tierlicher Produkte entziehen. Diese Recherche zeigt den Weg auf, den wir einschlagen können, um die Grausamkeit von Lebendtiertransporten zu beenden. Dank dieser Recherche können wir uns besser informieren und zugunsten der Tiere handeln.

Dulce Ramírez, Vizepräsidentin von Animal Equality in Lateinamerika und Geschäftsführerin in Mexiko

Deine Unterschrift macht einen Unterschied für die Leben der Tiere! Die Videos, in denen wir die Grausamkeiten aufzeigen, die die Tiere erleiden, können Behörden dazu bewegen, zugunsten der Tiere zu handeln. Und sie können die Menschen dazu motivieren, ihre Ernährung zu ändern, um respektvoller mit Tieren umzugehen.

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