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Die aktuellsten Neuigkeiten und Updates rund um Animal Equalitys Arbeit

Mit dem Rückenwind aus Italien für Hühner kämpfen

Vor einigen Wochen hat Animal Equality in Italien einen historischen Erfolg gefeiert und nach jahrelanger Kampagnenarbeit erreicht, dass Italien als drittes Land innerhalb weniger Monate endlich das Kükentöten verbietet. Das ist nicht nur Grund zur Freude, sondern auch Ansporn. Deshalb wird Animal Equality sich in den kommenden Wochen besonders für Hühner einsetzen, die unter der Eierproduktion leiden müssen.
September 23, 2022
Mehrere Küken sitzen nebeneinander Küken

Weltweit werden jedes Jahr fast 7 Milliarden männliche Küken getötet1, weil sie für die Eierindustrie nicht „profitabel“ sind – das sind fast so viele Küken, wie es Menschen auf der Erde gibt.

Deshalb war es ein so großer Erfolg, als das italienische Parlament nach intensiver Kampagnenarbeit von Animal Equality vor wenigen Wochen beschlossen hat, das Kükentöten in Italien zu verbieten2. Nach Deutschland und Frankreich ist Italien damit bereits das dritte Land, das innerhalb weniger Monate das Kükentöten verboten hat! Deutschland und Frankreich hatten diese Praktik zum 01.01.2022 verboten. Davor wurden allein in Deutschland jedes Jahr ca. 45 Millionen Küken getötet.

Ihr könnt euch alternativ zum Artikel auch im Video anschauen, wie wir den Rückenwind aus Italien nutzen, um für Hühner zu kämpfen:

Das Kükentöten hat enormes Ausmaß. Allein die Menschen in Deutschland essen fast 20 Milliarden Eier pro Jahr3. Das sind weit über 200 pro Person. In der Europäischen Union werden ungefähr 400 Millionen Hühner gehalten, um Eier für den menschlichen Verzehr zu produzieren4 – fast 50 Millionen davon in Deutschland5.

Das hat viele Probleme zur Folge: Der absolute Großteil der Tiere wird in riesigen Hallen gehalten. Die ständige Eierproduktion belastet die Körper der Tiere sehr stark, viele werden krank. 

Und es gibt eben jenes andere große Problem, das für lange Zeit in der öffentlichen Debatte keine Rolle gespielt hat. Und es hat auch in Deutschland jedes Jahr Millionen von Küken das Leben gekostet. Schlicht, weil männliche Hühner für die Eierindustrie „unrentabel“ sind, weil nur weibliche Hühner Eier legen und die männlichen zu wenig und zu langsam wachsen und deshalb am ersten Tag ihres Lebens getötet wurden – direkt nach dem Schlüpfen.

Deshalb werden wir den Rückenwind des Erfolgs aus Italien nutzen und uns in den kommenden Wochen besonders für die Hühner einsetzen, die auch heute noch unter der Eierproduktion leiden müssen. In wenigen Tagen erfahrt ihr hier mehr dazu. Abonniere auch unseren YouTube-Kanal – nirgendwo anders erfährst du schneller davon, wie wir den Hühnern helfen werden.

Quellen:

1https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032579119310636?via%3Dihub

2https://animalequality.de/neuigkeiten/2022/08/04/italien-beendet-die-totung-mannlicher-kuken/

3https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/eier

4https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/IDAN/2019/644195/EPRS_IDA(2019)644195_DE.pdf
5https://www.bmel-statistik.de/landwirtschaft/tierhaltung/gefluegelhaltung


Aktuellste Neuigkeiten
Oktober 4, 2022

Animal Equality startet heute die Kampagne „Kükenleid verhindern“, mit der die Politik dazu aufgefordert wird, Küken und Hühner in der Eierindustrie wirksam vor Leid zu schützen. Animal Equality fordert, das Gesetz zum Verbot des Kükentötens vom 01.01.2022 anzupassen, um männliche Küken vor den katastrophalen Haltungsbedingungen in der industriellen Hühnerhaltung zu bewahren.
September 21, 2022

Der tragische Tod von Hunderten von Kälbern, die vor einigen Wochen auf einem Haltungsbetrieb in Limerick (Irland) gefunden wurden, zeigt erneut das Elend der Tiere in der Milchindustrie.
September 2, 2022

In einem der größten Tierschutzskandale in der deutschen Geschichte, der systematische Misshandlung von Rindern in einem Schlachthaus in Bad Iburg aufgedeckt hat, wurde jetzt das Urteil gegen den Hauptangeklagten gesprochen. Der Betreiber des Schlachthauses muss nicht einmal ins Gefängnis, obwohl er etwa 50 Verstöße gegen das Tierschutzgesetz eingestanden hat. Das Urteil zeigt, dass auch im Jahr 2022 Tierquäler*innen keine Angst vor harter Bestrafung haben müssen.