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Horrorstall in der Lombardei

Juli 25, 2019 Aktualisiert: 25. Juli 2019

In Kooperation mit dem Journalisten Piergiorgio Giacovazzo und dem TV-Sender Tg2 veröffentlicht Animal Equality entsetzliche Aufnahmen aus einem Schweinebetrieb in der Lombardei in Italien. Diese Aufnahmen unterscheiden sich stark von den Bildern, die die Fleischindustrie den Verbraucher*innen serviert. Die Werbung zeigt weder die verdreckten Ställe noch die Grausamkeiten, die den Tieren hier angetan werden. Grausamkeiten, die kein Lebewesen verdient.

Die Tiere in diesem Betrieb verbringen ihr ganzes Leben in einem heruntergekommenen Stall. Die Decke ist bröckelig und die Abflüsse sind von Urin und Kot verstopft. In einer Industrie, in der es lediglich darum geht, Gewinne zu erzielen und Kosten zu senken, ist es gängige Praxis, so viele Tiere wie möglich auf kleinstem Raum zu halten. Viele der Schweine sind krank und verletzt: Nabelbrüche, offene Wunden, Darmvorfälle. Es wird deutlich, dass die Tiere hier nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Das ganze Gebäude ist übersät mit Spinnen, Kakerlaken und Mäusen, deren Urin Krankheiten auf die Schweine übertragen kann.

In den Ställen mit den sogenannten Abferkelbuchten bietet sich ein trauriges Bild: Für die Schweinemütter in den Kastenständen ist es beinahe unmöglich sich zu bewegen. Sie können sich nicht um ihre Kinder kümmern. Die Kleinen bekommen niemals die mütterliche Fürsorge, die sie brauchen. Das Einzige, was die Ferkel tun können, ist, um ihre Mutter herumzulaufen.

Orte wie diese bedeuten für die Tiere nicht nur körperliche, sondern auch psychische Schmerzen. Stress und Frustration führen bei den Tieren zu aggressivem Verhalten. Aufgrund der schrecklichen Haltungsbedingungen ist die Sterblichkeitsrate bei den Tieren hoch. Überall in dem Betrieb liegen tote Schweine – in den Kastenständen, in den Gängen, in den Buchten. Einige offensichtlich schon sehr lange, was dem Gesetz nach verboten ist.

Zusätzlich zu ihrem unvermeidbaren, grausamen Tod, sind die Schweine vom ersten Tag ihres Lebens an extremem Leid ausgesetzt. Die betäubungslose Kastration und das routinemäßige Abschneiden ihrer empfindlichen Ringelschwänze bedeuten für die Tiere starke Schmerzen. Letztere Praxis ist EU-weit verboten und wenn der Betrieb regelmäßig kontrolliert werden würde, wären diese Verstöße sofort aufgefallen.

Auch in den Kühlräumen des Betriebs bietet sich ein verstörendes Bild: Aufgrund einer Fehlfunktion der Kühlanlage liegen hier dutzende tote Schweine in verschiedenen Verwesungsstadien. Entsorgt als wären sie Abfall. Dieser Betrieb verstößt deutlich gegen geltende Gesetze – und das mitten im Herzen der Lombardei, einer modernen und strukturstarken Region in Italien.

Wir können nicht zulassen, dass Tiere solch schrecklichen Bedingungen hilflos ausgeliefert sind. Deshalb fordert unser Team in Italien die sofortige Schließung des Betriebs sowie die Durchsetzung von strikten Kontrollen und schärferen Tierschutzgesetzen. Auch du kannst heute etwas tun, um den Tieren zu helfen: Unterschreibe unsere Petition, die zu unserer Kampagne „Das Ende der industriellen Tierhaltung“ gehört und fordere gemeinsam mit uns das Ende der industriellen Tierhaltung!

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere gemeinsam mit uns Unternehmen und Gesetzgebung auf, dringend ihre Unternehmenspolitik zu ändern und Gesetze zu erlassen, die zur Abschaffung der industriellen Tierhaltung führen.

Wir werden deine Unterschrift – zusammen mit allen anderen Unterschriften – an die Bundesregierung überreichen und sie daran erinnern, ihrer selbst zugeschriebenen Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz gerecht zu werden. Damit unterstützt du uns, aktiv die Interessen der Tiere zu vertreten und die industrielle Tierhaltung in Deutschland zu beenden.


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