Kälberleid für Babybel

Zum ersten Mal veröffentlicht Animal Equality eine Undercover-Recherche aus der Milchindustrie in den USA. Im vergangenen Winter hatte ein Tierschutzaktivist verdeckt in einem Betrieb des Milchproduzenten Tuls Dairy ermittelt. Tuls Dairy ist der größte Milchproduzent im US-Staat Nebraska und beliefert mindestens 17 milchverarbeitende Betriebe im Mittleren Westen der USA. Einer der Abnehmer ist der Käserei-Konzern Bel Brands USA. Der Konzern vertreibt bekannte Käsemarken wie Babybel und Boursin. Der Aktivist hat Animal Equality die schockierenden Aufnahmen zugespielt. Sie zeigen das anhaltende Leid der Kälber, die gezwungen sind unter grausamen Bedingungen zu leben und brutale, schmerzhafte Prozeduren über sich ergehen lassen müssen.

Im Winter 2018/2019 sanken die Temperaturen in den USA auf ein Rekordtief. Die Aufnahmen zeigen, dass die rund 11.000 Kälber in dem Betrieb Tag und Nacht den extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Auch die Ställe bieten ihnen keinen richtigen Schutz vor der eisigen Kälte und viele der nur wenige Tage alten Kälber leiden an schmerzhaften Verletzungen. Animal Equality gegenüber berichtet der Tierschutzaktivist: „Mein Aufseher bat mich, ein Kalb mit eingefrorenen Hufen zu füttern. Seine Hufe waren fast komplett vom Körper abgetrennt, man konnte die Knochen schon sehen. Der Kleine bewegte sich kaum, er hat nur ein- oder zweimal unter Schmerzen versucht aufzustehen.“ 

Des Weiteren dokumentierte der Tierschutzaktivist:

  • Arbeiter, die Kälber schubsen und schlagen und nicht verhindern, dass der Hund des Inhabers den Kälbern in die Beine beißt
  • Die schmerzhafte Enthornung von Kälbern durch betäubungsloses Ausbrennen des Hornansatzes
  • Kälber, die aufgrund der entsetzlichen Bedingungen an Durchfall und Lungenentzündung leiden und sterben
  • Kranke Kühe, umgeben von toten Kühen, die keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten

In den USA nutzt Animal Equalitys Team für Unternehmenskampagnen die Aufnahmen jetzt, um Bel Brands USA davon zu überzeugen, solche Zustände in seinen Zulieferbetrieben nicht zu dulden. Stattdessen fordert unser Team, dass der Konzern nachhaltige Tierschutz-Richtlinien einführt, die das Leid der Kälber und Kühe verringern. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Milch und Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Denn der nachweislich beste Weg Tierleid zu vermeiden, ist tierische Produkte durch pflanzliche zu ersetzen. Inspiration dafür bieten wir allen Interessierten auf LoveVeg.de.