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FRoSTA unterstützt Europäische Masthuhn-Initiative

Juni 20, 2019

Nach monatelangen Gesprächen mit Animal Equality hat sich der große Tiefkühlkost-Hersteller FRoSTA entschlossen, die Europäische Masthuhn-Initiative zu unterstützen. Bis 2026 werden alle Hähnchenfleisch-Waren des Unternehmens die Kriterien der Initiative erfüllen. Laut FRoSTA arbeitet das Unternehmen bereits an deren Umsetzung. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von weniger qualgezüchteten Hühnerrassen, eine geringere Besatzdichte und mehr Tageslicht in den Ställen und eine schonendere Betäubung vor der Schlachtung der Masthühner. Die Einhaltung der Kriterien der Masthuhn-Initiative in EU-zertifizierten Betrieben in Thailand wird das Unternehmen kontinuierlich durch unabhängige Dritte überprüfen lassen.

Mit der Anhebung ihres Tierschutzstandards reagiert FRoSTA auf das zunehmende Bewusstsein für Tierschutz in der Gesellschaft und die gestiegenen Ansprüche von Konsument*innen. Gemeinsam mit Animal Equality geht das Unternehmen nun einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Tierschutz und nimmt eine Vorbildrolle in der deutschen Lebensmittelindustrie ein.

Masthühner sind in Deutschland und weltweit die Landtiere, die am häufigsten getötet und verzehrt werden. Die Bedingungen, unter denen diese Tiere gemästet werden, sind geprägt von Schmerzen und Leid. Zehntausende Tiere leben zusammengepfercht in kargen Hallen auf ihrem eigenen Kot und Urin. Durch die enorme Enge und extreme Überzüchtung leiden viele von ihnen unter schmerzhaften Verletzungen, Knochendeformationen und Beinschäden.

Derzeit werden allein in Deutschland jährlich etwa 600 Millionen Masthühner in Schlachthäusern getötet. Bei der immer noch weit verbreiteten Betäubung im Elektrowasserbad kommt es regelmäßig zu Fehlbetäubungen, sodass jedes Jahr mindestens 9 Millionen Masthühner ihre eigene Schlachtung bei vollem Bewusstsein erleben. Diese entsetzlichen Bedingungen stehen in direktem Widerspruch zum Staatsziel Tierschutz sowie dem ethischen Empfinden der Menschen in Deutschland. Mit der Umsetzung von Unternehmenskampagnen möchte Animal Equality besonders grausame Praktiken in der Tierindustrie abschaffen und Tiere vor unnötigem Leid bewahren.



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14. April 2026

Wir haben unsere Forderungen für eine Tierschutzreform mit verbindlichen Maßnahmen, ein Verbot der Käfighaltung sowie ein Ende des Kükentötens beim „Call for Evidence“ der Europäischen Kommission eingereicht. Ohne konkrete gesetzliche Verordnungen und mit dem starken Einfluss durch die Agrarindustrie bleiben Millionen Tiere in der EU weiterhin ohne wirksamen Schutz – das muss sich ändern.
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