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Nach Initiative von Animal Equality in Mexiko: Verschärft der Bundesstaat Jalisco jetzt sein Tierschutzgesetz?

Im Dezember vergangenen Jahres deckten wir unvorstellbares Tierleid in 21 Schlachthöfen in Mexiko auf. In Mexiko gibt es bislang keinerlei Gesetze, die sogenannte Nutztiere vor Misshandlung schützen. Eine von Animal Equality unterstützte Initiative will das ändern.
August 17, 2017

Im Dezember vergangenen Jahres deckten wir unvorstellbares Tierleid in 21 Schlachthöfen in Mexiko auf. Die umfangreiche Schlachthof-Recherche erschütterte die Öffentlichkeit. In Mexiko gibt es bislang keinerlei Gesetze, die sogenannte Nutztiere vor Misshandlung schützen. Die aktuellen Tierschutzgesetze, die für Hunde und Katzen gelten, enthalten keine Regelungen für die Tiere in den Zucht-, Mast- und Schlachtbetrieben der Nahrungsmittelindustrie. Eine von Animal Equality in Mexiko unterstützte Initiative steht jetzt kurz davor, dies zu ändern. Wir fordern darin eine Verbesserung der bestehenden Tierschutzgesetze: Wer in Zukunft sogenannte Nutztiere misshandelt, beginge dann auch rechtlich eine Straftat.

Bereits im März dieses Jahres haben wir gemeinsam mit der mexikanischen Senatorin Diva Gastélum die Initiative in einer Plenarssitzung des Senats vorgestellt. Während das Votum des Senats noch aussteht, könnte der Bundesstaat Jalisco schon bald für eine Änderung des Tierschutzgesetzes stimmen. Gestern präsentierte der Abgeordnete Alejandro Hermosillo gemeinsam mit der Vorsitzenden von Animal Equality in Mexiko, Dulce Ramírez, die Initiative auf einer Pressekonferenz. „Jalisco sollte mit gutem Beispiel vorangehen und ein Vorbild in Tierschutz-Angelegenheiten für die restlichen Bundesstaaten Mexikos sein“, betonte Hermosillo.

Ist die Initiative erfolgreich, hätte die Gesetzesänderung direkte Auswirkung auf 187,5 Millionen Tiere: 3,4 Millionen Schweine, 836.000 Kühe, 182.000 Schafe und Lämmer, 76.000 Ziegen und 183 Millionen Hühner. So viele Tiere werden alleine im Bundesstaat Jalisco jedes Jahr geschlachtet. Grausame Misshandlungen wie jene, die unser Ermittlerteam vergangenes Jahr aufdeckte, könnten künftig strafrechtlich verfolgt werden. Dies wäre ein bedeutsamer Fortschritt für den Tierschutz in Mexiko: Zum ersten Mal würden sogenannte Nutztiere dort dann überhaupt rechtlich geschützt und extrem grausame, aber derzeit übliche Misshandlungen wie das Aufschlitzen bei vollem Bewusstsein unterbunden. Ob die Betriebe solche Vorschriften in Zukunft auch einhielten, würde Animal Equality selbstverständlich genau beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Dulce Ramírez, Vorsitzende von Animal Equality in Mexiko, und Alejandro Hermosillo, Abgeordneter der Partei Movimiento Ciudadano.

Wir halten Sie über die Entwicklungen in Mexiko auf dem Laufenden. Hier erfahren Sie alles über unsere Arbeit für Tiere.


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