SCHWEINEPEST: SO LEIDEN DIE SCHWEINE

Vor kurzem hat die Afrikanische Schweinepest auch Deutschland erreicht. In der Politik wird nun darüber diskutiert, wie mit dieser hochansteckenden Tierseuche umzugehen ist. Dabei geht es vor allem um wirtschaftliche Interessen. Das Leid der Tiere rückt in den Hintergrund.

WAS IST ASP?

Die Afrikanische Schweinepest, auch ASP genannt, befällt sowohl Wild- als auch Hausschweine. Seit 2014 haben sich die Zahlen der infizierten Tiere in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine und den baltischen Staaten jedes Jahr beinahe verdoppelt. Das Virus verbreitet sich von Tier zu Tier, zum Beispiel durch Blut oder Sperma. Das kann in der freien Natur unter wild lebenden Schweinen genauso passieren wie bei Tieren in Ställen. Der Unterschied ist jedoch, dass die Schweine in den Ställen mit unzähligen anderen Tieren auf sehr engem Raum zusammenleben müssen und das Infektionsrisiko dadurch sehr hoch ist. 

Das Virus verbreitet sich auch deshalb so schnell, weil kontaminierte Schweinefleisch-Produkte über lange Strecken transportiert werden. Infizierte Wildschweine legen in der gleichen Zeit viel weniger Kilometer zurück. Außerdem ist der ASP-Erreger äußerst widerstandsfähig. Sogar in gefrorenen Fleischprodukten überlebt er mehrere Jahre. Einen Impfstoff dagegen gibt es bis jetzt noch nicht.

DIE SCHWEINE LEIDEN

Infiziert sich ein Schwein mit dem Virus, können die Symptome von hohem Fieber, Apathie, Blutungen aus Nase und Ohren bis hin zu Atemproblemen reichen. In der Regel stirbt das Schwein innerhalb weniger Tage. Wenn die Seuche in einen Schweinebetrieb gelangt, werden auch alle anderen Tiere in dem Betrieb getötet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gesunde oder kranke Tiere handelt. 

WIRTSCHAFTLICHE PROBLEME ÜBER TIERLEID?

Trotz dieser erschreckenden Realität für die Schweine geht es in der Politik vor allem um die wirtschaftlichen Folgen. Deutschland hat durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest den Status als “seuchenfrei” verloren. Von nun an importiert der Haupthandelspartner China kein Schweinefleisch mehr aus Deutschland. Der Preis für Schweinefleisch sank um etwa 13 Prozent. SPD und Grüne forderten daher, sich mehr auf den heimischen Markt zu konzentrieren und den seit Jahren anhaltenden Trend zu immer mehr Schweinen in immer weniger Betrieben zu stoppen.

Dennoch sollten wir uns ernsthaft der Frage widmen, ob unsere Prioritäten eigentlich noch unserer moralischen Einstellung entsprechen. Wollen wir das unglaubliche Leid der Tiere wirklich weiterhin ignorieren? Sie können jetzt etwas gegen die weitere Ausbreitung der Schweinepest tun, indem Sie die industrielle Tierhaltung nicht länger unterstützen. Greifen Sie beim nächsten Einkauf zu pflanzlichen Alternativen. Wenn Sie Inspiration für tierfreundliche Gerichte brachen, haben wir mit Love Veg genau das Richtige für Sie!

Quellen:
Eurogroup for Animals (15.09.2020): “FAO/OIE/WHO Tripartite statement on the pandemic risk of swine influenza”
NDR (15.09.2020): “Die Afrikanische Schweinepest: Fragen und Antworten”
NDR (15.09.2020): “Schweinepest: Grüne und SPD wollen weniger Exporte”