KÜHE: 10 KUHLE FAKTEN

Kühe sind keine Milchmaschinen, sondern besonders sanfte und neugierige Säugetiere. Kuhle Fakten zum Weitererzählen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  1. KÜHE SIND NEUN MONATE SCHWANGER

Genau wie bei uns Menschen dauert die Schwangerschaft bei Kühen neun Monate. Kühe geben nur dann Milch, wenn sie ein Kind haben – ebenfalls wie wir Menschen. 

  1. KÜHE SIND MÜTTER

Auch wenn wir meistens Kühe als Oberbegriff für alle Rinder benutzen, werden tatsächlich nur die weiblichen Rinder so genannt, die schon Mutter geworden sind. Bis zu der ersten Geburt wird das weibliche Rind Färse genannt. Männliche Rinder heißen Bulle oder Stier, je nachdem ob sie kastriert sind oder nicht. Begriffe wie “Milchkuh” und “Mastkalb” sind entwürdigend, da sie die Rinder nur an ihrer Nützlichkeit für uns Menschen messen.

  1. KÜHE SCHLIEßEN FREUNDSCHAFTEN

Rinder schließen gerne Freundschaften untereinander, die ein ganzes Leben lang halten. Sie sind äußerst soziale Tiere, die mindestens 50 Artgenossen erkennen können. Oft sieht man sie beieinander stehen und gegenseitige Fellpflege betreiben. Es ist wohl so, als wenn Sie sich von einem guten Freund oder einer guten Freundin massieren lassen – es entspannt und stärkt die Beziehung. 

  1. KÜHE HABEN EINE ENGE BEZIEHUNG ZU IHREN KINDERN

Abgesehen von engen Freundschaften ist den Kühen auch eine gute Mutter-Kind-Beziehung wichtig. Die Mütter haben stets ein wachsames Auge auf die Kälber, während diese vorsichtig die Welt erkunden. In der Nutztierindustrie werden die Kinder ihren Müttern oft schon kurz nach der Geburt entrissen. Die Rinder haben dort kaum die Möglichkeit, Freundschaften zueinander aufzubauen, da es einfach zu viele Tiere in einem Stall gibt. Die Fahrt zum Schlachthof trennt Familien und Freundschaften. Für die Tiere ist das eine hohe psychische Belastung.

  1. KÜHE WERDEN BIS ZU 25 JAHRE ALT 

Die natürliche Lebensdauer eines Rindes beträgt 20 Jahre. Manche werden sogar bis zu 25 Jahre alt. In der Milchindustrie werden sie jedoch im Durchschnitt mit fünf Jahren geschlachtet. Nach mehreren Geburten und ständiger Milchproduktion ist der Körper der Kuh schon in ihren jungen Jahren zu erschöpft, um weiterhin hohe Leistung zu erbringen. 

  1. KÜHE SIND MIT FÜNF JAHREN AUSGEWACHSEN

Obwohl die meisten Kühe in der Milchindustrie mit etwa fünf Jahren schon zum Schlachthof gebracht werden, sind sie in diesem Alter gerade einmal ausgewachsen. Doch viele Rinder erreichen nie ihre eigentliche Größe. Vor allem männliche Kälber werden in Milchbetrieben wie Abfall behandelt und direkt nach der Geburt illegal getötet oder mit wenigen Monaten geschlachtet.

  1. KÜHE HABEN VIER MÄGEN

Anders als wir Menschen haben Kühe im vorderen Teil des Mundes nur unten Zähne, die sie beim Aufnehmen von Nahrung gegen eine Knorpelleiste im Oberkiefer drücken. Die Nahrung wird zunächst unzerkaut hinuntergeschluckt. Erst später kauen und verdauen die Kühe das Essen, welches durch vier Mägen wandern muss. Das stundenlange Gras-Abpflücken und das gemütliche Verdauen danach gehören zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. In der Nutztierindustrie wird ihnen das Essen einfach zu bestimmten Zeiten vorgelegt. Statt saftigem Gras und leckerem Klee bekommen sie im Stall Futtermais, Stroh oder Kraftfutter, welches die Leistung steigern soll. Gleichzeitig führt dieses Essen aber bei vielen Rindern zu Krankheiten.

  1. KÜHE HABEN EINEN GUTEN RIECHER

Der Geruchssinn der Rinder ist ausgeprägter als der von uns Menschen. Sie können Gerüche wahrnehmen, die über acht Kilometer weit entfernt sind. Beim Erkennen von Bekannten kann das sehr nützlich sein. Im Schlachthof hingegen verstärken die dortigen Gerüche die Panik der Rinder: Sie riechen die Angst und das Blut ihrer Artgenossen und wissen dadurch wahrscheinlich ziemlich gut, was ihnen bevorsteht. 

  1. KÜHE ERTRAGEN SCHMERZEN STILL

Rinder leiden oft stumm. Mit gutem Grund: In der Natur könnte ein Schmerzensschrei Raubtiere auf sie aufmerksam machen. Selbst schlimme Verletzungen ertragen die sanften Tiere, ohne sich zu beschweren. Nur bei besonders großen körperlichen oder seelischen Schmerzen werden sie laut, zum Beispiel, wenn sie in Milchbetrieben von ihren Kindern getrennt werden oder in Schlachthäusern die Schlachtung ihrer Artgenossen mit ansehen müssen.

  1. KÜHE SIND TOLERANT

Kühe schließen nicht nur Freundschaften untereinander. Anderen Tieren begegnen sie mit Neugier und Offenheit. Menschen mögen sie besonders gern, wenn diese sie ausgiebig kraulen. Sie lassen Körpernähe zu und suchen diese sogar. Eigentlich sind Rinder unseren sogenannten “Haustieren” in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich: Sie sind verspielt, entdecken gerne die Welt und mögen Gesellschaft. Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb, die Kühe nicht mehr für deren Milch und Fleisch auszunutzen. Heutzutage gibt es zahlreiche pflanzliche Milch- und Fleischalternativen. Wenn auch Sie sich für eine tierfreundliche Welt einsetzen möchten, dann schauen Sie gerne einmal auf Love Veg vorbei.

Quellen:
BR Wissen (12.03.2020): “Alles, nur nicht dumm”
Geolino: “Tierlexikon Rind” 
Spektrum (01.06.2015): “Rinderpsychologie: Wie tickt die Kuh?”Vier Pfoten: “Interessantes und Überraschendes rund um die Kuh”