CHINA: HUNDE VON OFFIZIELLER LISTE SOGENANNTER “NUTZTIERE” GESTRICHEN

Nach dem landesweiten Verbot des Verzehrs verschiedener Wildtierarten hat Chinas Regierung Hunde nun offiziell aus der Liste der Tiere gestrichen, die kommerziell gezüchtet und verkauft werden dürfen. 

Die Ankündigung der chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft vom 30. Mai geht mit einer früheren Erklärung vom April einher, in der die Regierung angab, Hunde zukünftig als “Haustiere” und nicht mehr als “Nutztiere” zu klassifizieren. 

Obwohl diese Änderung noch kein völliges Verbot des Verzehrs von Hundefleisch in China bedeutet, verbietet die neue Unterscheidung ab sofort den Verkauf von lebenden Hunden und Hundefleisch als Lebensmittel. Dadurch wird es für Chinas Restaurants, Märkte und Schlachthöfe im Wesentlichen illegal, Hundefleisch anzubieten. Dieser Schutz gilt auch für Katzen, die nie auf der “Nutztier”- Liste standen und folgt ähnlichen Ankündigungen aus Shenzhen und Zhuhai, den beiden ersten chinesischen Städten, die jüngst ein offizielles Verbot über den Verzehr von Katzen- und Hundefleisch erließen. 

Diese Entwicklung findet zu einem sehr günstigen Zeitpunkt statt, denn in nur wenigen Wochen beginnt das Yulin-Hundefleisch-Festival. Noch ist unklar, wie sich die neue Einstufung auf das Festival auswirken wird, doch sie sendet sicherlich eine starke Botschaft an die Hundefleischindustrie: China will die Brutalität und Grausamkeit des Hundefleischhandels nicht länger billigen. Das Festival ist berüchtigt für das gewaltsame Schlachten von Hunden, bei dem die Tiere auf brutalste Weise getötet und gekocht werden. Viele von ihnen werden noch bei vollem Bewusstsein erschlagen. Schätzungen zufolge, werden in China jedes Jahr 10 Millionen Hunde und 4 Millionen Katzen für Fleisch getötet. Die WHO hat bereits davor gewarnt, dass der Handel mit Hundefleisch zu einer Verbreitung von Tollwut beiträgt und das Cholera-Risiko erhöht – ein weiterer Beweis für die Rolle der Tierhaltung und des kommerziellen Tierhandels bei der Verbreitung gefährlicher Zoonosen. 

    „Mit dem stetigen Fortschritt der Zeit verändern sich auch kulturelle Vorstellungen und Essgewohnheiten der Menschen, und auch einige Traditionen, die Hunde einschließen, werden sich ändern.

Sprecher des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten.

  

WAS SIE TUN KÖNNEN: 

Animal Equality kämpft seit Jahren gegen den Handel mit Hunde- und Katzenfleisch. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, denn, wie bereits erwähnt, ist die neue Klassifizierung von Hunden nicht mit einem landesweiten Verzehrverbot gleichzusetzen. Viele Tiere, sowohl Hunde als auch Katzen, leiden immer noch in Betrieben in China und auf der ganzen Welt. Es ist an der Zeit, dass wir uns auf eine neue Normalität hin bewegen, in der alle Tiere respektiert und geschützt werden und die Gefahren der Massentierhaltung für die öffentliche Gesundheit nicht mehr bestehen. 
Machen Sie einen Unterschied für Tiere!

Probieren Sie eine pflanzliche Ernährung aus und werden Sie Teil unseres Animal Defender-Netzwerkes!