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Neuigkeiten

Ferkelqual bleibt vorerst Alltag in Deutschland

November 5, 2018 Aktualisiert: 5. November 2018

Es sind keine guten Neuigkeiten, die uns heute erreichen: Ferkelqual bleibt wohl vorerst Alltag in Deutschland. Am vergangenen Freitag hat die Große Koalition beschlossen, das geplante Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln um ganze zwei Jahre aufzuschieben. Der Gesetzentwurf soll am kommenden Mittwoch, den 7. November, in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Ursprünglich sollte das Verbot zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Die Regierungsparteien folgen mit dem Aufschub dem Druck des Bauernverbands und der deutschen Schweinehalter*innen, die sich in den vergangenen Wochen massiv gegen das Verbot der betäubungslosen Kastration gewehrt hatten: Die Schweinehalter*innen in Deutschland schrecken vor dem Mehraufwand bei Alternativen zur grausamen, betäubungslosen Kastration zurück.

Vor wenigen Wochen hat Animal Equality eine Petition gestartet, um die Große Koalition davon zu überzeugen, zu ihrem Wort zu stehen und das Verbot wie geplant zum 1. Januar 2019 in Kraft treten zu lassen. Über 170.000 Menschen haben unsere Forderung bislang mit ihrer Unterschrift unterstützt. Doch die Regierungsparteien ignorieren den bundesweiten, öffentlichen Aufschrei. Das Verbot in Deutschland zum Jahresbeginn 2019 wurde bereits mit der Reform des Tierschutzgesetzes 2013 beschlossen. Die Industrie hatte also jahrelang Zeit, sich auf diese Veränderung vorzubereiten. Wir sind empört, dass nun trotzdem einmal mehr Profit vor Tierwohl steht. Die Politik versagt in Sachen Tierschutz, doch wir können handeln! Mit jeder Mahlzeit können wir uns gegen Tierleid entscheiden: LoveVeg.de


Aktuellste Neuigkeiten
1. Juli 2026

Es ist dringend: Die EU-Kommission veröffentlicht Anfang Juli die „Strategie für Nutztierhaltung“ (Livestock Strategy). Sie wird die Richtung vorgeben, ob der für das vierte Quartal 2026 geplante Legislativvorschlag zum Tierschutz verbindliche Maßnahmen wie ein Käfigverbot enthält. Deswegen sind wir auch im Juni in Brüssel auf die Straße gegangen, um unsere Forderungen für die Tiere unübersehbar zu machen – noch lauter, noch stärker und mit noch mehr Menschen denn je.
18. Juni 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Jetzt haben wir gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Und auch du kannst dich jetzt gegen Käfige starkmachen.
16. Juni 2026

Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachthof veröffentlicht. Die über 200 Tiere wurden zuvor in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut herausströmt. Wir haben Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Tierschutzverstöße erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.