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Animal Equality Erfolg: Stopfleberverbot in Indien

Das indische Außenhandelsministerium gab am 3. Juli 2014 bekannt, dass ein landesweites Importverbot für Stopfleber in Kraft tritt. Die Entscheidung des Ministeriums ist eine direkte Folge der Kampagne von Animal Equality. WIr hatten 2012 die Ergebnisse einer zweijährigen Recherche in den Stopfleberindustrien Spaniens und Frankreichs veröffentlicht. 
Juli 4, 2014 Aktualisiert: 4. Juli 2014

Das indische Außenhandelsministerium gab am 3. Juli 2014 bekannt, dass ein landesweites Importverbot für Stopfleber in Kraft tritt. Die Entscheidung des Ministeriums ist eine direkte Folge der Kampagne von Animal Equality. Wir hatten 2012 die Ergebnisse einer zweijährigen Recherche in den Stopfleberindustrien Spaniens und Frankreichs veröffentlicht. Die Recherche deckte die grausamen Bedingungen auf, unter denen die Enten leben müssen und getötet werden. Eine der untersuchten Farmen exportierte nachweislich Stopfleber nach Indien. Animal Equality Indien appellierte daraufhin an den Handelsminister, den Import von Stopfleber nach Indien zu verbieten. Das Verbot wurde am 03. Juli 2014 erlassen.

Dieser banhbrechende Erfolg für Tiere rettet nicht nur unzählige Enten und Gänse vor einem grausamen Schicksal, sondern setzt auch ein wichtiges Zeichen gegen Tierquälerei. Diese großartige Neuigkeit zeigt wieder einmal, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist, wenn wir Erfolge für Tiere erreichen möchten.

Einige Ergebnisse der Animal Equality Recherche, die schlussendlich zum Verbot führte:

• Enten werden in winzige Einzelkäfige eingesperrt, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können
• Enten, die klare Anzeichen von Stress und Depression zeigen
• Tiere, die offensichtliche Atemschwierigkeiten haben
• Tote und verletzte Tiere, die teilweise mehrere Tage ohne Versorgung in den Käfigen liegen
• Geschwächte Enten, die ohne ärztliche Versorgung dem Tod überlassen werden
• Arbeiter, der Tiere mit einer Kiste schlägt
• Arbeiter, die Enten auf ihrem Transport zum Schlachten brutal behandeln
• Enten, die sich wegen des Gewichts ihrer Leber nur schwer bewegen können
 

Weitere Ergebnisse der Recherche sind hier einsehbar: www.stopfleber.org.

Amruta Ubale, Koordinatorin von Animal Equality Indien, erklärt: „Für die Herstellung von Stopfleber werden die Enten und Gänse zwangsernährt, bis ihre Leber auf das Zehnfache ihrer normalen Größe anschwillt. Die Tiere erleiden mehrmals täglich eine schmerzvolle Prozedur, bei der mehrmals täglich ein Metallstab in ihre Speiseröhre gestoßen und ihr Magen mit großen Mengen Mais gefüllt wird. Das Mästen verursacht starke Schmerzen und die Tiere erleiden nicht selten schwere Verletzungen. Im Alter von drei bis vier Monaten werden sie dann, nicht selten bei vollem Bewusstsein, getötet. Aufgrund der schweren Schäden, die inneren Organen zugefügt wird, ist die Mortalitätsrate in Stopfleberbetrieben sehr hoch.“

Aufgrund der extremen Grausamkeit, die mit der Zwangsernährung der Enten und Gänse einhergeht, haben die Regierungen von Argentinien, Österreich, Dänemark, Tschechien, Finnland, Israel, der Türkei, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Polen, Schweden, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien die Produktion von Stopfleber bereits verboten. Im US-Bundesstaat Kalifornien ist seit 2012 sowohl der Import als auch der Verkauf von Stopfleber verboten. In Deutschland ist der Import und Konsum dieses Qualprodukts leider auch heute noch erlaubt. Unterstützen Sie unsere Petition für ein europaweites Verbot von Stopfleber auf www.stopfleber.org und helfen Sie uns weitere Erfolge für Tiere verzeichnen zu können.

Um solche bahnbrechenden Erfolge für Tiere erreichen zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Mit nur einem kleinen monatlichen Beitrag kann man mit uns Tieren in dieser Gesellschaft eine Stimme geben. Jeder Euro hilft uns, Tieren zu helfen:

www.ae-mitglied.de

 


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