Recherche: Gadhimai 2024 – Das größte Tieropferfest der Welt
Rinder, denen bei vollem Bewusstsein mit mehreren Macheten-Hieben die Köpfe abgetrennt werden. Ziegen und Schafe, denen Körperteile abgeschnitten werden. Tauben, die mit verletzten Flügeln auf dem Tempeldach sich selbst überlassen werden.
Das ist das Gadhimai-Festival in Nepal.
Es ist das größte Tieropferfest der Welt und findet alle fünf Jahre statt. Jetzt im Dezember 2024 fand es erneut statt und Animal Equality war vor Ort. Die Recherche wurde den Tierschutzaktivist*innen von den Verantwortlichen extrem schwer gemacht. Animal Equality hat es trotzdem geschafft, Filmmaterial vor Ort aufzunehmen. Die Welt muss diese Grausamkeiten sehen.
Unterschreibe jetzt unsere Petition und fordere ein endgültiges Ende der Tieropfer beim Gadhimai-Festival: animalequality.de/gadhimai.
Dank des unermüdlichen Einsatzes von Animal Equality und anderen Tierschutzaktivist*innen ist die Zahl der beim Gadhimai-Festival getöteten Großtiere in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Wir kämpfen weiter bis die Tieropfer beim Gadhimai-Festival endgültig beendet sind!
#gadhimai #tieropferfest #rinder #ziegen #schafe #tauben #nepal
Featured in
Transcript (German — de)
Alle fünf Jahre findet das größte
Tieropferfest der Welt statt:
das Gadhimai-Festival in Nepal.
Jetzt im Dezember 2024
hat es erneut stattgefunden
und Animal Equality war vor Ort.
Animal Equality setzt sich seit 2014
unermüdlich für ein Ende der Tieropfer
beim Gadhimai-Festival ein.
Gemeinsam mit unseren Unterstützer*innen
kämpfen wir dafür,
dieses Grauen endgültig zu beenden.
Die meisten Tiere,
die auf dem Gadhimai-Festival geopfert
werden, werden zu Fuß
zu dem Tempel im Süden Nepals gebracht.
Das dauert teilweise mehrere Tage.
Andere werden unter schlimmen
Bedingungen in Lastwagen transportiert.
Sie müssen diese lange Reise meistens
ohne Nahrung und Wasser überstehen.
Tauben werden
in Körbe, Käfige und Säcke gesteckt,
in denen sie oftmals kaum atmen können.
Die Gläubigen versammeln sich
am Abend vor dem Fest
zum Panchbali-Ritual.
Dabei werden die ersten fünf Tiere getötet und damit das Opferfest eingeläutet.
Dazu werden Gläubige ausgewählt,
die dann vom Tempelkomitee
eine Lizenz zur Durchführung
dieser Tieropfer erhalten.
Viele von ihnen waren betrunken.
Wir wollen keine Tiere töten,
aber was sollen wir tun,
Gadhimai verlangt es und
wir müssen Tiere opfern.
Wir wollen das nicht.
Animal Equality hat Drohnenaufnahmen
aus dem Rindergehege erhalten.
Daraus geht hervor, dass in diesem Jahr
etwa 1.500 Rinder getötet wurden.
Ein Rind nach dem anderen
wurde brutal geschlachtet.
Das Schlachten von Ziegen
durch Tausende Anhänger*innen des Festes
fand auf den umliegenden Feldern
außerhalb des Tempels
statt.
Animal Equality beobachtete,
wie verletzte Tauben auf das
Dach des Tempels geworfen und später
zum Verzehr geschlachtet wurden.
Viele Besucher*innen
wurden dabei beobachtet,
wie sie Töpfe
auf den Feldern aufstellten,
um das Fleisch der getöteten Tiere
zu kochen.
Kinder haben dabei zugesehen.
Einige wurden sogar aufgefordert,
sich am Zerteilen der toten Tiere zu beteiligen.
All diese Grausamkeiten verstoßen
gegen die Anordnung
des Obersten Gerichtshofs von Nepal,
die eine brutale Behandlung
von Tieren verbietet.
Die Recherche vor Ort
wurde den Tierschutzaktivist*innen
extrem schwer gemacht.
Doch Animal Equality hat es geschafft,
exklusives Filmmaterial zu bekommen.
Die Welt soll die Grausamkeiten sehen,
die den Tieren beim Gadhimai-Festival
angetan werden.
Der Anblick dieser
gewaltvollen Szenen ist erschütternd,
doch es gibt auch Grund zur Hoffnung.
Denn der Tempel hatte damit gerechnet,
mehr als 1.500 Rinder zu schlachten.
Wir trauern um jedes einzelne Tier, das
beim Gadhimai-Festival getötet wurde.
Doch durch unseren unermüdlichen Einsatz
konnte die Zahl der Tieropfer
in diesem Jahr reduziert werden.
Und wir kämpfen weiter,
bis dieses Grauen endgültig beendet ist.