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Grausame Auswirkungen nach Unwetter in Spanien: Auch Tausende Tiere betroffen

Die verheerenden Überschwemmungen Ende Oktober im Süden Spaniens haben zahlreiche menschliche und tierische Opfer gefordert. Wir von Animal Equality möchten an dieser Stelle allen Betroffenen unser tiefes Mitgefühl ausdrücken. Auch Tausende Tiere in den landwirtschaftlichen Betrieben der Region Valencia sind von der Unwetterkatastrophe betroffen. Das Team von Animal Equality in Spanien hat die Zustände dokumentiert.
November 11, 2024
Umweltkatastrophe in Spanien
Umweltkatastrophe in Spanien

Das Wetterphänomen „Kalter Tropfen“ oder auch „Dana“ hat Ende Oktober im Süden Spaniens zahlreiche Opfer gefordert und massive Zerstörung verursacht. Wir von Animal Equality möchten an dieser Stelle den Betroffenen und den Menschen, die bei dieser Katastrophe ihre Angehörigen verloren haben, unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Das Ausmaß dieser Unwetterkatastrophe ist verheerend.

Unsere Kolleg*innen von Animal Equality in Spanien haben die Folgen dieser Katastrophe auf die Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben in der Region Valencia dokumentiert. Die Bilder zeigen unter anderem mehr als 1.000 ertrunkene Hühner in einem Eierproduktionsbetrieb in Algemesí, wo das Wasser mehr als anderthalb Meter hoch stand und die Tiere keine Überlebenschance hatten.

Die in Containern gelagerten Körper der toten Tiere wurden tagelang nicht vom zuständigen Ministerium für Landwirtschaft, Wasser, Viehzucht und Fischerei entsorgt, was eine potenzielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt.

Tausende Tiere betroffen

Das Ministerium hat nach eigenen Angaben alleine in der ersten Woche nach dem Unwetter tausende tote Tiere eingesammelt. Insgesamt sind rund tausend Betriebe in der Region betroffen. Zahlreiche Schweine, Pferde, Hühner und weitere Tiere sind ertrunken, verendet oder mussten tagelang ohne Futter und Wasser auskommen. Wie viele Tiere insgesamt bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind, ist bisher bekannt.

Fehlende Protokolle für die Evakuierung von Tieren bei Naturkatastrophen

Animal Equality kritisiert scharf das Fehlen von Evakuierungsprotokollen für Tiere, die in Katastrophenfällen greifen müssten. Es mangelt an den nötigen Initiativen und Weitsicht, um die Leben der Tiere ernsthaft zu schützen.

Bei dieser Tragödie, wie auch bei früheren – etwa bei der Überschwemmung des Ebro im April 2018 – fehlten Pläne, um die Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben zu schützen. Sie wurden ihrem Schicksal überlassen, viele waren in den Ställen eingeschlossen. Für sie gab es keinen Ausweg und tausende Tiere sind qualvoll ertrunken. Ohne Präventivmaßnahmen bleiben die Tiere in Katastrophenfällen schutzlos und sind dem sicheren Tod ausgeliefert.

„Die Tiere in den Betrieben sind stille Opfer. Sie sterben, weil sie ertrinken oder zurückgelassen werden, ohne jede Chance auf Rettung. Für die Industrie bedeutet das meist nur wirtschaftliche Verluste, die in der Regel durch Versicherungen gedeckt sind. Für die Tiere hingegen bedeutet es immenses Leid und einen grausamen Tod. Es ist dringend notwendig, Evakuierungsprotokolle für solche Katastrophenfälle einzuführen“

— Javier Moreno, Direktor von Animal Equality Spanien

Die Auswirkungen der Tierindustrie auf die zunehmend sichtbare und gefährliche Klimakrise

Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist einer der umweltschädlichsten Sektoren und trägt erheblich zum Klimawandel bei. Nach Angaben der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) ist dieser Sektor für 14,5 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das Modell der Intensivtierhaltung beeinträchtigt nicht nur die Leben der Tiere, die in diesen Anlagen gefangen sind, sondern verschärft auch die Klimakrise, die zu Katastrophen wie „Dana“ führt.

Mit einer pflanzlichen Ernährung kannst du direkt Einfluss nehmen. Du vermeidest die hohen Treibhausgasemissionen der Tierindustrie und stellst dich gegen die Ausbeutung von Tieren. Auf Love Veg findest du viel Wissenswertes zur pflanzlichen Ernährung und leckere Rezepte – komplett kostenfrei für dich! Melde dich zu unserem Newsletter an und erhalte zwei Wochen lang Informationen, digitale Kochbücher und Inspiration direkt in dein Mailfach.

LEBE DEIN MITGEFÜHL

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26. Juni 2026

Es ist dringend: Die EU-Kommission veröffentlicht Anfang Juli die „Strategie für Nutztierhaltung“ (Livestock Strategy). Sie wird die Richtung vorgeben, ob der für das vierte Quartal 2026 geplante Legislativvorschlag zum Tierschutz verbindliche Maßnahmen wie ein Käfigverbot enthält. Deswegen sind wir auch im Juni in Brüssel auf die Straße gegangen, um unsere Forderungen für die Tiere unübersehbar zu machen – noch lauter, noch stärker und mit noch mehr Menschen denn je.
18. Juni 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Jetzt haben wir gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Und auch du kannst dich jetzt gegen Käfige starkmachen.
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