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Expert*innen und Sportprofis wollen Stopfleber von den Olympischen Spielen verbannen

Animal Equality hat eine internationale Kampagne gestartet und fordert das Komitee der Olympischen Spiele auf, Stopfleber – ein Produkt, das durch Zwangsfütterung hergestellt wird – von der Speisekarte zu streichen. Olympiamedaillengewinner*innen, Naturschützer*innen, Nachhaltigkeitsexpert*innen und Tierwissenschaftler*innen unterstützen die Forderung.
Juli 10, 2024
Foie Gras Olympische Spiele

Über 42.000 Menschen haben innerhalb weniger Tage die Petition unterzeichnet. Nun haben sich Dutzende Sportler*innen, Wissenschaftler*innen und Umweltschützer*innen unserer Kampagne angeschlossen und einen offenen Brief an die Organisator*innen der Olympischen Spiele verfasst.

Der Brief bringt die Besorgnis aller Beteiligten über die Auswirkungen der Stopfleberindustrie auf die Tiere, die Umwelt und Gesundheit der Menschen zum Ausdruck.

Zu den Unterzeichnenden gehören der bekannte Umweltschützer Chris Packham, der neuseeländische Profi-Tennisspieler und Olympia-Bronzemedaillengewinner Marcus Daniell sowie die ehemalige amerikanische Radrennfahrerin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Dotsie Bausch.

Stopfleber auf der Speisekarte der Olympischen Spiele

Animal Equality hat herausgefunden, dass durch Zwangsfütterung hergestellte Stopfleber den zahlungskräftigsten Gäste in Paris serviert werden soll. Daraufhin startete die Tierschutzorganisation eine internationale Kampagne.

Die Organisator*innen der Olympischen Spiele haben entschieden, die Speisekarte zugunsten  pflanzlicher Lebensmittel anzupassen. Als Ergebnis sollen 60 Prozent der Gerichte vegetarisch oder vegan sein.

Die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung ist der effektivste Weg, um allen Tieren zu helfen, die für den menschlichen Verzehr ausgebeutet werden. Millionen von Menschen treffen diese Entscheidung für Mitgefühl bereits jeden Tag – schließe dich ihnen an!

Wir beglückwünschen das Komitee zu diesem Fortschritt, aber es stellt sich die Frage: Wie hat es Stopfleber auf die Speisekarte geschafft?

Der Chefkoch der Olympischen Spiele, Charles Guilloy, hat öffentlich erklärt, dass er keine Stopfleber für die Gerichte der Zuschauer*innen verwenden wird, mit der Begründung: „das Wohlergehen der Tiere allen am Herzen liegt“. Diese Aussage wirft jedoch noch mehr Fragen darüber auf, warum dieses Produkt dann in den Premium-Lounges serviert werden soll.

Brief an die Olympia-Organisator*innen

Tierärzt*innen, Tierschützer*innen und Universitätsforscher*innen, die sich auf Infektionskrankheiten, öffentliche Gesundheit, Tierverhalten und Lebensmittelsysteme spezialisiert haben, haben sich Animal Equality angeschlossen. Sie unterstützen einen von Animal Equality initiierten Brief an die wichtigsten Entscheidungsträger*innen und Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees. Darin bringen sie ihre Besorgnis über die Auswirkungen von Stopfleber, die durch Zwangsfütterung hergestellt wird, auf das Wohlergehen der Tiere, die Umwelt und die menschliche Gesundheit zum Ausdruck.

Stopfleber – ein Produkt, das durch Zwangsfütterung hergestellt wird – ist in vielen Ländern verboten. Sie fügt Enten und Gänsen unvorstellbare Schmerzen zu, belastet unsere kostbare Umwelt und gefährdet die menschliche Gesundheit. Wir und zahlreiche olympische Medaillengewinner*innen, Umweltschützer*innen und weltweit führende Expert*innen wollen nicht, dass Stopfleber bei den Spielen auf den Tisch kommt. Die Organisator*innen der Olympischen Spiele 2024 in Paris müssen auf die Expert*innen hören und dieses Gericht sofort von der Speisekarte nehmen.

Sharon Nuñéz, Präsidentin und Mitbegründerin von Animal Equality 

Die Unterstützer*innen der Aktion sagen, dass das Organisationskomitee „auf heuchlerische Weise signalisiert, dass es bereit ist, die unbestreitbar grausame Behandlung von Tieren bewusst zu dulden und dafür zu bezahlen“.

Enten und Gänse, die für Stopfleber ausgebeutet werden, werden im Laufe ihres Lebens bis zu 63 Mal zwangsgefüttert. Das ist eine Praxis, die extreme physische Schmerzen und psychische Belastungen verursacht. Sobald die Leber des Vogels erkrankt und auf das bis zu Zehnfache seiner normalen Größe angeschwollen ist, wird das Tier geschlachtet. Die Lebenserwartung der Enten in dieser Industrie beträgt 3-5 Prozent, die der Gänse 2-3 Prozent ihrer natürlichen Lebenszeit.

Foie Gras Olympische Spiele

Die von vielen zu Recht verurteilte Zwangsfütterung wird seit Jahrzehnten kritisiert und ist in vielen Ländern, darunter Deutschland, Dänemark, Italien, Österreich, Kroatien, die Tschechische Republik, Finnland, Luxemburg, Norwegen, Polen und das Vereinigte Königreich, verboten.

Die Befürworter*innen des Schreibens sind – wie wir – der Meinung, dass das Internationale Olympische Komitee die Sorgen der Weltbevölkerung ernst nehmen muss. Es muss seinen Einfluss nutzen und Stopfleber von der Speisekarte nehmen.

Das Problem mit Stopfleber

Die Probleme beschränken sich nicht nur auf Enten und Gänse: Die Zwangsfütterung dieser Tiere erfordert „große Mengen an Mais“ und trägt damit zu einer fortschreitenden Umweltzerstörung bei. Expert*innen äußern sich besorgt über den Anbau und den Transport von Getreide in Monokulturen, den Verbrauch von Wasser und Einsatz von synthetischen Düngemitteln, die zur Verringerung und Verarmung der Artenvielfalt, der Bodennährstoffe, der Wasserqualität und der Ökosysteme beitragen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen erhöhen.

Stopfleber, im Französischen mit „Fettleber“ übersetzt, gibt vielen Expert*innen auch Anlass zu gesundheitlichen Bedenken, da sie reich an gesättigten Fetten und Cholesterin ist, die zur Entstehung von Herzkrankheiten, Fettleibigkeit und Diabetes beitragen können.

In den vergangenen Jahren waren Stopfleberbetriebe in Frankreich von tödlichen Ausbrüchen der Vogelgrippe betroffen. Das lässt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Stopfleberproduktion auf die Gesundheit von einzelnen Menschen sowie der internationalen Bevölkerung aufkommen. Die Unterzeichner*innen des Briefes schreiben: „Bei den Olympischen Spielen werden einige der gesündesten und fittesten Menschen der Welt gefeiert; Stopfleber bei einer solchen Veranstaltung zu servieren, ist, bei allem Respekt, ein Widerspruch in sich“.

Hilf uns, Stopfleber von den Olympischen Spielen verbannen 

Schließe dich den über 42.000 besorgten Menschen aus aller Welt an, die bereits unsere Petition an die Organisator*innen der Olympischen Spiele unterzeichnet haben.

Die Olympischen Spiele stehen für Freundschaft und Inklusivität: Stopfleber hat dort nichts zu suchen. Wir wollen, dass dieses grausame Produkt von der Speisekarte gestrichen wird, bist du dabei? 

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees auf, Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele zu streichen.


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