System des Leidens: 120 Tage undercover in einem von Deutschlands größten Schweinezucht-Betrieben. Mehr erfahren

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees auf, Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele zu streichen.

STOPFLEBER steht AUF DER SPEISEKARTE DER OLYMPISCHEN SPIELE

Vom 26. Juli bis zum 11. August finden in Paris die Olympischen Spiele 2024 statt. Eine Veranstaltung, die sich der Förderung des Sportsgeistes, des Zusammenhalts und dieses Jahr auch der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Das Internationale Olympische Komitee hat ein lobenswertes Ziel: Ein verantwortungsvolles Frankreich zu präsentieren. Die Organisator*innen haben sich dazu verpflichtet, dass 60 Prozent der 13 Millionen geplanten Mahlzeiten pflanzlich sein werden. Das ist ein wichtiger Fortschritt für die Tiere.

Das Komitee hat jedoch zugelassen, dass Stopfleber auf die Speisekarte der zahlungskräftigsten Gäste der Olympischen Spiele kommt.

Stopfleber, die oft in Form einer Leberpastete serviert wird, wird durch brutale Zwangsmast hergestellt. Für diese grausame „Delikatesse“ müssen jedes Jahr bis zu 70 Millionen Enten und Gänse leiden. Sie sind in winzige und unhygienische Käfige eingesperrt. Jedes dieser Tiere wird über mehrere Wochen lang bis zu 63 Mal zwangsgemästet bis ihre Lebern bis auf das Zehnfache ihrer normalen Größe angeschwollen sind. Dafür wird den Vögeln eine 20–30 cm lange Metallröhre gewaltvoll über den Schnabel in den Hals bis zu ihren Mägen eingeführt. Durch diese Röhre wird ihnen dann eine extrem große Futtermenge eingeflößt. Diese Prozedur ist mit massiven körperlichen und psychischen Schmerzen für die Vögel verbunden.

Die „Produktion“ von Stopfleber ist aber nicht nur grausam, sondern birgt zudem erhebliche Gesundheitsrisiken – auch für Menschen. Die Betriebe bieten optimale Bedingungen für gefährliche Krankheiten wie die Vogelgrippe.

Aufgrund des massiven Tierleids und der Zahl der gemeldeten Krankheitsausbrüche haben bereits viele Länder die Stopfleberproduktion durch Zwangsfütterung verboten – darunter Deutschland, Dänemark, das Vereinigte Königreich, Italien, Polen, Norwegen, Luxemburg, die Türkei und Indien.

Mit Stopfleber auf der Speisekarte widerspricht das Olympische Komitee dem Geist der Veranstaltung: Stopfleber ist unverantwortlich und nicht nachhaltig.

Auch wenn das Komitee mit der großen Auswahl an pflanzlichen Gerichten durchaus positive Schritte für die Tiere unternommen hat, können wir nicht akzeptieren, dass qualvolle Stopfleber serviert wird. Mit 15.000 Athlet*innen, 45.000 freiwilligen Helfer*innen, 13,4 Millionen verkauften Eintrittskarten und 25.000 anwesenden Medienvertreter*innen haben wir die einmalige Gelegenheit, der Welt zu zeigen, wie grausam Stopfleber wirklich ist. Wir fordern, dass Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele gestrichen wird.

Sharon Núñez

„Die Spiele sind ein leuchtendes Beispiel der internationalen Freundschaft und menschlicher Höchstleistungen. Stopfleber zu servieren – ein Produkt, das so tierquälerisch ist und dessen Herstellung durch Zwangsfütterung in vielen Ländern verboten ist – ist enttäuschend für jeden Menschen, der an Gleichheit und Einigkeit glaubt, und widerspricht dem Geist der Spiele.“

Sharon Núñez
Präsidentin und Mitbegründerin
von Animal Equality 
Alexis Gauthier

„Die Vorstellung, dass die Teilnehmer*innen der Olympischen Spiele die kranke Leber einer gequälten Ente oder Gans essen, ist gelinde gesagt erschütternd. Auch ich bin sehr stolz auf meine französischen Wurzeln, aber ich bin nicht stolz auf die Zwangsfütterung unschuldiger Tiere, und das Komitee sollte es auch nicht sein.“

Französischer Starkoch Alexis Gauthier
mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet
Vanessa Raith

Stopfleber ist eines der qualvollsten tierischen Produkte. Während ihre Herstellung in vielen Teilen der Welt bereits verboten ist, soll sie nun Teil dieses Events von weltweiter Bedeutung werden – das ist absolut nicht nachvollziehbar und inakzeptabel. Wir fordern das Olympische Komitee auf, Verantwortung für gemeinschaftliche Werte zu übernehmen und Stopfleber von der Speisekarte zu streichen.“

Vanessa Raith
Direktorin von Animal Equality in Deutschland

BISHERIGE FORTSCHRITTE

In Anerkennung der positiven Fortschritte, die das Internationale Olympische Komitee in diesem Jahr gemacht hat (60 % des Menüs sind jetzt pflanzlich), fordert Animal Equality die Mitglieder des Komitees respektvoll auf, durch Zwangsfütterung hergestellte Stopfleber von der Speisekarte zu streichen.

Im April verfasste unsere Präsidentin und Mitbegründerin Sharon Núñez einen Brief, in dem sie das Komitee aufforderte, diese Menüwahl zu überdenken. Dabei lud sie die Veranstaltungsleiter*innen zu einer zielgerichteten und mitfühlenden Diskussion zu diesem Thema ein.

Expert*innen aus den Bereichen Sport, Veterinärmedizin, Rechtswissenschaften, Nachhaltigkeit und Tierschutz haben sich in einem offenen Brief an die Verantwortlichen und Köch*innen der Olympischen Spiele gewandt. Darin kritisieren sie die grausame und bereits seit Jahrzehnten umstrittene Herstellung von Stopfleber durch Zwangsfütterung von Enten und Gänsen. Sie verdeutlichen das extreme Leid der Vögel und äußern ihre Besorgnis über die Auswirkungen der Stopfleberindustrie auf unsere Gesundheit und Umwelt. Die Unterzeichnenden fordern die Empfänger*innen in ihrem Brief dazu auf, Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele zu nehmen.

Zahlreiche Menschen und Unterstützer*innen von Animal Equality haben E-Mails an wichtige Entscheidungsträger*innen der Olympischen Spiele geschrieben. Gemeinsam forderten sie mit dieser E-Mail-Aktion die Verantwortlichen auf, Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele zu nehmen. Mit Tausenden von Teilnehmenden ist unsere wichtige Botschaft zum Schutz der Tiere lauter als je zuvor!

DU KANNST ENTEN UND GÄNSEN HELFEN

Während wir auf eine Antwort der Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees warten und die nächsten Schritte planen, gibt es andere wichtige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um Enten und Gänsen zu helfen.

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Mit deiner Unterstützung werden wir weiter daran arbeiten, eine Zukunft zu erschaffen, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt sind.