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Weltweite Petition gestartet: KEINE Stopfleber bei den Olympischen Spielen

Juli 2, 2024
Foie Gras Olympia Foie Gras Olympia

Wir haben herausgefunden, dass den zahlungskräftigsten Gästen der Olympischen Spiele Stopfleber angeboten werden soll. Mit einer internationalen Kampagne fordern wir die Organisator*innen der Olympischen Spiele 2024 in Paris auf, dieses grausame Produkt von der Speisekarte zu streichen.

Sieh dir hier unser Video mit einem Aufruf an das Olympische Komitee an:

Setze dich mit uns dafür ein, dass Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele gestrichen wird!

Was steht bei den Olympischen Spielen auf dem Speiseplan?

Das Internationale Olympische Komitee hat ein lobenswertes Ziel: ein verantwortungsvolles Frankreich zu präsentieren. 80 Prozent der angebotenen Mahlzeiten sollen aus der Region stammen und etwa 60 Prozent der 13 Millionen angebotenen Gerichte sollen fleischfrei und auf pflanzlicher Basis sein.

Animal Equality begrüßt zwar diesen Fortschritt, der sich auf Millionen von Tiere auswirken wird, wir sind jedoch besorgt darüber, dass Stopfleber auf der Speisekarte steht.

Was sagt das Olympische Komitee zu Stopfleber?

Im April haben wir die Verantwortlichen des Internationalen Olympischen Komitees angeschrieben. 

In dem Schreiben brachte unsere Präsidentin und Mitbegründerin, Sharon Núñez, ihre Wertschätzung für die Bemühungen des Komitees zur Förderung von Nachhaltigkeit zum Ausdruck. Und sie bat um Bestätigung, dass bei den Spielen keine Stopfleber serviert werden würde, da das Angebot dieser sogenannten Delikatesse, die durch Zwangsfütterung erzeugt wird, „völlig unvereinbar mit dem Geist der Spiele“ ist. Wir haben noch keine Antwort auf dieses Schreiben erhalten.

Ente bei der Stopfmast

Sharon Núñez, Präsidentin und Mitbegründerin von Animal Equality, kommentiert: 

In einem Monat werden weltweit die Blicke auf die Olympischen Spiele gerichtet sein. Wir sollten fasziniert sein von den talentierten Athlet*innen, die ihr Können unter Beweis stellen, und von den köstlichen pflanzlichen Gerichten, die angeboten werden … Tierquälerei sollte jedoch kein Teil dieses Events sein. Das Komitee hat bereits Haltung bewiesen, indem es ein innovatives Menü mit pflanzlichen Gerichten zusammengestellt hat. Ich fordere das Komitee nun auf, die Bedenken aus zahlreichen Teilen der Welt ernst zu nehmen und auch das kontroverse Gericht Stopfleber von der Speisekarte zu streichen.

Kranke Leber einer Ente

Matteo Cupi, Vizepräsident von Animal Equality in Europa, sagt: 

Wie wir in den vergangenen Jahren bei unseren Recherchen festgestellt haben, ist die Zwangsfütterung von Enten und Gänsen eine schreckliche und schmerzhafte Praxis. Die Olympischen Spiele sollten sich darauf konzentrieren, die gemeinsamen internationalen Interessen zu feiern – Tierquälerei gehört nicht dazu. Deshalb fordere ich das Komitee dringend auf, ihr Handeln zu überdenken und Stopfleber von der Speisekarte zu streichen.

Wie Stopfleber hergestellt wird

Zur Herstellung von Stopfleber werden Enten und Gänse gezwungen, über eine Metallröhre unnatürliche Mengen an Futter zu sich zu nehmen, bis ihre Lebern verfetten und das Zehnfache der natürlichen Größe erreichen. Jedes Tier wird mehrere Wochen lang zwei- bis dreimal am Tag zwangsgefüttert, bis zu 63 Mal. Millionen von Tieren erleiden jedes Jahr diese unerträgliche und schmerzhafte Prozedur. Als beabsichtigte Folge dieser Praktik erkrankt die Leber des Tieres und schwillt auf die Größe eines kleinen Fußballs an, woraufhin der Vogel geschlachtet und die Leber als sogenannte Delikatesse Foie gras verkauft wird.

Junge Ente

Die Zwangsfütterung bei der Herstellung von Stopfleber ist eine grausame Praxis, die unsere Ermittler*innen seit 2012 in mehr als einem Dutzend Recherchen in Frankreich und Spanien dokumentiert haben. 

Wir haben Hunderte Stunden Videomaterial gesammelt. Die Aufnahmen zeigen, wie die von dieser Industrie ausgebeuteten Tiere wirklich leben. Die Enten und Gänse, die wir gefilmt haben, sind in Metallkäfigen eingesperrt, leiden unter Atembeschwerden und Augeninfektionen, sie haben gebrochene Flügel und Schnäbel.

Sieh dir hier Bilder unserer letzten Recherche an:

Zu den zahlreichen Expert*innen, die die Herstellung von Stopfleber verurteilen, gehört Professor Donald Broom, ein Wissenschaftler der Universität Cambridge. Er hat die Auswirkungen der Zwangsfütterung auf die Tiere untersucht. Professor Broom sagt dazu: 

Die Ergebnisse dieser Forschung sind eindeutig. Die Praxis der Zwangsfütterung führt zu einer deutlichen Verschlechterung des Wohlbefindens der Vögel.

Auch Dr. Claudia Preuß-Ueberschär, Tierärztin und Mitglied von ‘Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft e.V.’, äußert sich sehr kritisch zur Stopfleberproduktion:

Der Zwang, Nahrung aufzunehmen und darüber nicht entscheiden zu können, ist ein massiver Eingriff in die Selbstbestimmung der Tiere und damit ist die Stopfleberproduktion nicht nur aus tiermedizinischer, sondern auch aus moralischer Sicht nicht tragbar.

Sag NEIN zu Stopfleber auf der Speisekarte bei den Olympischen Spielen

Animal Equality will nicht zulassen, dass dieses umstrittene und grausame Produkt bei den Spielen serviert wird. 

Aber wir müssen schnell handeln! Bis zu den Spielen sind es nur noch gut vier Wochen, und Marie-Pierre Pé, Direktorin von Cifog – eine Organisation, die die Stopfleberproduzent*innen vertritt – hat bereits erklärt, dass die Industrie ihre Produktion im Vorfeld der Olympischen Spiele hochfährt. 

Für Stopfleber leiden die Tiere gerade jetzt. Es ist dringender denn je, sofort zu handeln.

Ente in der Stopfleberproduktion

Wir haben der Welt die Wahrheit über Stopfleber gezeigt. Jetzt brauchen wir dich, damit durch Zwangsfütterung hergestellte Stopfleber von der Speisekarte der Olympischen Spiele gestrichen wird.

Gemeinsam können wir Stopfleber verbannen, eine Speisekarte nach der anderen – für eine bessere Zukunft für Enten und Gänse.

Sei auch du Teil der Veränderung und streiche tierische Produkte von deinem Speiseplan. Zahlreiche Tipps zu deiner Ernährungsumstellung und leckere pflanzliche Rezepte findest du auf Love Veg.

SCHÜTZE DIESE FAMILIEN

Schon bevor sie aus ihren Eiern schlüpfen, kommunizieren Entenküken mit ihren Eltern. Trage dazu bei, diese Familien zu schützen, indem du pflanzliche Lebensmittel wählst.


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