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RECHERCHE: Lachse in schottischem Schlachthaus bei vollem Bewusstsein getötet

February 24, 2021

Animal Equality konnte bei einer Undercover-Recherche Aufnahmen aus einem Schlachthaus gewinnen, das von ’The Scottish Salmon Company’ betriebenen wird. Dieses Unternehmen beliefert diverse große Supermärkte im Vereinigten Königreich sowie internationale Einzelhandelsfirmen, unter anderem in den USA. Die Aufnahmen sind die ersten ihrer Art, die je im Vereinigten Königreich dokumentiert wurden. Sie zeigen unverblümt, auf welch brutale Art und Weise sogenannte Zuchtlachse getötet werden.

DIE DETAILS: Die exklusiv von The Times veröffentlichte Recherche konnte mehrere schwere Tierschutzverstöße ans Licht bringen – unter anderem wurde eine erhebliche Anzahl an Fischen bei vollem Bewusstsein getötet. Folgendes konnte darüber hinaus dokumentiert werden:

  • Viele Tiere waren offenbar nach fehlgeschlagenen Betäubungsversuchen noch bei Bewusstsein: sie zappelten und rangen nach Luft.
  • Der Kiemenschnitt wurde ohne Betäubung durchgeführt (was extreme Schmerzen bedeutet) und/oder Lachse wurden nach dem Kiemenschnitt nochmals durch Schläge betäubt, wobei Blut aus ihren Kiemen spritzte.
  • Es wurde mehrfach auf Lachse eingeschlagen, teils bis zu sieben Mal pro Tier.
  • Arbeiter*innen rissen Lachsen die Kiemen mit den Fingern auf, anstatt ein Messer zu nutzen.
  • Tiere fielen zu Boden oder wurden zu Boden geworfen und zum Ersticken liegengelassen.


DAS SAGT DIE WISSENSCHAFT: „Diese Aufnahmen sind alarmierend. Eine beträchtliche Anzahl an Lachsen ist ganz klar noch bei Bewusstsein, als den Tieren die Kiemen aufgeschnitten werden. Das kann mehrere Minuten voller unsagbarer Schmerzen bedeuten.“ Mark Borthwick, Forschungsleiter des Aquatic Life Institute.

PROMINENTE UNTERSTÜTZUNG: Alexander Gould, der dem beliebten Clownfisch im Disney/Pixar-Blockbuster Findet Nemo seine Stimme lieh, unterstützt untere Kampagne und besprach unser Video über die Rechercheergebnisse.


HINTERGRÜNDE: Bis zu 77 Millionen Fische werden im Vereinigten Königreich pro Jahr gezüchtet und geschlachtet – das sind mehr als zwei Tiere pro Sekunde. The Scottish Salmon Company beliefert die großen Supermarktketten Waitrose und Co-op sowie den hochwertigen Einzelhandel und Premium-Hotels und -Restaurants im gesamten Vereinigten Königreich. Zudem exportiert das Unternehmen seine Produkte in über 20 Länder weltweit. Umfangreiche Handelsabkommen bestehen etwa mit dem japanischen und dem US-Markt.

In Deutschland ist Lachs der aktuell am zweithäufigsten konsumierte Fisch. Der größte Teil des Lachsfleischs wird dabei importiert, u. a. auch aus Schottland.


UNSERE POSITION: „Die von unserem Team veröffentlichten, brutalen Aufnahmen bringen die vernichtende Wahrheit über die kommerzielle Fischerei ans Licht. Es handelt sich um eine Industrie, deren Praktiken Milliarden Fischen jedes Jahr unvorstellbares Leid verursachen. Unternehmen wie The Scottish Salmon Company stehen mit dieser Tierquälerei nicht allein da – und die Recherche zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis überhaupt grundlegende Schutzmaßnahmen für gezüchtete Meerestiere bestehen. Das ist das Mindeste, was diese fühlenden Lebewesen verdienen.“ Sharon Núñez, Vorsitzende von Animal Equality.


DIE NÄCHSTEN SCHRITTE: Im Vereinigten Königreich hat Animal Equality einen offenen Brief an die Minister*innen des Landes koordiniert, der mittlerweile von 70 führenden Meerestierexpert*innen, Tierschutzfachleuten und -organisationen unterzeichnet wurde. Sie alle waren von den Erkenntnissen der Recherche schockiert und fordern explizite und sinnvolle Schutzmaßnahmen für Fische und andere Meerestiere während der Tötung sowie gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsanforderungen und regelmäßige Inspektionen in den Betrieben selbst.


SO KÖNNEN SIE HELFEN: Sogenannte Zuchtfische leiden Tag für Tag schrecklich in Fischfarmen und Schlachthäusern wie dem der Scottish Salmon Company. Leider gibt es für Fische – im Gegensatz zu Schweinen, Kühen oder Hühnern – in der Lebensmittelproduktion noch nicht einmal grundlegende Schutzvorgaben. Das muss sich ändern – und wir arbeiten unermüdlich daran! Bis wir das geschafft haben, können Sie schon heute etwas für die Fische tun: Wenn die Aufnahmen auch Sie schockiert haben, dann essen Sie bitte keine Meerestiere mehr. Damit zeigen Sie nicht nur Mitgefühl, sondern vermitteln der Fischindustrie außerdem, dass Sie solche Tierquälereien nicht tolerieren. Retten Sie Leben und bewahren Sie Milliarden von Tieren vor unermesslichem Leid – verbannen Sie Fisch von Ihrem Teller!


SIE KÖNNEN ETWAS BEWIRKEN! STEIGEN SIE NOCH HEUTE UM AUF EINE PFLANZLICHE ERNÄHRUNG.


Vereinigtes Königreich

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