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Entscheidung über Kastenstände erneut vertagt – Bündnis90/ Die Grünen lehnen Neuregelung ab

5. Juni 2020 Aktualisiert: 5. Juni 2020

Der Einsatz von Animal Equality, weiteren Organisationen und Unterstützer*innen in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hat Wirkung gezeigt: Landes- und Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen wollen nicht für den aktuellen Entwurf zur Kastenstand-Neuregelung stimmen. Die Neuregelung würde rechtswidrige, aber gängige Zustände legalisieren und Tierschutzvorschriften verschlechtern. 

Die Entscheidung über Kastenstände sollte am heutigen Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrates stehen. Doch da es ohne Zustimmung der Grünen keine Mehrheit für den Gesetzesentwurf gibt, wurde die Abstimmung kurzfristig erneut verschoben. Wie schon im Februar, haben sich auch heute Vertreter*innen von Animal Equality und verschiedener Organisationen vor dem Bundesrat in Berlin versammelt, um gegen die von Julia Klöckner vorgelegte Neuregelung für Kastenstände zu zu protestieren. 

Am Abend zuvor konnte Vera Wittke, Geschäftsführende Leitung von Animal Equality Germany, gemeinsam mit Vertreter*innen von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und Compassion in World Farming spontan die gesammelten Unterschriften gegen Kastenstände an Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen, überreichen. Die Petition gegen Kastenstände, die Animal Equality zusammen mit VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, dem Bundesverband Tierschutz e.V., Compassion in World Farming, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und PROVIEH e.V. zum Beginn der Kampagne startete, wurde mittlerweile von rund 275.000 Menschen unterschrieben.

Übergabe Unterschriften
Foto: Ben Mangelsdorf

In der vergangenen Woche hatten zudem mehrere tausende Menschen an einer E-Mail-Aktion teilgenommen und sich an die Landes- und Fraktionsvorsitzenden in den Ländern gewandt, in denen die Grünen an der Regierung beteiligt sind. Das Schreiben enthielt die dringende Bitte an die Entscheidungsträger*innen, sich für die rund zwei Millionen weiblichen Schweine in Deutschland zu engagieren und im Bundesrat für die Abschaffung der Kastenstände einzusetzen.

Die Ablehnung des tierschutzwidrigen Entwurfs über Kastenstände von Bündnis90/ Die Grünen ist ein Fortschritt. Doch die erneute Vertagung der Entscheidung bedeutet auch, dass die Kampagne weitergeht. Wir werden uns weiterhin täglich an wichtige Entscheidungsträger*innen wenden und für eine endgültige Abschaffung des Kastenstands kämpfen. 

Vielen Dank an alle Unterstützer*innen, die uns bereits seit Monaten in diesem Vorhaben begleiten und sich immer wieder für eine bessere Zukunft für die Millionen von Schweinemüttern einsetzen, die jedes Jahr in Deutschland in Kastenständen leiden! Eine repräsentative Umfrage hatte kürzlich gezeigt, dass 85 % der Deutschen Kastenstände für Tierquälerei halten und sie sich für ein Verbot der Metallkäfige aussprechen. Kastenstände müssen nach Meinung der Mehrheit der Bürger*innen endlich der Vergangenheit angehören.

Du gibst den Tieren eine Stimme! Lass uns gemeinsam das Zeitalter der Käfige beenden.

Hilf der Neugierde

Schweine sind überaus soziale Tiere, die sehr interessiert an ihrer Umgebung sind. Du kannst diese neugierigen Tiere schützen, indem du dich einfach für pflanzliche Alternativen entscheidest.


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