Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Historischer Schritt! Animal Equality bringt Initiative vor den Senat in Mexiko, um Tiere vor Gewalt zu schützen

Nach erschütternder Undercover-Recherche in 21 Schlachthöfen in Mexiko: Animal Equality unterstützt die Initiative der mexikanischen Senatorin Diva Gastélum, um sogenannte Nutztiere vor Gewalt zu schützen.
März 29, 2017

Unsere Recherche

Im Dezember vergangenen Jahres deckten wir unvorstellbares Tierleid in 21 Schlachthöfen in Mexiko auf. Die umfangreiche Schlachthof-Recherche erschütterte die Öffentlichkeit: Schweine, die bei vollem Bewusstsein erstochen werden; verängstigte Tiere, die mit Schlägen und Elektroschocks gequält werden; Ziegen und Schafe, die vor der Tötung nicht betäubt werden; Schweine, die mit Beilen geschlagen werden – das sind nur einige der grauenvollen Praktiken, die unser Ermittlerteam dokumentieren konnte.

In Mexiko gibt es bislang keinerlei Gesetze, die sogenannte Nutztiere vor Misshandlung schützen. Die aktuellen Tierschutzgesetze, die für Hunde und Katzen gelten, enthalten keine Regelungen für die Tiere in den Zucht-, Mast- und Schlachtbetrieben der Nahrungsmittelindustrie.

Die Initiative

Eine von uns unterstützte Initiative der mexikanischen Senatorin Diva Gastélum will das nun ändern! In einer Plenarsitzung präsentierte Gastélum gestern Abend unserer Zeit die Initiative, die eine Änderung der bestehenden Tierschutzgesetze fordert: Wer in Zukunft sogenannte Nutztiere misshandelt, würde dann auch rechtlich eine Straftat begehen. “Die bestehenden Tierschutzgesetze müssen endlich eingehalten und zudem auf Nutztiere erweitert werden”, so Senatorin Gastélum. “Diese Änderung wäre ein enorm wichtiger Schritt für den Tierschutz in Mexiko.”

Foto: Dulce Ramírez, Direktorin von Animal Equality in Mexiko, und Senatorin Diva Gastélum

Möchten Sie über unsere Arbeit für Tiere auf dem Laufenden bleiben? Hier bekommen Sie wichtige Hintergrundinformationen.


Aktuellste Neuigkeiten
15. April 2026

Mit einer eindrucksvollen Projektion auf das Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel haben wir auf die enge Verflechtung zwischen der Agrarindustrie und den EU-Kommissaren aufmerksam gemacht. Seit Jahren werden dringend notwendige Reformen des europäischen Tierschutzrechts blockiert. Wir fordern von den Verantwortlichen eine konsequente Reform der Tierschutzgesetze.
14. April 2026

Wir haben unsere Forderungen für eine Tierschutzreform mit verbindlichen Maßnahmen, ein Verbot der Käfighaltung sowie ein Ende des Kükentötens beim „Call for Evidence“ der Europäischen Kommission eingereicht. Ohne konkrete gesetzliche Verordnungen und mit dem starken Einfluss durch die Agrarindustrie bleiben Millionen Tiere in der EU weiterhin ohne wirksamen Schutz – das muss sich ändern.
9. April 2026

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant die verpflichtende Videoüberwachung in deutschen Schlachthöfen. Ein wichtiger Schritt – doch der Gesetzentwurf geht nicht weit genug: Millionen Tiere würden jährlich weiterhin ohne verpflichtende Aufzeichnungen in kleineren Schlachthöfen getötet. In unserer beim BMLEH eingereichten Stellungnahme fordern wir umfassende Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs.