WÜRDEN SIE DAS KATZENKLO EINEN MONAT LANG NICHT REINIGEN?

In konventionellen Mastbetrieben werden Hühner in Fabrikhallen zusammengepfercht. Dort laufen und liegen sie auf der sogenannten Einstreu. Die Einstreu besteht zum Beispiel aus Sand oder getrocknetem Getreide und soll die Ausscheidungen der Hühner aufnehmen. Wenn dieser Boden nicht sauber gehalten wird, führt dies zu ernsthaften Problemen für die Tiere.

EIN SAUBERER HÜHNERSTALL?

In der Regel wird in einem kommerziellen Betrieb, der Hühner für ihr Fleisch züchtet, die Einstreu für mehr als einen Monat verwendet. Die Streu nimmt Kot und Urin der Vögel auf, was zu hohen Konzentrationen von Ammoniak führt. Während dieser Zeit können sich schädliche Bakterien im gesamten Stall ausbreiten und Probleme für Tiere und Arbeiter*innen, die infizierten Hühnern oder deren Kot ausgesetzt sind, verursachen.

IM DRECK LEBEN

Wenn Einstreu nicht ordnungsgemäß gereinigt wird, führen Ammoniakgehalte in Vogelkot und -urin zu Atemproblemen und Augenbrennen. Viele Hühner sind aufgrund der Züchtung, die sie extrem schnell wachsen lässt, zu schwer, um vom Boden aufzustehen. Dadurch entzünden sich ihre Gliedmaßen und ihr Bauch, was wiederum zum Verlust von Federn und zu schmerzhaften Verletzungen führt. Da die Einstreu selten gewechselt wird, sind die Vögel gezwungen, in ihrem eigenen Kot zu laufen, zu essen und zu schlafen.

Vielleicht können Sie sich diese Bedingungen nur schwer vorstellen. Denken Sie an ein Katzenklo, das nur einmal im Monat gesäubert wird. Stellen Sie sich den Urin und die Fäkalien vor, die sich über den Monat ansammeln. Stellen Sie sich vor, die Katze müsste sogar in dem Klo schlafen und essen. Vermutlich würde sich in der ganzen Wohnung ein fürchterlicher Gestank ausbreiten. Und die Katze würde ein jämmerliches Leben führen. 

ES BETRIFFT NICHT NUR DIE HÜHNER

Saubere, trockene Einstreu ist nicht nur für die Gesundheit und das Wohlergehen der gefiederten Tiere wichtig, sondern auch für die Menschen, die dort arbeiten. Werden sie über einen längeren Zeitraum Ammoniak ausgesetzt, können sie eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln, die Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen und Nasenverstopfung verursacht. Dadurch verliert der Mensch die Empfindlichkeit für den Geruch von Ammoniak. Bei der Tierhaltung auf saubere und hygienische Bedingungen zu achten, sollte selbstverständlich sein. Unsere Veröffentlichungen haben aber immer wieder gezeigt, dass dieser Aspekt systematisch vernachlässigt wird. Dies geschieht zum Nachteil von Mensch und Tier.

SO KÖNNEN SIE HELFEN
Mit jeder pflanzlichen Mahlzeit entscheiden Sie sich gegen solche Tierquälerei. Wenn Sie Tipps für den Einstieg in eine pflanzenbasierte Ernährung erhalten möchten, schauen Sie doch mal auf Love Veg vorbei! Sie wollen mehr tun? Werden Sie Animal Defender und damit Teil unseres Online-Aktivismus-Programms. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, den Tieren mit nur wenigen Klicks zu helfen. Helfen Sie uns, für eine mitfühlende Welt zu kämpfen! Möchten Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!