NEUE ZDF-DOKU: “WEGWERFKÄLBER”

Ein neuer Dokumentarfilm der ZDF-Sendung “ZDFzoom” deckt die Schattenseiten der Milchindustrie auf. Denn, was selbst viele Vegetarier*innen nicht wissen, auch die Milchproduktion kommt nicht ohne das Schlachten der Tiere aus.

KEINE MILCH OHNE KÄLBER

Damit Kühe Milch geben, müssen sie jährlich ein Kalb zur Welt bringen. Ist der Nachwuchs männlich, wird er aussortiert und schon nach wenigen Monaten geschlachtet. Dann landen die Kälber auf dem Teller – zum Beispiel als Wiener Schnitzel. Die männlichen Tiere können schließlich keine Milch produzieren, und für die Mast eignen sich die Milchrassen auch nicht. Landwirt*innen verdienen mit einem Kalb weniger Geld als ein Tierarztbesuch kostet. Je früher die Tierkinder geschlachtet werden, desto weniger wirtschaftlichen Verlust gibt es.

“WIR FÜTTERN SIE BEWUSST IN DEN EISENMANGEL”

Doch der wirtschaftliche Verlust ist nichts im Vergleich zu dem unglaublichen Tierleid, das hinter einem Glas Milch stecken kann. Getrennt von ihren Müttern leben die Kälber in engen Einzelabteilungen des Stalls. Und das mehrere Monate lang. Da ihre Muttermilch an uns Menschen verkauft wird, müssen sie sich mit einem Gemisch aus Milcheiweiß und Palmfett zufriedengeben. Dieser Milchersatz wird auch Milchaustauscher genannt. Damit das Fleisch der Kälber weiterhin die typisch helle Farbe behält, wird ihnen auch dann noch der Milchaustauscher gegeben, wenn sie eigentlich schon von der Milch entwöhnt wären. Eigentlich benötigen sie dann Gras, Heu oder Stroh. Doch da diese Nahrung viel Eisen enthält, würde das Fleisch der Kälber rot und damit unappetitlich für viele Menschen werden. Die Tierkinder werden bewusst in einen Eisenmangel gefüttert und leiden umso mehr. 

KALBFLEISCH BIRGT RISIKEN FÜR DIE MENSCHLICHE GESUNDHEIT

Und das alles nur für etwas Genuss, den wir auch einfach über pflanzliche Alternativen erhalten könnten. Unser Konsum von Kuhmilch verursacht jedoch nicht nur unendlich viel Tierleid, sondern ist auch mit gesundheitlichen Risiken für uns Menschen verbunden. So erhält kaum eine andere Tierart so viel Antibiotika wie Kälber in der Mast. In 7 Prozent aller Kalbfleisch-Proben wurden Antibiotikarückstände gefunden. Im menschlichen Körper führen diese Antibiotika-Reste zur Bildung von resistenten Erregern, was fatale Folgen für die Gesundheit mit sich bringen kann. Schon geringe Mengen bergen eine hohe Gesundheitsgefahr.

KÄLBER WOLLEN LEBEN
In der ZDF-Doku erzählt ein Milchbauer, wie die Mutter um ihr Kalb trauert, nachdem es ihr weggenommen wurde. Tagelang ruft sie noch nach ihm und ist unruhig. Auch für das Kalb ist diese Trennung sehr schmerzhaft. Kälber sind keine “Wegwerfkälber”, kein unerwünschtes Nebenprodukt und erst recht kein Wiener Schnitzel. Kälber sind Kinder. Sie wollen das Leben entdecken und genießen. Helfen Sie uns, den Tierkindern solch ein Leben zu ermöglichen, indem Sie tierische durch pflanzliche Produkte ersetzen. Love Veg hilft Ihnen dabei.

Quelle: ZDF (14.10.2020): “Wegwerfkälber”