Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
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Verräter der Tie­re mit beeindruckenden Protest­aktionen in Brüssel entlarvt

Mit mehr als 100 Aktivist*innen haben wir am 20. und 21. Mai in Brüssel gegen die gebrochenen Versprechen der Europäischen Kommission protestiert. Mit einem symbolischen Protestzug durch die Stadt haben wir den institutionellen Verrat an Millionen Tieren und EU- Bürger*innen sichtbar gemacht.
Mai 21, 2026
Protest in Brüssel
Protest in Brüssel

Mit unseren regelmäßigen Aktionen verstärken wir unsere Forderungen für eine konsequente EU-Tierschutzreform, inklusive Verbote der Käfighaltung und des Kükentötens. Die EU-Kommission muss noch in 2026 entsprechende Gesetzesvorschläge und einen konkreten Fahrplan vorlegen. Denn seit Jahren versprechen die verantwortlichen Politiker*innen Maßnahmen, die sie immer wieder verschieben und ihre Verpflichtungen ignorieren. Diesen Verrat an hundert Millionen Tieren und den europäischen Bürger*innen haben wir erneut auf eindrucksvolle Weise sichtbar gemacht. Am ersten Protesttag haben wir lautstark mit mehr als 100 Aktivist*innen an der DG SANTE, dem Sitz von Tierschutzkommissar Olivér Várhelyi, deutlich gemacht, dass wir seine Ignoranz nicht akzeptieren.

Protest in Brüssel

Am zweiten Protesttag zogen wir vom Place du Luxembourg zum Berlaymont-Gebäude, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission. Einige Aktivist*innen an der Spitze des Protestzugs trugen Masken von Ursula von der Leyen, Olivér Várhelyi und Christophe Hansen und ein Banner mit der Aufschrift: „Wer wird Bürger*innen und Tiere verraten?“ Dahinter weitere Protestierende mit Plakaten, die das Leid der Tiere zeigten und Botschaften wie „Stop This Suffering“ (Beendet dieses Leid) trugen.

Protest in Brüssel

Sechs Jahre gebrochene Versprechen

2020 kündigte die EU-Kommission im Rahmen der „Farm to Fork“-Strategie (Vom Hof auf den Tisch) an, die Tierschutzgesetzgebung bis Ende 2023 umfassend zu überarbeiten. 2021 folgte nach der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „End the Cage Age“ mit über 1,4 Millionen Unterschriften die konkrete Zusage, die Käfighaltung schrittweise zu beenden – mit einem Legislativvorschlag bis Ende 2023. Im aktuellen Arbeitsprogramm der EU-Kommission 2026 findet sich stattdessen lediglich eine unverbindliche „Nutztierstrategie mit Elementen zum Tierschutz“ für das zweite Quartal 2026 – kein Gesetzentwurf.

Währenddessen leiden noch immer mehr als 300 Millionen Tiere in der EU jährlich in Käfigen. Ebenso werden weiterhin jedes Jahr Millionen männliche Küken in der EU direkt nach der Geburt getötet. Das muss endlich und endgültig enden! Unterschreibe und teile jetzt unseren Offenen Brief an die EU-Kommission:

Protest in Brüssel

Tierhaltungsindustrie dominiert den Zugang zur Kommission

Unsere aktuelle Analyse legt zudem ein alarmierendes Ungleichgewicht und das systematische Ausmaß von Einflussnahme offen: Von Dezember 2024 bis März 2026 haben die Kommissare Várhelyi und Hansen sowie ihre Kabinette laut Register der Europäischen Kommission insgesamt 708 öffentliche Treffen abgehalten. In mindestens 46 dieser Treffen diskutierten die Fleisch-, Geflügel- und Milchindustrie das Thema Tierschutz mit den beiden Kommissaren und ihren Kabinetten. Mit Tierschutzorganisationen fanden im selben Zeitraum nur sieben Treffen statt – ein Verhältnis von knapp 7:1. Erfahre hier mehr darüber, wie die Tierindustrie die EU-Politik beeinflusst.

LEBE DEIN MITGEFÜHL

Einer der effektivsten Wege, um das Leben landwirtschaftlich genutzter Tiere nachhaltig zu verbessern, ist der Umstieg auf pflanzliche Alternativen. Besuche Love Veg und starte noch heute mit einer pflanzlichen Ernährungsweise.


Aktuellste Neuigkeiten
19. Mai 2026

Mit zahlreichen Protestaktionen machen wir auf das Leid der Tiere aufmerksam und fordern die EU-Kommission zum Handeln auf. Mit echten Kastenständen, großen Bannern, Geräuschen aus der Tierindustrie und hunderten Aktivist*innen ist unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.
15. Mai 2026

Während sogenannte Legebatterien in Deutschland heutzutage aus Tierschutzgründen verboten sind, sind diese Käfige noch immer die grausame Realität von Millionen Hühnern in Argentinien – und ihre Eier landen oftmals in verarbeiteten Produkten auf Tellern in verschiedensten Teilen der Welt. Das Leid der Tiere zeigen unsere Aufnahmen aus vier Betrieben in der Provinz Buenos Aires.
5. Mai 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?