Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Schweine-Fleischindustrie: Schockierende Enthüllungen über Misshandlungen und Gesetzesverstöße in Indien

Eine neue Undercover-Recherche von Animal Equality bringt grausame Misshandlungen von Schweinen in der indischen Fleischindustrie ans Licht.
März 12, 2025
Schweine in der indischen Fleischindustrie
Undercover in der indischen Schweinefleisch-industrie

Animal Equality hat undercover in sechs landwirtschaftlichen Betrieben und drei Schlachthäusern in insgesamt vier indischen Bundesstaaten recherchiert. In jedem Fall wurden eklatante Rechtsverstöße festgestellt.

Aufdeckungen der Undercover-Recherche:

  • Arbeiter*innen gehen gewaltvoll mit den Schweinen um.
  • Viele Tiere weisen Verletzungen auf.
  • In den Betrieben sind die Tiere gezwungen, unter extrem unhygienischen Bedingungen zu leben. Sie müssen in ihren eigenen Exkrementen stehen. 
  • Nachdem die Schweine zum Schlachten verkauft wurden, werden sie mit Schlägen auf die Transporter getrieben. 
  • Arbeiter*innen stechen den Schweinen während des Schlachtens mehrfach mit Messern ins Herz, bevor die Tiere sterben. 
  • Laut indischem Gesetz müssen Tiere in zugelassenen Schlachthäusern geschlachtet werden. Doch es wurde beobachtet, dass Schweine illegal in Fleischereien und auf Marktplätzen geschlachtet werden.

Verstöße und Forderungen:

All diese Praktiken verstoßen eindeutig gegen das indische Gesetz zur Verhinderung von Tierquälerei von 1960 und verschiedene darin definierte Vorschriften. Diese Gesetze wurden in jedem der von uns untersuchten Betriebe missachtet. Animal Equality hat der indischen Regierung eine Liste mit Empfehlungen zum Schutz der Tiere vorgelegt. Wir fordern von der Politik, dass sie gezielte Maßnahmen durchsetzt, um Schweine vor Misshandlungen – wie wir sie erneut bei unserer Undercover-Recherche dokumentiert haben – zu schützen.

Wie brutal die indische Fleischindustrie ist, zeigte bereits eine frühere Undercover-Recherche von uns. Wir dokumentierten dabei die absolut barbarische und illegale ‚Hammerschlachtung‘. Dabei wird den Schweinen wiederholt mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen, bis sie bewusstlos werden.

Amruta Ubale, Direktorin von Animal Equality in Indien

Weltweites System des Leidens

Die Bilder aus Indien schockieren, doch sie sind kein sogenannter „Einzelfall“ oder eine „Ausnahme“. Immer wieder stoßen wir bei unseren Recherchen auf ähnliche Zustände – unabhängig davon, in welchem Land wir unterwegs sind. Auch in Deutschland haben wir in unserer Undercover-Recherche in einem von Deutschlands größten Schweinezuchtbetrieben gravierende Gesetzesverstöße aufgedeckt. Die Parallelen sind erschreckend und machen deutlich, dass dringend etwas passieren muss. Mehr Infos dazu findest du auf unserer Kampagnenseite: System des Leidens.

Wir sind die Veränderung

Wir alle können den Tieren helfen, indem wir tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Wir müssen dabei weder auf Geschmack noch auf Nährstoffe verzichten, denn es gibt heute eine Vielzahl pflanzlicher Optionen. Überall auf der Welt ziehen Menschen bereits das Mitgefühl dem Töten vor. Auf Love Veg gibt es viele leckere Rezepte und Inspirationen für eine pflanzliche Ernährung – komplett kostenfrei für dich.

Hilf der Neugierde

Schweine sind überaus soziale Tiere, die sehr interessiert an ihrer Umgebung sind. Du kannst diese neugierigen Tiere schützen, indem du dich einfach für pflanzliche Alternativen entscheidest.


Aktuellste Neuigkeiten
1. April 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?
25. März 2026

Zwei Tage intensive Proteste in Brüssel, eine alarmierende Datenanalyse und ein klares Ergebnis: Die Agrarindustrie hat zehnmal mehr Zugang zu dem EU-Tierschutzkommissar als Tierschutzorganisationen. Wer entscheidet in Wahrheit über den Tierschutz in der EU? Die Bürger*innen oder die Industrie, die von der Ausbeutung von Tieren profitiert? Diese entscheidende Frage haben wir mit mehr als hundert Aktivist*innen aus ganz Europa bei unseren Protesten am 23. und 24. März 2026 vor den Türen der EU-Kommission in Brüssel gestellt.
25. März 2026

Die Aufnahmen zeigen Tausende Vögel, eingepfercht in einer einzigen Halle. Die Ermittler*innen von Animal Equality haben die Zustände bei Brasiliens größtem Produzenten von Putenfleisch dokumentiert. Die Vögel leben in ihren eigenen Exkrementen, was bei den Tieren Atembeschwerden, Wunden und Verbrennungen verursacht. Verletzungen wurden nicht tierärztlich versorgt.