Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

EU-Gerichtsurteil: Pflanzliche Produkte dürfen als Wurst, Steak und Co. bezeichnet werden

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Streitigkeiten über die Benennung von pflanzlichen Produkten. Doch damit ist es jetzt vorbei – zumindest bei den Fleischalternativen innerhalb der Europäischen Union.
Oktober 11, 2024 Aktualisiert: 11. Oktober 2024
EU-Urteil pflanzliche Produkte
EU-Urteil pflanzliche Alternativen

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat jüngst ein Urteil gefällt: Pflanzliche Produkte, die Alternativen zu Fleisch darstellen, dürfen wie die Erzeugnisse tierischen Ursprungs benannt werden. Das bedeutet, ein Soja-Bratstück darf Steak heißen und ein Patty aus Erbsenprotein kann Hamburger genannt werden. Dies gilt für alle EU-Mitgliedsstaaten, solange entsprechende Begriffe wie „Wurst“ nicht gesetzlich definiert sind.

Grundlage dieses Urteils ist das Verbot der französischen Regierung, für pflanzliche Eiweißprodukte Bezeichnungen zu verwenden, die traditionell mit Erzeugnissen tierischen Ursprungs assoziiert werden. Nach Auffassung des EU-Gerichtshofs steht dieses Verbot nicht im Einklang mit der europäischen Verordnung. Das Urteil geht auf eine Klage der Association Protéines France, der Union végétarienne européenne (EVU), der Association végétérienne de France (AVF) und des Unternehmens Beyond Meat Inc. gegen das Dekret zurück, das in Frankreich im Mai in Kraft treten sollte.

In dem Urteil heißt es:

„Hat ein Mitgliedstaat keine gesetzliche Bezeichnung erlassen, so kann er die Hersteller*innen von Lebensmitteln auf der Grundlage von pflanzlichem Eiweiß nicht durch ein allgemeines und abstraktes Verbot daran hindern, der Verpflichtung zur Angabe der Bezeichnung dieser Lebensmittel durch Verwendung handelsüblicher Namen oder beschreibender Bezeichnungen nachzukommen.“

Erfahre auf Love Veg mehr zu den vielfältigen pflanzlichen Alternativen zu Fleisch. Probiere beispielsweise unsere Soja-Grillsteaks, lass dir unsere herzhaften Hirse-Patties schmecken und entdecke leckere Alternativen zu Hühnerfleisch. Eine pflanzliche Ernährung ist der wichtigste Schritt zu einer Welt, in der alle Tiere vor Ausbeutung geschützt sind.

LEBE DEIN MITGEFÜHL

Einer der effektivsten Wege, um das Leben landwirtschaftlich genutzter Tiere nachhaltig zu verbessern, ist der Umstieg auf pflanzliche Alternativen. Besuche Love Veg und starte noch heute mit einer pflanzlichen Ernährungsweise.


Aktuellste Neuigkeiten
30. April 2026

Seit Jahren kämpft unser brasilianisches Team für ein Verbot der tierquälerischen Zwangsmast von Enten und Gänsen in der Stopfleberproduktion – und jetzt steht ein Gesetz kurz bevor. Es fehlt nur noch die Unterschrift des Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva unter dem Verbotsentwurf. Das ist ein historischer Moment: Damit wird Brasilien das erste Land Lateinamerikas sowie nach Indien das zweite weltweit sein, das per Bundesgesetz ein umfassendes Verbot sowohl der Herstellung als auch des Verkaufs von Foie gras festlegt.
30. April 2026

Zwei Aktivist*innen haben Aufnahmen aus einem Schlachthof veröffentlicht und wurden dafür von dem Betreiber verklagt. Sie sollen die veröffentlichten Aufnahmen löschen und Schadensersatz bezahlen – der Prozess läuft aktuell noch. Es darf nicht sein, dass Menschen verurteilt werden, weil sie die Wahrheit und alltägliche Realität in der Tierindustrie zeigen. Der Schlachthof-Prozess geht uns alle an: Tierleid zeigen ist kein Verbrechen! Setze dich jetzt für die Tiere und Ermittler*innen ein.
30. April 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?