Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Animal Equality richtet Petition an EU-Parlament: Verbietet schnell wachsende Hühner!

Am 24. Mai wird sich der EU-Petitionsausschuss mit einer Petition von Animal Equality beschäftigen, die das Verbot der Haltung schnell wachsender Hühner für die Produktion von Fleisch fordert. Wir bitten die Abgeordneten des EU-Parlaments, die Petition aufrechtzuerhalten und sich für ein Ende dieser Grausamkeit in ganz Europa einzusetzen.
Mai 22, 2023
hühner qualzuchten
qualzuchten hühner

Hühner, die für die Produktion von Fleisch gehalten und getötet werden, wurden über Jahrzehnte auf enorm schnelles Wachstum gezüchtet. Es handelt sich um sogenannte Masthybriden.

Unsere Undercover-Recherchen in Deutschland und anderen Ländern zeigen immer wieder, dass Haltung und Zucht dieser schnell wachsenden Hühner gegen EU-Recht verstoßen. Genauer gesagt, gegen zwei von der EU festgelegte Rechtsvorschriften:

  1. Gegen Artikel 13 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union), der besagt, dass „die Union und die Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung“ tragen und
  2. Gegen Artikel 20 und 21 der Richtlinie 98/58/EG des Rates, die besagen, dass „Zuchtmethoden, die den Tieren Leiden oder Schäden zufügen oder zufügen können, […] nicht angewendet werden [dürfen]“ und „die Haltung ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen nicht beeinträchtigt“. 

Fast alle Hühner in der Fleischproduktion gehören zu schnell wachsenden Zuchtlinien. Das hat schwere Auswirkungen auf ihre Körper und ihre Gesundheit. Sie sind verurteilt zu einem Leben in Leid.

Europäisches Parlament erkennt Grausamkeit der Zucht auf schnelles Wachstum an

Deshalb hat Animal Equality gegen alle EU-Mitgliedstaaten, in denen schnell wachsende Hühner gehalten werden, offiziell Beschwerde eingelegt. Das sind alle 27 EU-Mitgliedstaaten, inklusive Deutschland.

Gleichzeitig haben wir eine Petition beim Europäischen Parlament eingereicht, mit der wir die EU auffordern, dieser extremen Ausbeutung von Hühnern ein Ende zu setzen.

masthühner nahaufnahme

Der EU-Petitionsausschuss hat in jüngster Vergangenheit auf unsere Petition reagiert. Der Ausschuss erkannte dabei ausdrücklich an, dass die Zucht von Hühnern auf schnelles Wachstum problematisch ist. 

Und auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat festgestellt, dass die Selektion auf schnelles Wachstum katastrophale Auswirkungen auf sogenannte Masthühner hat.

Die Diskussion im EU-Petitionsausschuss

Die wirkliche Neuigkeit ist nun, dass Animal Equality die Möglichkeit hat, dem EU-Petitionsausschuss dieses Anliegen direkt vorzustellen: Am 24. Mai wird Matteo Cupi (Vice President for Europe, Animal Equality) – deshalb in Brüssel sein, um den Stimmen der Hühner Gehör zu verschaffen.

matteo cupi im eu parlament

Und seine Forderung wird denkbar einfach sein: die Petition offenzulassen, damit wir weiterhin konkret daran arbeiten können, den etwa 7 Milliarden Hühnern in der EU zu helfen, die unter dieser Grausamkeit leiden. Mit dem Ziel, der Ausbeutung dieser hochgezüchteten Tiere ein Ende bereiten.

Diese Entscheidung wird von den im Plenarsaal anwesenden Abgeordneten getroffen, die sich für oder gegen die Petition für Hühner aussprechen können. Deshalb hat Animal Equality beschlossen, sich direkt an die Abgeordneten zu wenden. Denn der Ausschuss könnte sich auch entscheiden, die Petition abzuweisen.

Im ersten Schritt hat Animal Equality einen offenen Brief an alle Abgeordneten gerichtet, der die Forderung unterstreicht. Der Brief wurde außerdem von mehr als 60 anderen Tierschutzorganisationen unterzeichnet.

Fordere auch du die Abgeordneten auf, die Haltung und Zucht schnell wachsender Hühner in der EU zu verbieten und unterschreibe unsere EU-Petition. Je mehr Leute unterschreiben, desto schwerer hat es der EU-Petitionsausschuss, die Petition abzuweisen.

Es wird ein historischer und entscheidender Moment für Hühner in ganz Europa sein, denn im Anschluss an die Diskussion wird am 24. Mai auch eine sehr wichtige Entscheidung getroffen: Die Petition kann geschlossen werden oder offen bleiben. Bleibt sie offen, haben wir eine echte Chance, zeitnah Großes für die Hühner zu erreichen.

Egal, was passiert: Wir kämpfen weiter für die Hühner

Sicher ist aber auch, dass unsere Arbeit für Hühner in keinem Fall endet. Auch unabhängig von der Entscheidung des EU-Parlaments. Immerhin werden in Deutschland pro Jahr über 600 Millionen Hühner geschlachtet. In Europa sind es, wie zuvor erwähnt, etwa 7 Milliarden Tiere.

masthybrid huhn

Das Leiden, das schnell wachsende Hühner jeden Tag ertragen müssen, ist inakzeptabel und steht in völligem Gegensatz zu den deutschen und europäischen Gesetzen. 

Was du noch tun kannst

Wir werden diese Tiere nicht allein lassen. Und du kannst ihnen auch jetzt sofort helfen!

Stelle dich selbst jeden Tag wieder auf die Seite der Hühner und aller andere Tiere in der Landwirtschaft, indem du dich konsequent für eine pflanzliche Ernährung entscheidest.

Wähle MiTGEFÜHL

Hühner sind neugierige Tiere, die enge Bindungen zu anderen Tieren aufbauen und sich nachweislich in andere Hühner einfühlen können. Schütze diese sensiblen und sozialen Tiere, indem du dich für pflanzliche Alternativen entscheidest.

Wenn du immer als Erstes von solchen Aktionen erfahren möchtest, kannst du den Animal Defendern beitreten. Dann erhältst du alle Infos und Anweisungen, um Teil von derartigen Aktionen zu sein, direkt per E-Mail.


Aktuellste Neuigkeiten
15. Mai 2026

Während sogenannte Legebatterien in Deutschland heutzutage aus Tierschutzgründen verboten sind, sind diese Käfige noch immer die grausame Realität von Millionen Hühnern in Argentinien – und ihre Eier landen oftmals in verarbeiteten Produkten auf Tellern in verschiedensten Teilen der Welt. Das Leid der Tiere zeigen unsere Aufnahmen aus vier Betrieben in der Provinz Buenos Aires.
7. Mai 2026

Mit zahlreichen Protestaktionen machen wir auf das Leid der Tiere aufmerksam und fordern die EU-Kommission zum Handeln auf. Mit echten Kastenständen, großen Bannern, Geräuschen aus der Tierindustrie und hunderten Aktivist*innen ist unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.
5. Mai 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?