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No Animal Left Behind: Jedes Tier hat Rechte und verdient Schutz und Respekt.

September 24, 2021 Aktualisiert: August 12, 2025

Heute veröffentlichen wir unsere letzte Forderung im Rahmen der „No Animal Left Behind“-Kampagne: Kein Tier ausschließen.

Die europäischen Tierschutzgesetze wurden in den letzten 40 Jahren Stück für Stück eingeführt, aber sie werden selten korrekt durchgesetzt, und es gibt gravierende Lücken, die Milliarden von Tieren ungeschützt lassen. Im Rahmen unserer Kampagne „No Animal Left Behind“ fordern wir die Europäische Kommission auf, dafür zu sorgen, …

  • dass eine umfassende Überprüfung ALLER Rechtsvorschriften stattfindet, die die sogenannten Nutztiere in Europa betreffen;
  • dass unsere Forderungen nach bestmöglichen Tierschutzstandards gehört werden; 
  • und dass kein Tier dabei zurückgelassen wird.

In der EU werden über 90 % der Puten in überfüllten, intensiven Stallhaltungen aufgezogen, die zahlreiche Tierschutzprobleme verursachen. Wenn diese Vögel in großer Zahl und ohne Auslauf zusammengepfercht werden, sind Stress und Langeweile für sie die Folge. Die Tiere beginnen, sich gegenseitig zu picken und sich die Federn auszureißen, was im weiteren Verlauf zu Kannibalismus führen kann. Die Landwirte versuchen, dies zu verhindern, indem sie die Puten bei wenig Licht halten und ihre Schnäbel stutzen. Das Schnabelkürzen wird häufig ohne Betäubung durchgeführt und verursacht weiteres Leid. Das ständige schwache Licht führt zu Augenproblemen, wie z. B. Erblindung. Außerdem werden Puten auf sehr schnelles Wachstum gezüchtet, und zwar in einem Tempo, das zu einer hohen Zahl von Lahmheiten sowie Herzversagen führt. 

Puten in der Mast

In der EU werden über eine Milliarde Fische gezüchtet. Dabei handelt es sich um nicht domestizierte Tiere, die oft in intensiven Systemen gezüchtet werden, ohne dass ein grundlegendes Verständnis für ihre Bedürfnisse vorhanden ist und ohne dass wichtige Erkenntnisse – die insbesondere in den letzten zehn Jahren gewonnen wurden – berücksichtigt werden. Aquakulturen sind in der Regel karge Umgebungen und gehen immer mit einer Reihe von stressigen und schädlichen Praktiken, z. B. in Bezug auf das Handling der Tiere, einher. Es gibt wenig Transparenz in dieser Industrie, aber in den wenigen Fällen, in denen über Todesfälle berichtet wird, sehen wir Sterblichkeitsraten von 15 bis 20 %. Die für den Sektor entwickelten Schlachtanlagen wurden von nur wenigen Sektoren und Erzeuger*innen übernommen – in der Regel werden Zuchtfische langsam und qualvoll zu Tode erstickt. Auch wirbellose Wassertiere, wie z. B. Zehnfußkrebse, sind ungeschützt, vor allem beim Transport und bei der Schlachtung.

Aquakultur von Fischen

Das muss aufhören!

Je mehr wir über Tiere und ihr komplexes, faszinierendes Leben erfahren, desto schockierter sollten wir darüber sein, wie wir sie in der Vergangenheit behandelt haben und auch heute noch behandeln. Und umso entschlossener sollten wir dafür sorgen, dass sie ein gutes Leben führen können. Unsere Gesetze müssen mehr tun, als nur das Wohlergehen aller sogenannter Nutztiere zu schützen. Sie sollten Gesundheit, Wohlbefinden und Mitgefühl fördern. Denn die Tiere haben nichts anderes verdient.

Die Kampagne „No Animal Left Behind“ konzentriert sich auf die Milliarden von Tieren, die durch die derzeitige EU-Gesetzgebung ungeschützt bleiben: Fische, Puten, Kühe und Rinder in der Milch- und Fleischindustrie, Schafe und Ziegen, Enten und Gänse, Wachteln und Zuchtkaninchen. Die Liste scheint endlos. Die Überarbeitung unserer Tierschutzgesetze ist längst überfällig, und wir müssen dafür sorgen, dass dieses Mal kein Tier dabei auf der Strecke bleibt!

Unterstütze uns und nutze die verbleibende Zeit bis zur Übergabe der Unterschriften an die Europäische Kommission, um der Kampagne „No Animal Left Behind“ auch deinen Namen noch hinzuzufügen. Sofern du schon unterschrieben hast, kannst du einen Beitrag leisten, indem du die Kampagne teilst.

Bitte streiche tierische Produkte von deiner Speisekarte und mache so einen entscheidenden Unterschied für die Tiere.

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Hühner sind neugierige Tiere, die enge Bindungen zu anderen Tieren aufbauen und sich nachweislich in andere Hühner einfühlen können. Schütze diese sensiblen und sozialen Tiere, indem du dich für pflanzliche Alternativen entscheidest.


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