Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

ALDI unterstützt Europäische Masthuhn-Initiative

November 2, 2020

Nach Gesprächen mit Animal Equality in Zusammenarbeit mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und der Open Wing Alliance haben sich ALDI Nord und ALDI SÜD entschlossen, die Standards der Europäischen Masthuhn-Initiative umzusetzen und die dafür notwendigen Schritte zu unternehmen. 

ALDI geht damit einen wichtigen und zukunftsweisenden Schritt zur Erhöhung des Tierschutzes. Neben diesem Entschluss von  ALDI in Deutschland, sagt ALDI Nord nach Gespräche mit Animal Equality und anderen Organisationen auch in Spanien zu, die Europäische Masthuhn-Initiative als neuen Mindeststandard zu implementieren. 

Hühner sind in Deutschland und weltweit die Landtiere, die am häufigsten gezüchtet und getötet werden. Die Bedingungen, unter denen die Tiere gemästet werden, sind geprägt von Schmerzen und Leid. Oftmals steht den sogenannten Masthühnern weniger Stallfläche zur Verfügung als Legehennen in Käfighaltung, welche in Deutschland seit vielen Jahren verboten ist. Die aktuellen Tierschutzvorschriften verhindern nicht den Einsatz der weit verbreiteten Betäubung im Elektrowasserbad, bei welcher es regelmäßig zu Fehlbetäubungen kommt. So erleben jedes Jahr mindestens 9 Millionen Hühner ihre eigene Schlachtung bei vollem Bewusstsein. Diese entsetzlichen Bedingungen stehen in direktem Widerspruch zum Staatsziel Tierschutz und dem Anspruch der Öffentlichkeit an Tierschutzvorgaben.

Die Europäischen Masthuhn-Initiative (European Chicken Commitment) umfasst sechs wissenschaftlich und veterinärmedizinisch fundierte Tierschutzforderungen, um das Leiden der Tiere zu lindern.

ALDIs Entscheidung Tierschutzstandards anzuheben, begrüßen wir sehr. Dies zeigt: Die Umsetzung der Europäischen Masthuhn-Initiative ist auch im Lebensmitteleinzelhandel realisierbar. Nach diesem Schritt von ALDI als einer der größten Lebensmitteleinzelhändler sind wir zuversichtlich, im Dialog mit ALDI und weiteren Unternehmen zeitnah ähnliche Fortschritte für Tiere in Deutschland und weltweit erreichen zu können“, so Vera Wittke, Geschäftsführende Leitung Animal Equality Germany e.V.

Hier finden Sie die vollständige Erklärung von ALDI.

Mit der Umsetzung von Unternehmenskampagnen möchte Animal Equality besonders grausame Praktiken in der Tierindustrie abschaffen und Tiere vor Leid bewahren. Als Konsument*in können wir uns jeden Tag aktiv für das Ende des unnötigen Tierleids in der Industrie einsetzen, indem wir tierische Produkte von der eigenen Speisekarte streichen und durch pflanzliche Alternativen ersetzen https://LoveVeg.de. Unterstützen Sie uns als AnimalDefender und appellieren Sie an Unternehmen der Lebensmittelindustrie, ebenfalls mehr für Tiere zu tun.


Aktuellste Neuigkeiten
30. April 2026

Seit Jahren kämpft unser brasilianisches Team für ein Verbot der tierquälerischen Zwangsmast von Enten und Gänsen in der Stopfleberproduktion – und jetzt steht ein Gesetz kurz bevor. Es fehlt nur noch die Unterschrift des Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva unter dem Verbotsentwurf. Das ist ein historischer Moment: Damit wird Brasilien das erste Land Lateinamerikas sowie nach Indien das zweite weltweit sein, das per Bundesgesetz ein umfassendes Verbot sowohl der Herstellung als auch des Verkaufs von Foie gras festlegt.
30. April 2026

Zwei Aktivist*innen haben Aufnahmen aus einem Schlachthof veröffentlicht und wurden dafür von dem Betreiber verklagt. Sie sollen die veröffentlichten Aufnahmen löschen und Schadensersatz bezahlen – der Prozess läuft aktuell noch. Es darf nicht sein, dass Menschen verurteilt werden, weil sie die Wahrheit und alltägliche Realität in der Tierindustrie zeigen. Der Schlachthof-Prozess geht uns alle an: Tierleid zeigen ist kein Verbrechen! Setze dich jetzt für die Tiere und Ermittler*innen ein.
30. April 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?