Spenden-Verdopplungsaktion: Deine Spende für die Tiere wird verdoppelt! Jetzt spenden
Neuigkeiten

ANIMAL EQUALITY VERKLAGT TIERNAHRUNGSFIRMA

Juli 31, 2020

Animal Equality hat eine Klage gegen den amerikanischen Tiernahrungslieferanten Champion Petfoods eingereicht, weil er für mehrere seiner Produkte der Marke Acana falsch geworben hat. Die Klage richtet sich insbesondere gegen die Behauptungen des Unternehmens in Bezug auf angeblich „wild gefangene“ Fische. Labortests wiesen unter anderem chemische Rückstände auf, die aus Aquakulturen stammen. Die Klage wurde beim Obersten Gerichtshof eingereicht. Eine Kopie der Klage ist hier verfügbar.

WARUM WIR KLAGEN

Acana wirbt für seine “Fisch-Zutaten” mit Behauptungen wie „von Fischern gefangen, die wir kennen und denen wir vertrauen“ und „aus amerikanischen Gewässern“. Dennoch werden bestimmte Fischarten, wie zum Beispiel die Regenbogenforelle (eine “Hauptzutat” in zahlreichen Acana-Produkten), fast ausschließlich industriell gezüchtet und nicht in der Wildnis gefangen. Darüber hinaus, so die Beschwerde, wurden bestimmte Acana-Produkte, die Regenbogenforellen enthielten, positiv auf Ethoxyquin getestet. Dieser umstrittene Nahrungszusatzstoff ist häufig in Produkten zu finden, die Fische aus der Zucht enthalten.

WAS WIR DAZU SAGEN

„In Anbetracht der extremen Überfüllung, der schmerzhaften Parasiten und anderer Stressfaktoren in kommerziellen Aquakulturen erkennen die meisten Menschen, dass Fische in freier Wildbahn besser dran sind“, sagte Sarah Hanneken, Rechtsanwältin bei Animal Equality in den USA. „Aus diesem Grund sind ‚Wildfang‘-Etikettierungen und Werbebehauptungen weit verbreitet. Konsumierende bevorzugen Produkte mit höherem Tierschutzniveau, aber diese Anzeigen und Kennzeichnungen führen nur dann zu einem besseren Tierschutz, wenn die Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden„.

IRREFÜHRENDE BILDER

Ein weiterer Grund für die Klage ist die Verwendung von Bildern, die nicht der Realität entsprechen. Beispielsweise verweist die Klage auf Verpackungen und Webseiten mit Bildern von Fischer*innen, die an natürlichen Gewässern posieren. Eine solche Verwendung von Bildern, so die Beschwerde, deutet weiter darauf hin, dass die Forellen in der Wildnis gefangen und nicht gezüchtet wurden.

WAS WIR DAMIT ERREICHEN WOLLEN

Animal Equality, von der Richman Law Group vertreten, verlangt im Rahmen der Klage keine finanzielle Entschädigung. Wir bitten das Gericht lediglich um eine Entscheidung, die die „Wildfang“-Darstellungen für irreführend erklärt. Zudem hoffen wir auf eine Anordnung, die den Tiernahrungslieferanten daran hindert, in Zukunft solche irreführenden Behauptungen zu verbreiten. Unternehmen sollten die Wünsche der Kundschaft nicht durch falsche Behauptungen, sondern durch sinnvolle Verbesserungen des Wohlergehens der Fische in ihren Lieferketten berücksichtigen. 

WAS SIE TUN KÖNNEN

Animal Equality hat immer wieder gezeigt, wie grausam die Fischindustrie ist. Sie zerstört die Ozeane und alles Leben in ihnen – unabhängig davon, ob die Tiere in Aquakulturen aufgezogen oder in der Wildnis gefangen werden. Das Beste, was Sie tun können, um sowohl den Tieren als auch der Umwelt zu helfen, ist eine pflanzliche Ernährung.

Erfahren Sie hier mehr über das Leid der Fische.


Aktuellste Neuigkeiten
26. Juni 2026

Es ist dringend: Die EU-Kommission veröffentlicht Anfang Juli die „Strategie für Nutztierhaltung“ (Livestock Strategy). Sie wird die Richtung vorgeben, ob der für das vierte Quartal 2026 geplante Legislativvorschlag zum Tierschutz verbindliche Maßnahmen wie ein Käfigverbot enthält. Deswegen sind wir auch im Juni in Brüssel auf die Straße gegangen, um unsere Forderungen für die Tiere unübersehbar zu machen – noch lauter, noch stärker und mit noch mehr Menschen denn je.
18. Juni 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Jetzt haben wir gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Und auch du kannst dich jetzt gegen Käfige starkmachen.
16. Juni 2026

Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachthof veröffentlicht. Die über 200 Tiere wurden zuvor in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut herausströmt. Wir haben Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Tierschutzverstöße erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.