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Das Leid hinter Büffelmozzarella

27. November 2019 Aktualisiert: 27. November 2019
Junger Büffel in einem Stall

„Excellence of Made in Italy“, so wird italienischer Büffelmozzarella überall auf der Welt verkauft. Doch um den Käse herzustellen, werden in Italien jedes Jahr fast eine halbe Million Büffel und Kälber gezüchtet und gezwungen, unter schrecklichsten Bedingungen zu leben. Gemeinsam mit Vier Pfoten International veröffentlicht Animal Equality exklusive Aufnahmen einer aktuellen Recherche aus Norditalien, die schwerwiegende Verstöße gegen bestehende Tierschutzgesetze in Büffelbetrieben dokumentieren: Vernachlässigung, Misshandlungen und katastrophale hygienische Zustände.

Die Bilder zeigen Tiere, die bis zu den Knien im Dreck und Fäkalien stehen. Von Fliegen und anderen Parasiten übersät, sind sie dazu gezwungen, zwischen den toten Körpern ihrer Artgenossen zu leben. Ihr trostloser Alltag ist geprägt von unnatürlichen Produktionsabläufen. Die Büffel haben keine Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Ohne Zulassung, tierärztliche Aufsicht oder ausreichende hygienische Vorkehrungen, werden den Tieren Medikamente verabreicht und medizinische Behandlungen an ihnen vorgenommen.

Auch heute verlieren in diesen Betrieben Tausende von männlichen Kälbern auf grausame Weise ihr Leben. Für die Betriebe gelten sie als nicht „rentabel“: ihre Aufzucht wäre zu kosten- und zeitaufwendig und Büffelfleisch hat keinen wirtschaftlichen Wert. Also werden die kleinen Kälber ihren Müttern entrissen und zum Schlachter gebracht. Viele Landwirt*innen lassen sie, um die Kosten für Transport und Schlachtung einzusparen, einfach verhungern oder verdursten. Wie wertlose Gegenstände werden die toten Körper der qualvoll verendeten Tiere dann auf nahegelegenen Feldern abgelegt oder auf den Höfen selbst lieblos unter Stroh und Fäkalien vergraben.

Die Herstellung von Büffelmozzarella geht zudem mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt einher. Dank einer Untersuchung des ehemaligen Parlamentariers Paolo Bernini konnten beispielsweise illegale Abwasserströme nachgewiesen werden, über die die unbehandelten Ausscheidungen der Tiere auf Felder und Böden abgeleitet werden und schließlich auch das Grundwasser verschmutzen – eine Gefahr für umliegende Ökosysteme, für Tiere und Menschen.

Mit Exzellenz hat die brutale Ausbeutung und unnötige Tötung von Büffeln nichts zu tun. Helfen Sie uns dabei, die traurig Wahrheit hinter tierischen Produkten wie Büffelmozzarella ans Licht zu bringen und informieren Sie Menschen in Ihrem Umfeld über die Missstände in der industriellen Tierhaltung. Jede*r Einzelne von uns kann dazu beitragen, eine bessere Zukunft für die Tiere zu gestalten.


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