Horror im Hinterhof: Brutale Lämmer-Schlachtung

In Mexiko ist gegrilltes Lamm ein traditionelles Gericht, das im ganzen Land gegessen wird. Um die hohe Nachfrage nach dem Fleisch zu bedienen, werden die Tiere größtenteils unter grausamen Bedingungen in Hinterhöfen gezüchtet und getötet. Im August und September diesen Jahres suchten Tierschutz-Aktivist*innen sechs Zuchtbetriebe und Schlachthöfe in den Bundesstaaten Hidalgo und México auf. Ihre Aufnahmen dokumentieren unermessliches Tierleid und katastrophale hygienische Zustände.

Die sanften und empfindsamen Lämmer werden in diesen Betrieben in engen Ställen oder Metallkäfigen gehalten. Die Böden der Ställe sind mit Kot und Urin bedeckt, was bei den Tieren u.a. zu schlimmen Atemwegserkrankungen führt. Die Zustände in den Käfigen sind noch schlimmer. Dort leben die Lämmer auf einem verdrahteten, metallischen Boden, ohne Gras, Bewegungsfreiheit oder Beschäftigungsmöglichkeiten. Einige von ihnen verletzen sich bei ihren verzweifelten Fluchtversuchen schwer.

Bereits im Alter von wenigen Monaten – also als Babys – werden die kleinen Lämmer ihren Müttern entrissen und in häufig illegalen, provisorischen Schlachthöfen in den Tod geschickt. Zunächst müssen sie dort den Tod ihrer Artgenossen und Geschwister miterleben – eine extrem traumatische Erfahrung für die intelligenten und sensiblen Tiere, die u.a. in der Lage sind, die Gesichter verschiedener Individuen zu erkennen und zu unterschieden und sich an negative Erfahrungen mit Menschen zu erinnern. Die Panik, die sie empfinden, wenn sie erkennen, welches Schicksal sie erwartet, ist deutlich zu erkennen. Was folgt, ist ein Tod, der kaum qualvoller und barbarischer sein könnte: Unter vollkommener Missachtung jeglicher Tierschutzvorschriften werden sie bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung und ohne jegliches Mitgefühl geköpft. Obwohl die Behörden von diesen grauenhaften Vorgängen wissen, gibt es weder Kontrollen, geschweige denn Sanktionen für diese tierquälerischen Praktiken. Selbst in staatlichen Schlachthöfen sind die Hygiene- und Tierschutzbestimmungen unzureichend und werden systematisch missachtet.

Während der Recherche konnten folgende Verstöße gegen mexikanische Vorschriften festgestellt werden:

  • Tiere, die gewaltsam an ihren Gliedern gezogen, getragen und gestoßen werden
  • Lämmer, die bei vollem Bewusstsein gefesselt und enthauptet werden und qualvoll verbluten 
  • Schlachthofmitarbeiter*innen, die mehr als drei Lämmer gleichzeitig töten
  • Minderjährige, die bei der Schlachtung anwesend sind und in einigen Fällen sogar selbst die Tötung der Tiere durchführen 
  • Alle Schlachtungen finden ohne tierärztliche Kontrollen statt


Dulce Ramírez, Geschäftsführerin von Animal Equality in Mexiko, erklärt: „Diese Recherche zeigt einmal mehr, wie dringend es ist, strikte Gesetze zum Schutz der Tiere in der Nahrungsmittelindustrie einzuführen. Schärfere Strafen für diejenigen, die die offiziellen Vorschriften nicht einhalten, sind der erste Schritt. Wir können die Augen nicht vor dieser brutalen Realität verschließen – es ist nicht nur Gewalt gegen Tiere, sondern auch ein ernsthaftes Problem für die öffentliche Gesundheit, und die Gesellschaft hat das Recht, davon zu erfahren. Unsere Behörden sind weder in der Lage, zuverlässige Daten über die Anzahl der Tiere zu liefern, die in Hinterhöfen geschlachtet und verkauft werden, noch ziehen sie Schlachthäuser zur Rechenschaft, die gegen die Vorschriften verstoßen„.

Das Tierleid, das weltweit in den Ställen und Schlachthöfen der Tierindustrie entsteht ist unermesslich. Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die Wahrheit hinter tierischen Produkten aufzuklären und so vielen Tieren wie möglich das grauenvolle Schicksal als “Nutztier” zu ersparen. Helfen Sie uns dabei, eine bessere Welt für die Tiere zu schaffen! Noch bis zum 31. Dezember werden alle Spenden an Animal Equality verdoppelt.



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