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Die italienische Hähnchenfleischindustrie

Animal Equality enthüllt die grausamen Bedingungen der Hähnchenfleischindustrie in Italien und dokumentiert das systematische Tierleid von Masthühnern.
1. Juni 2018 Aktualisiert: 1. Juni 2018

Animal Equality hat in Italien Aufnahmen aus der italienischen Hähnchenfleisch-Industrie veröffentlicht. Die Aufnahmen wurden von mehreren Tierschutz-Aktivist*innen erstellt, die sich in die Betriebe eingeschleust hatten. Was die Aktivist*innen dort aufnahmen, ist ein erschreckendes, aber exemplarisches Porträt des gesamten, kurzen und dennoch so qualvollen Lebens von Masthühnern – von der Brüterei über den Mastbetrieb bis zum Schlachthof. Die Tiere leben im Durchschnitt etwa sechs Wochen, bevor sie zum Schlachthof kommen. Von dem Moment ihrer Geburt an sind sie dabei kontinuierlich Brutalität und Gewalt ausgesetzt. Die Aktivist*innen dokumentierten unter anderem:

  • Küken, die von den Arbeitern brutal auf Fließbänder geworfen werden
  • heruntergefallene Küken, die in den Gängen der Brüterei dem Tode überlassen werden
  • kranke und verletzte Tiere
  • Arbeiter, die langsame oder verletzte Hühner treten
  • Arbeiter, die Hühner bei ihren empfindlichen Flügeln packen und sie in die Fangmaschinen werfen
  • tote Tiere zwischen den lebenden Artgenossen
  • unwirksame Betäubungsmethoden im Schlachthof
  • Hühner, die bei Bewusstsein geschlachtet werden

Allein in Italien werden jährlich 500 Millionen Hühner geschlachtet. Das Land ist damit einer der größten Produzenten von Hühnerfleisch in Europa. Erst vor wenigen Monaten hatten Aktivist*innen ähnlich schockierende Bilder aus anderen Hähnchenfleischbetrieben in Norditalien veröffentlicht. Dass Aktivist*innen bei ihren Recherchen immer wieder auf dieselben grausame Zustände stoßen, zeigt: Tierleid ist in der Geflügelbranche Teil des Systems. Die Hühner werden so gezüchtet, dass sie in möglichst kurzer Zeit viel Gewicht zunehmen. Oftmals jedoch können ihre Knochen dieser Gewichtszunahme nicht standhalten, es kommt zu gravierenden Deformationen des Skeletts, sogar zu Knochenbrüchen. Andere Folgen der Gewichtszunahme sind schmerzhafte Beinfehlstellungen, Atemprobleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ärztliche Versorgung gibt es nicht, kranke und schwache Tiere werden ihrem Schicksal überlassen. Und auch der brutale Umgang mit den Küken in den Brütereien ist kein Einzelfall: Bereits im Jahr 2015 konnten Aktivist*innen in Küken-Brütereien in Spanien heimlich das Vorgehen der Arbeiter aufnehmen. Das Video ging um die ganze Welt und wurde millionenfach angesehen und geteilt.

Nicht nur in Italien und Spanien, auch in Deutschland haben Tierschutz-Aktivist*innen aufgedeckt, wie sehr Hühner für die Produktion von Fleisch leiden. Wir können diesen Tieren mit einer einzigen Entscheidung helfen: Geflügelfleisch von unserer Speisekarte zu streichen. Wie das geht, erfahren Sie bei LoveVeg.de.


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