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„Literweise Leid“: Animal Equality und TV-Star Anastasia Zampounidis präsentieren neuen 360°-Film über Milch

„Milch tut doch niemandem weh? Nach diesem Video werdet ihr anders darüber denken." – Anastasia Zampounidis
Juli 7, 2017 Aktualisiert: 7. Juli 2017

Animal Equality hat heute einen neuen Teil des preisgekrönten VR-Filmprojekts iAnimal veröffentlicht. „Literweise Leid“ bietet dem Zuschauer einen eindrucksvollen 360°-Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie. Anastasia Zampounidis begleitet den Zuschauer durch die Virtual-Reality-Sequenzen. Die deutsch-griechische TV-Moderatorin ist dafür bekannt, Klartext zu sprechen. „Milch tut doch niemandem weh? Nach diesem Video werdet ihr anders darüber denken“, kommentiert Anastasia Zampounidis, die sich selbst überwiegend pflanzlich ernährt. „Ich bin unendlich froh, dass ich dieses Leid schon lange nicht mehr unterstütze.

iAnimal erlaubt es Verbrauchern, sich selbst einen Eindruck der Lebensbedingungen für Tiere in der Fleisch- und Milchindustrie zu verschaffen. In dem nunmehr dritten 360°-Video der Reihe versetzt die moderne VR-Technologie die Zuschauer in die Lage einer Milchkuh.

Das Video enthält bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus drei verschiedenen Ländern – unter anderem Deutschland –, aufgenommen über einen Zeitraum von sechs Monaten. Sie zeigen die gängigen Praktiken der Milchindustrie weltweit.

Jose Valle, internationaler Leiter des Rechercheteams von Animal Equality, erzählt: “Das iAnimal-Erlebnis ist für den Zuschauer genauso intensiv und lebensverändernd wie eine der 120 Zucht-, Mast- oder Schlachtbetriebe zu besuchen, in denen ich in den vergangenen Jahren auf der ganzen Welt recherchiert habe.

Grüne Wiesen und Bauernhof-Idylle? Die grausame Realität für Kühe und Kälber in Deutschland

„Literweise Leid“ zeigt den Alltag von Kühen und Kälbern in der Milchindustrie überall auf der Welt, auch in Deutschland. Auch hierzulande werden die Kälber in der Regel bereits kurz nach der Geburt ihrer Mutter weggenommen. Seine ersten Lebenswochen verbringt das Junge in einer sogenannten Kälberbox oder in einem Kälberiglu. Ausführliches Grasen und Wiederkäuen, Laufen auf Wiesen und Ruhen auf weichem Grund entspräche dem Verdauungs- und Bewegungsapparat der Tiere.

Die deutsche Nutztierhaltung schränkt die Voraussetzungen dafür jedoch immer weiter ein. Deutlich weniger als die Hälfte der Milchkühe haben je Zugang zu Weiden. Dieser Freigang ist im Schnitt wiederum auf nur fünfeinhalb Monate im Jahr begrenzt.

Die anderen Milchkühe bleiben während ihres gesamten Lebens im Stall. Etwa 72 Prozent verbringen ihre Tage in Laufställen, zumeist mit Liegeboxen. In den meisten Ställen ist es eng: Zwischen 50 und 99 Tiere sind die Norm für deutsche Betriebe. Nur etwa vier Quadratmeter Fläche haben die bis zu 750 kg schweren Milchkühe in den Laufbereichen durchschnittlich Platz.

Vier bis fünf Jahre wird eine Milchkuh in Deutschland im Durchschnitt alt – während ihre Lebenserwartung bei bis zu 25 Jahren liegen könnte. Doch die wiederholten Schwangerschaften und die abgeforderte Milchleistung bedingen, dass die Körper der Tiere schnell ausgezehrt sind. Wenn die Milchleistung zurückgeht, treten auch Milchkühe denselben letzten Gang an wie die Rinder in der Fleischindustrie: zum Schlachthof.

Bei etwa 200.000 Rindern kommt es jährlich in Deutschland zu Fehlschüssen mit dem Bolzenschussgerät. Die Tiere erleben die folgenden Schritte des Schlachtens dann bei vollem Bewusstsein mit. Laut einer Studie im Auftrag der der Universität Hamburg landen außerdem bis zu zehn Prozent trächtige Milchkühe beim Schlachter. Weitere Informationen dazu auf unserer Webseite.


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