Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Animal Equality Erfolg in Indien: Oberster Gerichtshof verbietet brutale Ochsenkarren-Rennen

Animal Equality hat vor dem Obersten Gerichtshof in Indien ein Verbot von den grausamen Rennen mit Ochsenkarren mit Stieren durchgesetzt. Dieses Urteil stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Tierrechte dar.
Mai 8, 2014 Aktualisiert: August 22, 2023

Animal Equality hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen AktivistInnen und Rechtsanwälten vor dem Obersten Gerichtshof in Indien ein Verbot von Rennen mit Ochsenkarren durchgesetzt. Das Gericht nahm in seiner Begründung Bezug auf die im Mai 2002 erfolgte Aufnahme des Tierschutzes in das deutsche Grundgesetz. Das Urteil bezieht sich auch auf Sportarten wie Stierkampf und das sogenannte “Jallikattu”, ein jahrhundertealter Sport bei dem Preise von den Hörnern der Stiere gerissen werden. Organisationen wie Peta und das Animal Welfare Board of India hatten Klage gegen die Durchführung des Jallikattu Festes erhoben und die Verfahren wurden gemeinsam behandelt. Das Verbot gilt für ganz Indien und stellt einen historischen Meilenstein für die Rechte von Tieren dar.

Amruta Ubale, Koordinatorin des indischen Animal Equality Teams hatte in Zusammenarbeit mit den AktivistInnen Gargi Gogoi, Ajay Marathe und Anil Katariya und einer Reihe von Rechtsanwälten unermüdlich dafür gekämpft, die grausamen Rennen zu stoppen. Das Team präsentierte dem Gericht ausführliches Beweismaterial, welches den Richtern zeigte, dass die gesetzlichen Richtlinien bei den Rennen nicht eingehalten wurden.

Bei den grausamen Rennen wurden die Tiere geschlagen, ausgepeitscht, mit Elektroschockern gequält, mit Alkohol zwangsernährt und mit Nägeln und spitzen Gegenständen drangsaliert. Ihre Schwänze wurden verdreht, ihre Hoden gequetscht, durch ihre Nasen wurden Seile gezogen und daran gerissen. Diese Massenfolter wird dank des Obersten Gerichtshofes nun beendet.

Fotos der Ochsenkarren Rennen in Indien:

Des Weiteren hat das Spitzengericht das Parlament angewiesen, die Rechte von Tieren in der Verfassung zu verankern und die Tierschutzgesetze in Indien durch höhere Strafen zu verbessern. Das Gericht nahm in seiner Begründung Bezug auf die im Mai 2002 erfolgte Aufnahme des Tierschutzes in das deutsche Grundgesetz. In Artikel 20a GG, in dem bereits die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt sind, wurden die Worte „und die Tiere“ eingefügt. Artikel 20a lautet nun: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

In den Worten Amruta Ubales, Koordinatorin von Animal Equality in Indien: „Dieses Urteil stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Tierrechte dar und wir hoffen, dass es wegweisend für weitere Gerichtsverhandlungen im Name der Tiere sein wird.“

Wir begrüßen die Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes in Indien. Durch das Urteil können unzählige Tiere vor grausamer Misshandlung bewahrt werden. Die jahrelange Arbeit von unserem indischen Animal Equality Team hat sich wieder einmal ausgezahlt. Die Rechte von Tieren in Indien werden gestärkt und es wird Bewusstsein für das Leiden der Tiere geschaffen.

Um solche bahnbrechenden Erfolge für Tiere erreichen zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Mit nur einem kleinen monatlichen Beitrag kann man mit uns Tieren in dieser Gesellschaft eine Stimme geben. Jeder Euro hilft uns, Tieren zu helfen:

www.ae-mitglied.de


Aktuellste Neuigkeiten
Februar 25, 2026

Zwei Tage lang haben zahlreiche Aktivist*innen von Animal Equality in Brüssel auf das Leid der Tiere aufmerksam gemacht und die EU-Kommission zum Handeln aufgefordert. Mit echten Kastenständen, einem zehn Meter großen Banner und Geräuschen aus der Tierindustrie war unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.
Februar 26, 2026

Verstorbene Ferkel, verletzte Mutterschweine und routinemäßig amputierte Schwänze: Unsere neue Undercover-Recherche deckt das systematische Leid in neun Zucht- und Mastbetrieben in der Region Aragón auf. Die Aufnahmen zeigen katastrophale Hygienezustände, extreme Vernachlässigung und nahezu keine Kontrollen durch die Behörden. Spanien ist der größte Produzent von Fleisch von Schweinen in der EU – über 53 Millionen Schweine wurden dort allein 2024 geschlachtet.
Januar 29, 2026

Über mehrere Monate haben verdeckte Ermittler*innen von Animal Equality dokumentiert, was hinter den verschlossenen Türen eines Pferde-Schlachthofs in Norditalien geschieht. Was sie dort vorfanden, ist erschütternd: Misshandlungen, illegale Praktiken und Pferde, die bei Bewusstsein getötet wurden.