SO ZERSTÖRT DIE FISCHEREI-INDUSTRIE DIE UMWELT


Spätestens seit den Berichten über die Brände im Amazonas-Regenwald wissen viele Menschen, dass die tierische Landwirtschaft verheerende Folgen für die Nutzung von Landflächen hat und massiv zu Abholzung beiträgt. Doch Fleisch und Milchprodukte sind nicht die einzigen umweltschädlichen Lebensmittel. Auch der Konsum von Fisch hat gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt und trägt massiv zur Verschmutzung von Meeren und anderen Gewässern bei.


Die im Handel verkauften Fische stammen normalerweise aus zwei Quellen: entweder aus kommerziellem Fischfang oder aus Aquafarmen. Beides schadet der Umwelt. Wir erklären Ihnen im Folgenden, warum Sie keinesfalls Fisch essen sollten, wenn Ihnen etwas an unserer Erde liegt.

GIFT IM WASSER: Die meisten heutzutage verkauften Fische stammen aus Aquafarmen, die entweder im Landesinneren oder als abgezäunte Gehege im Meer liegen. Die dort eingesperrten Fische verbringen ihr gesamtes Leben von bis zu zwei Jahren unter völlig beengten Bedingungen. Zudem ist das Wasser teils ein wahrer Giftcocktail aus Antibiotika, Pestiziden, Parasiten und Ausscheidungen. Diese Mischung gelangt von den Aquafarmen aus ins Meer und kann dort dazu führen, dass wildlebende Fische erkranken und sterben, wenn sie mit den Parasiten und Chemikalien der Farmen in Kontakt kommen. Einer Studie zufolge kann eine Fischfarm von rund 8.000m² genau so viele Abfälle verursachen wie eine Stadt mit 10.000 Bewohnerinnen.

AQUAFARMEN FÜHREN ZU NOCH MEHR FISCHEREI: Aquafarmen verursachen nicht nur riesige Abfallmengen, sondern führen auch dazu, dass noch mehr wildlebende Fische gefangen werden. Denn viele der in Aquafarmen gezüchteten Fische sind Raubfische, was bedeutet, dass sie kleinere Fische essen müssen. Deshalb werden Milliarden von Fischen in freier Wildbahn eingefangen, um an die Zuchtfische verfüttert zu werden. Man braucht beispielsweise fünf Pfund Meeresfische, um nur ein einziges Pfund Zuchtlachs herzustellen.

SCHLEPPNETZE: Genau wie Aquafarmen hat auch der industrielle Fischfang verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. Die kommerzielle Fischerei arbeitet unter anderen mit sogenannten „Schleppnetzen“. Das sind riesige Netze, die von Fangschiffen über den Meeresboden gezogen werden und alles mitnehmen, was sich ihnen in den Weg stellt. Es überrascht kaum, dass dieses Vorgehen in den empfindlichen Ökosystemen und Lebensräumen unter Wasser weitreichende Schäden anrichtet. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bis zu 95% der global verursachten Schäden in den Meeren eine direkte Konsequenz aus dem Einsatz von Schleppnetzen sind.

LANGLEINEN-FISCHEREI: Bei dieser Technik ziehen Schiffe bis zu 15 Meter lange Angelleinen mit mehreren Haken durchs Wasser. Natürlich werden auch damit massenhaft Tiere getötet, die eigentlich nicht Ziel der Fangaktionen sind, zum Beispiel verschiedene Fischarten, aber auch Meeresvögel, Schildkröten und Wale. Die ‘nutzlosen’ Tiere werden als ‘Beifang’ einfach wieder ins Meer geworfen. Hinzu kommt, dass die Langleinen im Meer verlorengehen können und als Folge viele weitere Tiere töten, wenn die Schiffe längst abgezogen sind.

WAS BEDEUTET DAS FÜR UNS?  Überfischung lässt Fischpopulationen schwinden und die Biodiversität schrumpfen, Aquafarmen verschmutzen Gewässer. Auch für uns Menschen kann das fatale Folgen haben. Expertinnen warnen, dass es schon im Jahr 2048 keine Fische mehr in den Weltmeeren geben könnte. Doch Ozeane spielen eine entscheidende Rolle in der Klimaregulierung und sorgen zugleich für 50% des Sauerstoffs auf der Erde.

DAS KÖNNEN SIE TUN: Man kann sich die enormen Mengen an jährlich getöteten Meerestieren kaum vorstellen. Doch es ist noch nicht zu spät, etwas dagegen zu unternehmen! Wenn Ihnen die Natur am Herzen liegt, dann besteht der effektivste Schritt, den Sie gehen können, darin, keine Fische oder andere tierische Lebensmittel mehr zu essen. Steigen Sie um auf eine pflanzliche Ernährung – es war nie so einfach wie heute!

SPENDEN SIE JETZT UND UNTERSTÜTZEN SIE DAMIT ANIMAL EQUALITYS RECHERCHEN IN DER FISCHEREI-INDUSTRIE WIE DIESE.

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