Die Eierindustrie in 3 Bildern


Achtung: Die folgenden Bilder können verstörend wirken.

Viele Menschen konsumieren Eier und denken sich nichts Böses dabei: Schließlich sind Eier kein Fleisch und deshalb kommt auch kein Tier zu Schaden. Aber stimmt das? Es ist zumindest genau das, was die Eierindustrie uns glauben machen will. Viele Firmen geben sich größte Mühe, ihre Eier als vermeintlich ‘tierfreundlich’ zu vermarkten, indem sie zum Beispiel Bilder von glücklichen Hennen im grünen Gras auf die Packung drucken oder bestimmte Stichworte fallen lassen. Die Wahrheit ist jedoch: Eier, die im Supermarkt verkauft werden, sind aller Wahrscheinlichkeit nach ein Produkt extremen Tierleids. Und dabei ist es völlig egal, was auf der Packung steht.
Hier sehen Sie drei Bilder, von denen sich die Eierindustrie wünscht, wir hätten sie nie zu Gesicht bekommen:


FEHLENDE MEDIZINISCHE VERSORGUNG: Aufgrund der völlig unnatürlichen Lebensbedingungen in der Industrie leiden Hennen häufig unter Verletzungen und gesundheitlichen Problemen. Weil die Hennen wesentlich mehr Eier legen, als es natürlich wäre, fehlt es ihrem Körper häufig an Kalzium und ihre Knochen werden deshalb brüchig. Und wie auf dem Bild oben zu sehen ist, kommt es auch immer wieder vor, dass ein Ei im Körper der Henne steckenbleibt – man spricht dann von der sogenannten Legenot. Die Tiere haben starke Schmerzen, doch weil kaum ein Tier in der Eierindustrie ordentlich tierärztlich betreut wird, steht ihnen bei Legenot normalerweise ein qualvoller Tod bevor.



BABYS ZERMUST, ZERQUETSCHT ODER ERSTICKT: Männliche Küken gelten in der Eierindustrie als nutzlos. Denn sie legen keine Eier und können auch nicht zur Mast eingesetzt und als Fleisch verkauft werden. Deshalb wirft man sie kurz nach dem Schlüpfen in Müllsäcke, damit sie ersticken, oder man ‘zermust’ oder schreddert sie bei lebendigem Leib. Frankreich bekannte sich kürzlich dazu, diese grausame Praxis zu verbieten und stattdessen auf die sogenannte In-Ovo-Geschlechtsbestimmung zu setzen. Damit lässt sich das Geschlecht der Küken schon vor dem Schlüpfen – und bevor sie in der Lage sind, Schmerzen zu empfinden – feststellen. Deutschland hat letzte Woche einen Gesetzesentwurf erlassen, welcher das Töten männlicher Küken ab 2022 abschaffen soll. Auch Spanien arbeitet auf ein Verbot hin. In den USA hingegen ist die Praxis nach wie vor üblich.


EIN QUALVOLLES LEBEN: Die meisten Hennen in der Eierindustrie werden niemals so etwas wie Glück empfinden. Sie werden in Brutmaschinen ausgebrütet und lernen nie ihre Mutter kennen.


Um das Leben von Millionen von Hennen auf der ganzen Welt zu verbessern, arbeitet Animal Equality mit Firmen zusammen und konnte weltweit so schon viele große Einzelhandelsunternehmen davon überzeugen, nur noch ‘käfigfreie’ Eier zu verwenden. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber Fakt ist, dass alle Eier, die man im Supermarkt kaufen kann, aus Tierleid stammen. Denn Hennen, die ‘käfigfrei’ gehalten werden, pfercht man normalerweise zu Tausenden in dreckige, düstere Ställe, in denen es weder frische Luft noch Sonnenlicht gibt. Für rund zwei Jahre Profit wird ihr Reproduktionssystem aufs Äußerste ausgebeutet. Danach landen sie im Schlachthaus.


SIE KÖNNEN ETWAS BEWEGEN: Die Eierindustrie gibt sich alle Mühe, die Wahrheit vor uns zu verbergen. Aber da Sie nun wissen, was wirklich geschieht – was werden Sie tun? Sie können sich entscheiden, sich nicht mehr an dieser Tierquälerei zu beteiligen, indem Sie keine Eier konsumieren. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Eier zu ersetzen, z.B. beim Backen. Sogar auf ‘Rührei’ müssen Sie dank diverser erhältlicher Ersatzprodukte nicht verzichten.

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