NUTZTIERINDUSTRIE: 6 PRAKTIKEN, DIE VERBOTEN WERDEN SOLLTEN

Menschen sehen sich unsere Aufnahmen aus der Nutztierindustrie an und sind entsetzt über die Grausamkeit, die sie dort bezeugen. Die Bilder sind ungeheuerlich, also werden die darauf zu sehenden Gräueltaten doch sicher angezeigt werden, oder? Unglaublicherweise ist vieles von dem, was in unseren Veröffentlichungen gezeigt wird, nicht nur meistens legal, sondern auch gängige Praxis. Hier sind nur einige wenige Beispiele:

  1. KEULEN

Unter Keulen versteht man die vorzeitige Massentötung von Tieren in einem Betrieb. Die Tiere werden mit Gas getötet, gegen den Boden geschlagen oder durch ein unter Strom stehendes Wasserbad gezogen. Dies geschieht typischerweise dann, wenn bei den Tieren der Verdacht besteht, dass sie an einer Krankheit leiden, wie zum Beispiel der Vogelgrippe. In letzter Zeit wurden jedoch Hunderttausende von Tieren aufgrund von Unterbrechungen in der Versorgungskette im Zuge der Corona-Pandemie getötet.

  1. TOTSCHLAGEN

In der kommerziellen Fleischindustrie ist das Totschlagen von Tierkindern gängige Praxis. Arbeiter*innen töten Ferkel, die schwach oder krank sind oder von denen nicht erwartet wird, dass sie das Marktgewicht erreichen, indem sie sie auf den harten Boden schlagen. Einige Staaten haben Maßnahmen ergriffen, die diese Praxis illegal machen, aber in vielen Bereichen ist sie nicht nur legal, sondern gilt auch als akzeptable Form der „Euthanasie“.

  1. ÜBERZÜCHTEN

Hühner in der Fleischindustrie werden in der Regel so gezüchtet, dass sie viel zu schnell wachsen. Die Vögel leiden unter schmerzhaften Missbildungen, viele brechen unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und können weder stehen noch gehen. Da sie sich nicht vom Boden erheben können, entzünden sich ihre Bäuche durch den mit Ammoniak durchtränkten Boden. Viele sterben an Hunger oder Durst, weil sie nicht in der Lage sind, zu Nahrungs- und Wasserquellen zu gelangen.

  1. KÜKENSCHREDDERN

Männliche Küken gelten in der Eierindustrie als nutzlos, weil sie keine Eier legen können und nicht zu der für Fleisch gezüchteten Rasse gehören. Deshalb werden sie kurz nach dem Schlüpfen in Müllsäcke geworfen, wo sie ersticken oder erdrückt werden. Oder sie werden geschreddert und bei lebendigem Leibe zerfetzt. Frankreich hat sich vor kurzem verpflichtet, diese Praxis zu verbieten und stattdessen die In-ovo-Sexing-Technologie einzusetzen. Diese Technologie ermöglicht es, das Geschlecht der Küken vor dem Schlüpfen zu bestimmen. Spanien arbeitet ebenfalls auf ein Verbot hin, aber in Deutschland ist diese Praxis immer noch gang und gäbe.

  1. ENTHORNEN

Beim Enthornen werden die Hörner oder das Horngewebe eines Rindes entfernt. Dies geschieht üblicherweise in der Milchindustrie und ist für die Tiere äußerst schmerzhaft, da die Hörner voller Blut und empfindlicher Nervenenden sind. Die Qualen sind umso größer, da das Enthornen bei unter sechs Wochen alten Kälbern oft ohne jegliche Betäubung durchgeführt wird. Während einige Milchbetriebe hornlose Kühe verwenden (Kühe, die so gezüchtet werden, dass sie keine Hörner entwickeln), praktiziert die Mehrheit von ihnen immer noch das Enthornen.

  1. KASTRIEREN OHNE SCHMERZLINDERUNG

Stellen Sie sich die Qualen vor, die Sie ertragen müssten, wenn jemand Ihnen bei vollem Bewusstsein Körperteile abschneiden würde. In den meisten Schweinezuchtbetrieben geschieht dies bei männlichen Ferkeln. Angestellte halten sie fest, schneiden ihnen den Hodensack auf und reißen oder schneiden ihnen die Hoden ab – und das alles, während die Ferkel alles spüren können. Zusammen mit dem Verbot des Kükenschredderns hat Frankreich sich verpflichtet, diese Praxis zu beenden, aber in Deutschland ist sie noch weit verbreitet.

WIE WIR DIESE GRAUSAMEN PRAKTIKEN BEENDEN KÖNNEN

Die oben aufgeführten Methoden sind das Ergebnis der irrtümlichen Auffassung, dass Tiere in der Nutztierindustrie eher Produkte als lebende, fühlende Wesen wie Sie und ich sind. Die gute Nachricht ist, dass wir diese Grausamkeit nicht unterstützen müssen! Gemeinsam können wir Stellung beziehen. Steigen Sie noch heute auf pflanzliche Lebensmittel um und tragen Sie dazu bei, diese grausamen Praktiken zu beenden.

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