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Putenqual in einem preisgekrönten Betrieb

Januar 16, 2019 Aktualisiert: 16. Januar 2019

Animal Equality hat erschütterndes Videomaterial veröffentlicht, das extremes Tierleid und Kannibalismus in einem preisgekrönten britischen Betrieb des Geflügelproduzenten Grove Smith Turkeys Ltd zeigt. Der Betrieb wird als “prestigeträchtig” vermarktet und liefert Fleisch von Puten an High-End-Einzelhändler sowie an viele lokale Metzgereien und Pubs, einschließlich der Young’s-Kette. Ende 2018 dokumentierten Tierschutz-Aktivist*innen folgende Zustände in dem Betrieb:

  • Kranke oder schwache Puten, die von ihren Artgenossen angepickt und bei lebendigem Leib gegessen werden
  • Puten mit stark infizierten Wunden an Kopf und Augen, die unbehandelt bleiben
  • Überfüllte Hallen ohne ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für die neugierigen Tiere
  • Vögel, denen die empfindliche Schnabelspitze ohne Betäubung gekürzt wurde
  • Dutzende tote Puten, die zwischen noch lebenden Artgenossen liegen

Die Aufnahmen zeigen, dass die Arbeiter*innen die Vögel nicht – wie gesetzlich vorgeschrieben – jeden Tag kontrollieren, was dazu führt, dass einige Vögel lang anhaltende Schmerzen erleiden und langsam und qualvoll an unbehandelten Verletzungen zugrunde gehen. Wir haben die Aufnahmen an die zuständigen Behörden in Großbritannien weitergeleitet, die die gravierenden Missstände nun untersuchen. Preise und Auszeichnungen verhindern nicht, dass Tiere in Betrieben wie diesem leiden – aber Sie können es. Überall finden Sie heute köstliche pflanzliche Alternativen zu Fleisch und Wurst. Es gab noch nie einen besseren Zeitpunkt, um Putenfleisch von Ihrem Teller zu streichen. Probieren Sie’s aus!


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7. Mai 2026

Mit zahlreichen Protestaktionen machen wir auf das Leid der Tiere aufmerksam und fordern die EU-Kommission zum Handeln auf. Mit echten Kastenständen, großen Bannern, Geräuschen aus der Tierindustrie und hunderten Aktivist*innen ist unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.
5. Mai 2026

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30. April 2026

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