Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
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EU will Käfighaltung und Kükentöten beenden

Seit Monaten kämpfen wir gemeinsam für die Tiere in der EU. Jetzt hat die Europäische Kommission die lang erwartete Nutztierstrategie vorgestellt. Darin verpflichtet sich die Kommission, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der unter anderem den schrittweisen Ausstieg aus der Käfighaltung sowie ein Ende der Tötung männlicher Küken vorsieht. Das ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir sind noch nicht am Ziel.
Juli 8, 2026
Hühner im Käfig
Hühner im Käfig

Was die Kommission in der am 7. Juli 2026 veröffentlichten Nutztierstrategie (Livestock Strategy) verspricht:

Hühner

Für 2026 eine Überarbeitung der EU-Tierschutzvorschriften für sogenannte Legehennen und Masthühner, die Folgendes umfassen soll:

  • die schrittweise Abschaffung von Käfigen
  • die Einführung von Tierschutzindikatoren – dabei werden verschiedene Beurteilungskriterien festgelegt, mit denen das „Wohlergehen“ der Tiere objektiv gemessen werden kann
  • Maßnahmen zur Beendigung des Tötens männlicher Küken
  • gleichwertige Tierschutzanforderungen für importierte Produkte

Schweine

2027 soll ein Vorschlag zum Tierschutz bei Schweinen folgen, der diese Punkte beinhaltet:

  • Käfighaltung soll langfristig abgeschafft werden. Mutterschweine sollen dann nicht mehr in Kastenständen, sondern in Laufstallsystemen gehalten werden.
  • Tierschutzindikatoren – dabei werden verschiedene Beurteilungskriterien festgelegt, mit denen das „Wohlergehen“ der Tiere objektiv gemessen werden kann.
  • gleichwertige Tierschutzanforderungen für importierte Produkte

Transport und Schlachtung

Die EU hat auch Überarbeitungen zum Transport und zur Tötung von Tieren, die exportiert werden, angekündigt.

Außerdem soll die Kennzeichnung von Eiern aktualisiert werden, um Verbrauchende über den Ausstieg aus der Kükentötung zu informieren.

„Die Veröffentlichung der Nutztierstrategie ist ein wichtiges Signal. Jetzt kommt es darauf an, dass die Kommission konsequente Gesetzesvorschläge ohne Verzögerungen vorlegt – damit Käfighaltung und die Tötung männlicher Küken endlich der Vergangenheit angehören.“

Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland 

Wie es jetzt weitergeht

Bei der Nutztierstrategie (Livestock Strategy) handelt es sich um einen politischen Fahrplan, es sind noch keine verbindlichen Gesetze. Die EU-Kommission beziehungsweise die Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE) unter Tierschutzkommissar Olivér Várhelyi muss jetzt entsprechende Gesetzesvorschläge ausarbeiten, danach beginnt das Gesetzgebungsverfahren.

Die Strategie wird erstmals am 13. Juli von den EU-Landwirtschaftsminister*innen im Rat für Landwirtschaft und Fischerei (AGRIFISH) erörtert. Darin sind alle Mitgliedstaaten vertreten. Sie können die Nutztierstrategie zwar nicht direkt blockieren, aber die Vergangenheit zeigt, dass die Meinung des Rats die Pläne der Kommission trotzdem stark beeinflussen kann – stärken, verzögern, verwässern oder sogar vernichten. Am 1. Juli hat Irland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. In ihrem Arbeitsprogramm hat die irische Ratspräsidentschaft den Tierschutz als zentrale Priorität festgelegt und erklärt, dass dieses Thema im Mittelpunkt der Diskussionen stehen werde, um den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden und EU-weit hohe Standards aufrechtzuerhalten.

Wir sind noch nicht am Ziel: Bleib aktiv!

Wir müssen jetzt weiter Druck auf die EU-Kommission ausüben, damit sie ihre Versprechen und Fristen einhält. Sie muss jetzt konsequente Gesetzesvorschläge ausarbeiten – ohne Ausnahmen und Schlupflöcher.

Unterschreibe jetzt unseren Offenen Brief an die Kommission:


Unterzeichne den Offenen Brief und fordere die Europäische Kommission auf, echten Schutz für die Tiere zu gewährleisten.

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Teile den Offenen Brief jetzt in deinem WhatsApp-Status, deiner Instagram-Story, in deiner Facebook-Chronik und schicke ihn per Nachricht an Freunde und Familie. Je mehr Menschen wir für die Tiere werden, umso stärker wird der Druck auf die Verantwortlichen.

Nutze unsere E-Mail-Tools, um mit wenigen Klicks von uns vorbereitete E-Mails an die zuständigen EU-Politiker*innen zu verschicken. Für dich sind es wenige Augenblicke, für die Tiere kann es ihr ganzes Leben verändern.

Unsere Forderungen an die Kommission

Die EU-Kommission hat sich verpflichtet, den Tierschutz zu verbessern – jetzt müssen Taten in Form von konsequenten Gesetzen folgen. Wir fordern, dass die Vorschläge:

  • einen klaren und verbindlichen Zeitplan für den Ausstieg aus der Käfighaltung festlegen;
  • die routinemäßige Tötung männlicher Küken dauerhaft beenden;
  • Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher vermeiden, die die Reformen schwächen könnten;
  • fest auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren;
  • innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens wirkungsvolle Verbesserungen des Tierschutzes für Millionen von Tieren bewirken.

Gemeinsam erreichen wir Verbesserungen für die Tiere

Dass die EU-Kommission Verpflichtungen zum Tierschutz in ihre Nutztierstrategie aufgenommen hat, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis des unermüdlichen Einsatzes von Tierschützer*innen. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission ihr Arbeitsprogramm 2026 vorgestellt. Darin stand noch nichts von gesetzlichen Verbesserungen für die Tiere.

Wir haben daher in den letzten Monaten gemeinsam und intensiv für eine Tierschutzreform gekämpft. Mit Hunderten Aktivist*innen aus ganz Europa haben wir immer wieder in Brüssel vor den Türen der EU-Kommission gegen Käfige und für ein Ende des Kükentötens protestiert. Unsere Animal Defender haben tausende Nachrichten an die Verantwortlichen geschickt und sie zum Handeln aufgefordert. Zehntausende Menschen haben unseren Offenen Brief an die EU-Kommission unterschrieben.

Bis in die Nutztierstrategie haben wir den Ausstieg aus der Käfighaltung und das Ende des Kükentötens jetzt gebracht – nun geht es weiter.

Worte alleine schaffen Käfige nicht ab. Deswegen müssen wir jetzt unbedingt dranbleiben, damit aus Worten Taten werden!

LEBE DEIN MITGEFÜHL

Einer der effektivsten Wege, um das Leben landwirtschaftlich genutzter Tiere nachhaltig zu verbessern, ist der Umstieg auf pflanzliche Alternativen. Besuche Love Veg und starte noch heute mit einer pflanzlichen Ernährungsweise.


Aktuellste Neuigkeiten
1. Juli 2026

Es ist dringend: Die EU-Kommission veröffentlicht Anfang Juli die „Strategie für Nutztierhaltung“ (Livestock Strategy). Sie wird die Richtung vorgeben, ob der für das vierte Quartal 2026 geplante Legislativvorschlag zum Tierschutz verbindliche Maßnahmen wie ein Käfigverbot enthält. Deswegen sind wir auch im Juni in Brüssel auf die Straße gegangen, um unsere Forderungen für die Tiere unübersehbar zu machen – noch lauter, noch stärker und mit noch mehr Menschen denn je.
18. Juni 2026

Die EU-Kommission hatte vor Jahren versprochen, das EU-Tierschutzrecht zu reformieren und den Ausstieg aus der Käfighaltung anzugehen. Doch der zentrale Legislativvorschlag zum Schutz von landwirtschaftlich genutzten Tieren liegt bis heute nicht vor. Währenddessen leiden weiterhin rund 300 Millionen fühlende Lebewesen in der EU in Käfigen. Jetzt haben wir gemeinsam mit 14 Organisationen und 33 Expert*innen, wie dem weltweit bekannten Tierethiker Prof. Peter Singer, einen Appell an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Und auch du kannst dich jetzt gegen Käfige starkmachen.
16. Juni 2026

Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachthof veröffentlicht. Die über 200 Tiere wurden zuvor in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut herausströmt. Wir haben Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Tierschutzverstöße erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.