Spenden-Verdopplungsaktion: Deine Spende für die Tiere wird verdoppelt! Jetzt spenden
Neuigkeiten

Neue Recherche: Hirsche bei Bewusstsein im Schlachthof getötet

Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachthof veröffentlicht. Die über 200 Tiere wurden zuvor in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut herausströmt. Wir haben Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Tierschutzverstöße erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.
Juni 16, 2026
Hirsche in einem spanischen Schlachtbetrieb
Hirsche in einem spanischen Schlachtbetrieb

Die über 200 Hirsche lebten zuvor nicht in Gefangenschaft. Sie wurden in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Madrid eingefangen. Zuerst wurden ihnen ihre Geweihe verstümmelt, dann wurden die Tiere zu dem Schlachtbetrieb „Vicente de Lucas“ in Segovia transportiert. Mehr als fünf Hirsche starben, noch bevor die Schlachtung überhaupt begonnen hatte – vermutlich aufgrund von Stress und Angst.

Massive Verstöße gegen das Tierschutzrecht

Die Schlachtung ist extrem leidvoll, wir haben mehrere gravierende Tierschutzverstöße festgestellt. Die Hirsche wurden in Gruppen in die Betäubungsbox getrieben. Während die Tiere in Panik darin umherspringen, schießt ein Arbeiter von oben auf die Tiere, um sie zu betäuben. Die Hirsche müssen miterleben, wie ihre Artgenossen direkt neben ihnen zusammenbrechen – teils schwer verletzt, aber noch bei Bewusstsein. Dann werden sie kopfüber an einem Bein aufgehängt und ihnen wird ihre Kehle aufgeschnitten. Das Blut strömt heraus, während einige Tiere noch deutliche Anzeichen von Bewusstsein zeigen, ihre Schwänze und Beine bewegen oder den Kopf heben, während sie ausbluten.

Geldstrafen bis zu 100.000 Euro

Unser Team in Spanien fordert die Schließung des Schlachtbetriebs und hat Anzeige wegen mehrerer massiver Verstöße gegen das Tierschutzrecht erstattet. Nach spanischem Recht gilt das Versäumnis, Tiere vor der Tötung ordnungsgemäß zu betäuben, als sehr schwerer Verstoß und kann mit Geldstrafen bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Die Regionalregierung von Kastilien und León hat nach unserer Beschwerde bereits reagiert: Sie hat Transportdokumente überprüft, die Beschwerde an die offiziellen veterinärmedizinischen Dienste weitergeleitet, zusätzliche Inspektionen durchgeführt, Korrekturmaßnahmen bei der Handhabung der Tiere im Schlachtbetrieb umgesetzt und Schritte zur Einleitung eines Sanktionsverfahrens unternommen.

„Uns sind keine vergleichbaren Dokumentationen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachtbetrieb bekannt. Aber trotz der Besonderheit dieser Aufnahmen haben sie eines mit all unseren bisherigen Recherchen gemeinsam: das Leid der Tiere. Der gewaltvolle Tod im Schlachthof ist die grausame Realität von Millionen Tieren – Tag für Tag. Das Leid dieser Hirsche ist kein Einzelfall, sondern Alltag in einem System, das Leid industrialisiert hat.“
– Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland

Hirsche in einem spanischen Schlachtbetrieb

Die Bilder wurden 2025 aufgenommen und uns anonym zugespielt, ihre Echtheit ist bestätigt. Das, was in diesem Betrieb dokumentiert wurde, ist keine Ausnahme. Extremer Stress, Angst und Gewalt sowie Tiere, die während der Tötung bei Bewusstsein sind – all das zeigen unsere Undercover-Recherchen aus der ganzen Welt immer wieder. Das ist die brutale Realität hinter verschlossenen Türen für Millionen Schweine, Rinder und Vögel tagtäglich.

LEBE DEIN MITGEFÜHL

Einer der effektivsten Wege, um das Leben landwirtschaftlich genutzter Tiere nachhaltig zu verbessern, ist der Umstieg auf pflanzliche Alternativen. Besuche Love Veg und starte noch heute mit einer pflanzlichen Ernährungsweise.


Aktuellste Neuigkeiten
9. Juni 2026

Die Recherche zeigt massive Verstöße gegen Tierschutzgesetze und schockierende hygienische Bedingungen. Ermittler*innen von Animal Equality haben 2025 in 27 Milchbetrieben und drei Tiermärkten in Uttar Pradesh, Haryana und Maharashtra recherchiert. Die Mutterrinder und ihre Kälber leiden massiv in diesem ausbeuterischen System – an dem Deutschland aktiv beteiligt ist.
22. Mai 2026

Mit mehr als 100 Aktivist*innen haben wir am 20. bis 22. Mai in Brüssel gegen die gebrochenen Versprechen der Europäischen Kommission protestiert. Mit einem symbolischen Protestzug durch die Stadt haben wir den institutionellen Verrat an Millionen Tieren und EU- Bürger*innen sichtbar gemacht.
19. Mai 2026

Mit zahlreichen Protestaktionen machen wir auf das Leid der Tiere aufmerksam und fordern die EU-Kommission zum Handeln auf. Mit echten Kastenständen, großen Bannern, Geräuschen aus der Tierindustrie und hunderten Aktivist*innen ist unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.