Reform des EU-Tierschutzrechts – JETZT: Unterschreibe unseren Offenen Brief!
Neuigkeiten

Spanien: Dutzende Schweine bei Tiertransport getötet

Februar 28, 2020 Aktualisiert: 28. Februar 2020

Zu Beginn der Woche ereigneten sich in Madrid erschütternde Szenen, als ein Lastwagen mit 170 Schweinen auf dem Weg zum Schlachthof auf der Autobahn umkippte. Viele Schweine starben unmittelbar durch den Aufprall, andere Tiere blieben – verletzt und hilflos – über fünf Stunden im Inneren des Lastwagens gefangen.

Noch zwei Stunden nach dem Unfall waren die ohrenbetäubenden Schreie der Schweine zu hören. Sie verstummten nach und nach, als auch die verwundeten Tiere ihren Verletzungen erlagen. Es dauerte Stunden, bis die Mitarbeiter des Transportunternehmen den Lastwagen öffneten, um nach den Schweinen zu sehen. Eine schwere Vernachlässigung, die das spanische Team von Animal Equality zutiefst empörte. Jegliche Bitten und Hilfsangebote unserer Kolleg*innen vor Ort, die leidenden Schweine aus dem Transporter zu holen, wurden ignoriert. Videoaufnahmen zeigen, wie tote Schweine, teilweise zu zweit, mit einem Kran aus den Trümmern gehoben und in einen anderen Lastwagen fallen gelassen werden. Andere Bilder zeigen ein Schwein, das entkommen war und allein und verängstigt am Straßenrand angekettet wurde.

Die Schweine, die diese Torturen überlebten, wurden dann in einen neuen Transporter gebracht und dabei von den Arbeiter*innen geschlagen und getreten. Nach dem Horror, den sie an diesem Tag bereits durchgemacht hatten, mussten sie unnötige Gewalt der Menschen erfahren, um schließlich erneut die Reise zu ihrer Schlachtung anzutreten.

Wir fordern Veränderung

Unser Team in Spanien fordert strikte Vorschriften für den Transport von Tieren, damit solch entsetzliche Szenen sich künftig nicht mehr ereignen.
Darüber hinaus, fordert Animal Equality das Spanische Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung auf, die Schlachtmethoden dieser Tiere zu dokumentieren und zu veröffentlichen. So soll sichtbar gemacht werden, welche Richtlinien und Standards eingehalten, beziehungsweise vernachlässigt wurden.

“Diese Tragödie unterstreicht die Notwendigkeit der Entwicklung strenger Richtlinien im Umgang mit Tieren bei derartigen Unfällen. Sie verdeutlicht zudem die dringende Notwendigkeit, unseren Konsum tierischer Produkte zu überdenken”, sagt Sharon Núñez, Präsidentin von Animal Equality.

Schwere Verletzungen und Todesfälle gehören zum Alltag für Tiere, die in Transportern zum Schlachthof gebracht werden. Weltweit müssen deshalb dringend strengere Gesetze eingeführt werden, die Schweine und andere “Nutztiere” vor diesen Grausamkeiten schützen.
 

Wir von Animal Equality setzen uns durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und der Veröffentlichung von Undercover-Recherchen für ein Ende der Massentierhaltung ein. Darüber hinaus streben wir Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an. Mit Ihrer Unterstützung profitieren Millionen Tiere auf der ganzen Welt von unserer Arbeit und unseren Erfolgen.


Aktuellste Neuigkeiten
7. Mai 2026

Mit zahlreichen Protestaktionen machen wir auf das Leid der Tiere aufmerksam und fordern die EU-Kommission zum Handeln auf. Mit echten Kastenständen, großen Bannern, Geräuschen aus der Tierindustrie und hunderten Aktivist*innen ist unsere Botschaft unmissverständlich: EU: Ihr zögert, sie leiden! Die EU-Kommission muss endlich ihr Versprechen einlösen und 2026 eine verbindliche Reform des Tierschutzgesetzes vorlegen – inklusive eines Verbots der Käfighaltung sowie des Kükentötens.
5. Mai 2026

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, und Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, haben über 15 Monate hinweg immer wieder Vertreter*innen der Fleisch‑, Geflügel‑ und Milchindustrie getroffen – und Organisationen, die sich für Tiere einsetzen, fast vollständig ignoriert. Das ist keine Behauptung, sondern dokumentierte Realität. Die Frage ist: Wer bestimmt tatsächlich den Tierschutz in Europa – die gewählten Vertreter*innen oder die Tierhaltungsindustrie?
30. April 2026

Seit Jahren kämpft unser brasilianisches Team für ein Verbot der tierquälerischen Zwangsmast von Enten und Gänsen in der Stopfleberproduktion – und jetzt steht ein Gesetz kurz bevor. Es fehlt nur noch die Unterschrift des Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva unter dem Verbotsentwurf. Das ist ein historischer Moment: Damit wird Brasilien das erste Land Lateinamerikas sowie nach Indien das zweite weltweit sein, das per Bundesgesetz ein umfassendes Verbot sowohl der Herstellung als auch des Verkaufs von Foie gras festlegt.