Kükentöten-Verbot: Schlupflöcher im Gesetz!
Die Eierindustrie nutzt diese Schlupflöcher aus und verlagert das Kükentöten einfach ins Ausland.
Mit unserer Kampagne wollen wir erreichen, dass Hühner wirksam vor Leid bewahrt werden. Wir sehen die Geschlechtsbestimmung im Ei – neben einer pflanzenbasierten Ernährung – als beste Möglichkeit, das Ziel zu erreichen.
Die aktuelle Gesetzgebung blockiert jedoch diese Möglichkeit. Wir fordern deshalb eine Anpassung, mit der den Hühnern in der Eierindustrie wirklich geholfen wird
Erfahre mehr darüber im Video!
Unterschreibe jetzt die Petition, um das Kükenleid zu verhindern:
https://animalequality.de/kampagne/kuekenleid-verhindern/
#kükenleidverhindern #eierindustrie #küken #tierschutz
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Animal Equality ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen daran arbeitet, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden.
Wir verbreiten in acht Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten Informationen und Hilfestellungen für einen tierleidfreien Lebensstil und inspirieren Menschen dazu, ihre Ernährungsweise zugunsten der Tiere zu verändern.
Neben Deutschland sind wir auch in den USA, Großbritannien, Italien, Spanien, Mexiko, Brasilien und Indien aktiv.
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Transcript (German — de)
Das Verbot,
des Kükentötens in Deutschland
war wirklich überfällig
und wir, von Animal Equality, haben es sehr begrüßt.
Die letzte Bundesregierung hat
mit diesem Verbot einen wichtigen Schritt
zum Schutz von
,vor allem männlichen, Küken geleistet.
Es gibt jedoch ein wirkliches Problem
mit der tatsächlichen Ausgestaltung
des Gesetzes.
Es hat unerwünschte Auswirkungen.
Das Töten der, von der Eierindustrie
unerwünschten, männlichen Küken wird jetzt
ins Ausland verlagert oder einfach
auf einen späteren Zeitpunkt gelegt.
Nach einem leidvollen Aufenthalt der
Hühner in der industriellen Tierhaltung.
Diese Auswirkungen lassen sich zum Glück
relativ leicht beheben.
In diesem Video erkläre ich euch,
wie wir das erreichen wollen.
Kurz zum Hintergrund:
Eine Alternative zum Kükentöten ist,
den Bebrütungsvorgang von Eiern,
aus denen die männlichen Küken schlüpfen
würden, frühzeitig zu beenden.
Das wird In-Ovo-Sexing genannt.
Die Methode ist abgesehen davon,
ganz auf Eier zu verzichten,
die derzeit wirksamste Alternative,
um das Leid von Hühnern in der Eierproduktion
zu verringern.
Es ist die momentan beste Alternative, den Tieren
das Leid der industriellen Tierhaltung,
der Lebendtransporte und die Schlachtung zu ersparen.
Warum ist das jetzt ein Problem?
Die Änderung des Tierschutzgesetzes,
die das Kükentöten
verbietet, hat noch einen zweiten Schritt,
der erst ab dem 1.1.2024 gilt.
Dann ist es ab
dem siebten Tag des Brutvorgangs verboten,
die Bebrütung von Eiern zu beenden.
Bisher funktioniert
die Geschlechtsbestimmung
aber erst ab dem neunten Tag der Bebrütung.
Und deshalb stellen viele Brütereien
erst gar nicht auf das Geschlechtsbestimmung um,
da die Methode, die sie in ihrem Betrieb etablieren sollen,
in etwas mehr als einem Jahr
nicht mehr erlaubt sein wird.
Stattdessen umgeht die Industrie
das Verbot, indem männliche Küken
ins Ausland transportiert
oder in Deutschland als sogenannte Bruderhähne zur Fleischproduktion genutzt werden.
Es werden auch vermehrt
Eier und weibliche Küken aus den Niederlanden
oder Ungarn importiert.
Dort dürfen ihre Brüder nach wie vor
getötet werden und das werden sie auch.
Das muss in der Vermarktung nicht
gekennzeichnet werden.
Aktuell haben deutsche Verbraucherinnen
und Verbraucher also keine Möglichkeit,
sich beim Kauf von Eiern darauf verlassen
zu können,
dass für ihr Produkt
keine männlichen Küken getötet wurden,
weil die weiblichen Küken
aus den Niederlanden
oder Ungarn in Deutschland
zur Eierproduktion genutzt werden.
Der Verbraucherschutz fordert
deshalb, dass auch die Verfahren
zur Vermeidung des Kükentötens auf den
Eierverpackungen mit angegeben werden sollen.
Durch das Gesetz zum Kükentöten-Verbot sind also Schlupflöcher entstanden.
Das Verbot wird umgangen oder durch
neue leidvolle Verfahrensweisen ersetzt.
Es muss als Tierschutzgesetz
aber sicherstellen, dass weniger Hühner,
egal wie alt sie sind, leiden und getötet
werden.
Die In-Ovo-Geschlechtsbestimmung ist dazu,
hinter einer pflanzenbasierten Ernährung,
die derzeit geeignetste Methode.
Diese Methode darf nicht durch
Schlupflöcher
und eine unpräzise Gesetzgebung blockiert
werden.
Die Große Koalition hat mit dem Kükentötungsverbot auf einen schnellen und plakative Erfolg gesetzt
und dabei natürlich
auch einen tatsächlichen Erfolg erzielt.
Wenn man sich aber einerseits
den aktuellen Stand
der Technik zur Geschlechtsbestimmung
im Ei im Hühnerei anschaut
und andererseits das schnelle
Inkrafttreten des Verbots des früheren In-Ovo-Sexing,
dann kann letzteres auch als Vermeidungsgesetz
für die In-Ovo-Geschlechtsbestimmung
bezeichnet werden.
Außerdem beruht
dieses Verbot gar nicht auf gesicherten
wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Die Bundestierärztekammer sagt etwa,
dass das Einsetzten des Schmerzempfindens
des Embryos im Ei ab dem siebten Tag
wissenschaftlich umstritten ist.
Sie argumentiert deshalb auch, Verfahren
zur In-Ovo-Geschlechtsbestimmung nach
über neun Tagen
als Brückentechnologie zuzulassen,
insbesondere um die belastenden Lebendtransporte der Tiere zu vermeiden.
Wir fordern daher, das Gesetz
so anzupassen, dass der letzte Bebrütungstag,
bis zu dem es erlaubt ist, die Bebrütung
zu beenden, schrittweise verkürzt wird.
Im ersten Schritt muss das Ende der Bebrütung
nach der Geschlechtsbestimmung im Ei
bereits zum zehnten Tag erlaubt bleiben.
Denn am elften Tag
hat sich der Schmerzempfinden des Embryos
laut einer Untersuchung an der Universität
Leipzig vollständig ausgebildet.
Wir fordern, dass dieser Schritt ab dem 1.1.2024 gilt.
Ab dem 01.01.2026 soll das Verfahren
bis zum achten Tag erlaubt bleiben.
Ab dem 01.01.2028
dann zum sechsten Tag.
Das entspricht dem aktuell
geplanten Gesetz.
Dadurch bleibt aber genügend Zeit
für die Entwicklung von Verfahren,
mit denen die Geschlechtsbestimmung im
Ei früher gelingt.
Bis dahin können jährlich bis zu 42
Millionen Küken in Deutschland ein Leben
und die Tötung in der industriellen
Tierhaltung erspart werden.
So viele männliche Küken wurden
vor Einführung der
In-Ovo-Geschlechtsbestimmung in Deutschland
jedes Jahr in der Eierindustrie geboren.
Dabei ist es natürlich im Sinne der Tiere,
die In-Ovo-Geschlechtsbestimmung
so früh wie möglich durchzuführen.
Zu diesem Zweck muss dem Gesetz ein
Absatz zur Evaluierung hinzugefügt werden.
Damit kann der Fortschritt
in der Entwicklung von Methoden
der In-Ovo-Geschlechtsbestimmung beobachtet
und der Erfolg der Gesetzesanpassung
in puncto Tierschutz ausgewertet werden.
Eine wichtige Frage
bleibt hier noch unbeantwortet.
Ich habe ja gesagt, dass
Tierschutzgesetze, die Leben von Tieren
schützen müssen.
Gleichzeitig
fordern wir die Geschlechtsbestimmung im Ei
bei männlichen Küken
übergangsweise länger zuzulassen,
um ihnen ein Leben in der industriellen
Landwirtschaft zu ersparen.
Aber das bedeutet auch, dass
die männlichen Embryos im Ei getötet werden.
Natürlich
wünschen wir uns mehr als das in In-Ovo-Sexing.
Wir wünschen uns das Ende der Ausbeutung
und der Nutzung von Tieren
für menschliche Nahrung,
Kleidung, Unterhaltung oder sonst wie.
Und wenn niemand
mehr Eier und Fleisch essen würde,
gäbe es keine Eier und Fleischproduktion
mehr und keine unter ihr leidenden Hühner.
Dann würden die Leben von Küken
und Hühnern bestmöglich geschützt sein.
Sie würden dann frei leben und Kinder
bekommen, wann ihnen danach ist.
Dann müsste natürlich auch
kein Bebrütungsvorgang mehr beendet werden.
Bis es soweit ist, müssen wir dafür
sorgen, dass die Hühner in der Tierhaltungsindustrie
durch präzise Gesetzgebung so wirksam wie möglich geschützt sind.
Wir müssen zuerst
die besonders tierquälerischen Praktiken in der
landwirtschaftlichen Tierhaltung beenden
und das Leid der unschuldigen Tiere so gut
es geht lindern.
Deshalb müssen wir auch dafür sorgen,
dass es den Hühnern,
die unter den jetzigen Zuständen leiden,
wenigstens so gut geht,
wie es irgendwie möglich ist.
Wir wissen, dass das ein Kompromiss ist,
die Minderung von soviel Leid wie möglich
und ein frühes Beenden des Brutvorgangs,
bevor Sie Schmerz empfinden,
verschont die Tiere davor,
in eine Welt geboren zu werden,
in der sie nur als Ware gesehen werden
und in der ihnen bis zu ihrer frühen
Tötung ständige Misshandlung drohen.
Es verschont die Tiere vor dem
unvorstellbaren und größtmöglichen Leid.
Und ihr könnt ihnen jetzt helfen,
wenn ihr unsere Petition unterschreibt
und diese Forderung unterstützt.
Den Link findet ihr hier unten
in der Videobeschreibung.
Damit fordert ihr eine Gesetzesänderung,
mit der weniger unschuldige
Hühner leiden und getötet werden,
egal wer sie sind.
Unterschreibt jetzt,
um den Hühnern zu helfen.
Vielen Dank.